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Verkehr

22.02.2019

Zahl der Unfälle im Landkreis Aichach-Friedberg steigt

Dieser Unfall an Heiligabend sorgte im Landkreis und weit darüber hinaus für Betroffenheit: Nach damaligen Erkenntnissen der Polizei geriet eine 18-Jährige mit ihrem Mini auf der Staatsstraße 2047 nahe dem Aichacher Stadtteil Klingen ins Schlingern und krachte in den Wagen eines entgegenkommenden 68-Jährigen. Der Mann starb. Er ist einer von vier Verkehrstoten im Landkreis im vergangenen Jahr. Die 18-Jährige und ein einjähriger Bub, der bei ihr im Auto saß, wurden schwer verletzt.
Bild: Erich Echter (Archiv)

Plus Fast 4000 Mal krachte es im vergangenen Jahr auf den Straßen im Wittelsbacher Land. Schulweg- und Radunfälle nahmen massiv zu. Was die Hauptunfallursachen waren.

Auf den Straßen im Wittelsbacher Land hat es im vergangenen Jahr 3942 Mal gekracht. Damit stieg die Zahl der Unfälle um über drei Prozent auf ein neues Zehn-Jahres-Hoch. Im Jahr 2009 waren noch 3171 Unfälle auf den Straßen im Landkreis passiert. Laut einer Mitteilung verzeichnete das Polizeipräsidium Schwaben-Nord im vergangenen Jahr auch deutlich mehr Verletzte als im Vorjahr. Ihre Zahl stieg von 715 um knapp sieben Prozent auf 762.

Verkehrstote Vier Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben – einer mehr als im Jahr davor.

Mann stirbt bei Unfall bei Klingen - Baby noch immer in Lebensgefahr

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Unfallursachen Fast zwei Drittel aller Unfälle im Landkreis haben zwei Ursachen: Zu geringer Sicherheitsabstand ist für 32 Prozent der Unfälle verantwortlich. Weitere 30 Prozent machen Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren aus. Mit deutlichem Abstand rangieren dahinter zu hohe Geschwindigkeit (elf Prozent), Vorfahrtsverletzungen (neun Prozent), falsche Straßenbenutzung beziehungsweise Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot (sieben Prozent), Überholmanöver (fünf Prozent), Sonstige (vier Prozent) sowie Alkohol auf.

Alkoholunfälle werden mehr

Alkoholunfälle Bei zwei Prozent aller Unfälle war Alkohol im Spiel. Das klingt wenig, doch die Zahl der Alkoholunfälle ging deutlich nach oben. Sie stieg von 44 auf 50 und damit um 14 Prozent.

Drogenunfälle Bei vier Unfällen waren Drogen im Spiel. Im Vorjahr waren es drei gewesen.

Altersgruppen An 311 aller Verkehrsunfälle waren laut Polizei Senioren beteiligt. Das ist der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. In 294 Unfälle waren junge Erwachsene verwickelt – der zweitniedrigste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich.

Zahl der Schulwegunfälle steigt massiv an

Schulwegunfälle Die Schulwegunfälle stiegen massiv an. 13 verzeichnete die Polizei – zweieinhalb Mal so viele wie im Vorjahr, als fünf Schulwegunfälle passierten, und mehr als in jedem der vergangenen zehn Jahre. 16 Schüler wurden verletzt.

Fußgängerunfälle 30 Unfälle mit Fußgängern geschahen im vergangenen Jahr, das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Radunfälle Ein Zehn-Jahres-Hoch erreichten die Radunfälle. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 159, die der verletzten Radler um 16 Prozent auf 150.

E-Bikes So hoch wie nie war die Zahl der Unfälle mit Pedelecs. Sie lag bei elf. Zehn Menschen wurden verletzt.

Motorisierte Zweiräder 76 Mal waren motorisierte Zweiräder an Verkehrsunfällen beteiligt. In den sieben Jahren zuvor hatten die Zahlen hier stets höher gelegen.

Deutlich weniger Motorradunfälle als im Vorjahr

Motorradunfälle 18 Prozent weniger Motorradunfälle (55) und elf Prozent weniger Verletzte (54) als im Vorjahr meldet die Polizei. Weil die Unfälle motorisierter Zweiradfahrer im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord insgesamt zunehmen, wird zu Beginn der Motorradsaison eine neu gegründete Motorradkontrollgruppe des Präsidiums ihre Arbeit aufnehmen.

Lastwagenunfälle Ihre Zahl war mit 197 so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Gegenläufig ist der Trend bei den Verletzten. Ihre Zahl war mit 13 so niedrig wie nie in den vergangenen zehn Jahren.

Wildunfälle auf Zehn-Jahres-Hoch

Wildunfälle 1016 Wildunfälle – so viele wie nie in den vergangenen zehn Jahren – geschahen im vergangenen Jahr im Landkreis.

Unfallfluchten Nach wie vor suchen viele Unfallverursacher das Weite, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. 619 Mal beging im vergangenen Jahr jemand Unfallflucht – der zweithöchste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich. Gut ein Drittel der Fälle klärte die Polizei auf.

Lesen Sie dazu auch: Schlimme Unfälle: Polizei kontrolliert Motorradfahrer künftig stärker

Und: Zahl der Verkehrstoten steigt in Bayern - darunter 17 Kinder

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23.02.2019

Na bestens, dann können wir ja eine Senkung der Regionalklasse auf absehbare Zeit vergessen, haben ja sowieso schon eine der Höchsten.

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