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Open Air

01.08.2016

„Wolle Wiwi Wawa“ versprühen beste Laune

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Es war der Clou der Aufführung: das „Wuwu-such-Mobil“, in dem auch Elefantendiva Elisabeth (vorne), die Leiterin der Elisabeth-Schule Christine Nerb-Straub, mitfahren will. Das Musical verfolgten trotz des anfänglich schlechten Wetters zahlreiche Besucher des ersten Aichacher Kindersommers. Sie ließen sich gerne anstecken von der fröhlichen Atmosphäre auf der Bühne.

Aichachs erster Kindersommer sorgt für ein musikalisches Vergnügen, bei dem viel Hingabe zu spüren ist

Von Carmen Jung

Aichach Am Anfang war Frust. Gegen 14 Uhr goss es wie aus Kübeln. Was will man da mit einem Kindersommer? Doch Initiator Andreas Matthes und viele Beteiligte des Open Airs auf dem Stadtplatz ließen sich gestern nicht beirren. „Wir ziehen’s durch“, lautete die Parole. Vor allem wegen der vielen jungen Akteure des Musicals „Wolle Wiwi Wawa“, die sich schon riesig gefreut hatten. Gegen 16.45 Uhr blinzelte die Sonne heraus. Was dann folgte, war ein Gute-Laune-Feuerwerk.

Bei strömendem Regen hatte Andreas Matthes am Anfang noch tapfer, beinahe fast trotzig auf der Bühne verkündet: „Wir spielen weiter, solange es nicht gefährlich ist.“ Denn es war sogar eine Unwetterwarnung für Aichach erfolgt. Fast schien es danach, als trommelte die 20-köpfige Gruppe TAM-koba den Regen weg. Die Trommler kombinierten neongrüne Sonnenbrillen auf der Nase mit Regenumhängen, und nach einer Weile kam tatsächlich so etwas wie Stimmung auf. Der mitreißende Rhythmus lockte mit der Zeit mehr Menschen an. Das Rahmenprogramm konnte laufen, wenn auch in etwas abgespeckter Version. Trotz Nässe waren Wasserpistolen-Zielschießen und Entenangeln bei der Wasserwacht recht gefragt. Als der Regen versiegte, konnten die Kinder auf einer Hüpfburg toben.

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Auf der Bühne bereitete derweil Wolfgang Prokoph als Moderator dem Musical verbal den Teppich aus. Er interviewte Organisator und Musical-Komponisten Matthes, der gerne verriet, dass „Wolle Wiwi Wawa“ inzwischen einen Plattenvertrag haben und bald eine CD erscheint. Die Aufnahmen seien in den Endzügen, Vorbestellungen schon möglich. Wer wollte, konnte die gleich am Fan-Stand in Auftrag geben, wo vom Wolle-T-Shirt bis zum Babybody und Lätzchen alles zu haben war – Utensilien, die Andreas Matthes und seine Frau Nicole, die Erfinderin der Wolle-Geschichte, bald selbst brauchen können ...

Mit der Zeit hatten sich immer mehr Gäste eingefunden, vor der Bühne an der Stirnseite des Rathauses war es schließlich richtig voll, als die Akteure auf die Bühne durften. Die neunjährige Marie zum Beispiel, die eine Ameise darstellte, war nicht nervös, sondern einfach nur froh, dass das Musical steigen konnte, wie sie sagte. Danach erlebten die Gäste, warum Bürgermeister Klaus Habermann zuvor davon gesprochen hatte, dass das Musical Glücksgefühle wecken könne.

Über 100 Akteure auf, vor und hinter der Bühne, Erwachsene wie Kinder, manche mit und manche ohne Handicap, starteten eine engagierte Aufführung und ließen ganz viel Hingabe und Freude an ihrem Tun spüren. Die professionelle musikalische Leistung von Andreas Matthes und der Musiker- und Sängerschar und natürlich auch die mitreißenden, schwungvollen Melodien des Musicals verbreiteten gute Laune pur. Ein toller Applaus belohnte die Akteure.

Als Zugabe gab es einen neuen Song von Adrenalin, der Matthes-Band, zu hören. „Tanz mit“ lautete die Aufforderung, bevor eine große Schar roter Wolle-Luftballons in den Himmel stieg und von Wolle und seinen vielen Freunden kündeten, die mit der gestrigen Aufführung sicherlich noch mehr geworden sind.

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