1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Zahlinger fürchten zwei „bärige“ Hunde

Obergriesbach-Zahling

19.04.2016

Zahlinger fürchten zwei „bärige“ Hunde

Zwei junge Hunde, die Schäferhunden sehr ähnlich sehen (hier ein Symbolbild), sorgen seit einigen Monaten für Unruhe in Zahling. Sie haben schon mehrere Tiere gerissen und gingen laut Bürgermeister auch Schulkinder an.
Bild: Symbolfoto: Alexander Kaya

Seit Monaten reißen zwei junge Hunde in Zahling Tiere und stellen Menschen. Nun wurden Veterinäramt und Polizei eingeschaltet

Obergriesbach-Zahling Zwei der Rasse des Schäferhunds sehr ähnliche Hunde halten seit Weihnachten die Gemeinde Obergriesbach in Atem. Der Grund: Die Tiere befinden sich zunehmend häufiger im Ortsteil Zahling, weil ihr Besitzer, ein Mann aus dem westlichen Landkreis, sich aus privaten Gründen immer häufiger dort aufhält. Im Ort aber ängstigen die zwei jungen Hunde die Zahlinger.

Die Liste ihrer „Vergehen“ ist lang. Wie Obergriesbachs Bürgermeister Josef Schwegler berichtet, stellten die zwei Hunde eines Nachts eine Zeitungsfrau. Sie habe gegen 3.15 Uhr in der Früh laut um Hilfe gerufen. Auch Kinder, die auf ihrem Weg von der Schule nach Hause unterwegs waren, seien bereits von den Tieren angegangen worden. Verletzt worden sei bei diesen Vorfällen niemand. Allerdings sollen die Tiere auch Schafe, eine Katze, eine Henne und möglicherweise noch andere Tiere gerissen haben, erklärt der Bürgermeister.

Bei der Polizei sind die Tiere bereits aktenkundig

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Bei der Polizei sind die Tiere seit vorvergangenem Wochenende aktenkundig. Die Hunde rissen am späten Sonntagnachmittag im Aichacher Stadtteil Sulzbach eine Katze und eine Henne. „Der Besitzer der Katze hat bei der Polizei angerufen“, erklärt der Pressesprecher der Polizei Aichach, Erich Weberstetter. Die anderen Fälle seien seitens der Gemeinde gemeldet worden. Kurz nach dem Vorfall in Sulzbach brachten Polizisten die Hunde nach Ecknach. Dort sind sie in einer Zuchtstation untergebracht.

Das Veterinäramt des Landkreises Aichach-Friedberg, das nun überprüfen musste, ob alle Vorgaben des Tierschutzes bei der Hundehaltung erfüllt wurden, kam zu dem Schluss: Die Tiere hatten zu wenig Licht und nicht genügend Auslauf. Wolfgang Müller, der Pressesprecher des Landratsamtes Aichach-Friedberg erklärt: Das Veterinäramt halte die Tiere nicht grundsätzlich für aggressiv. Die Hunde seien sehr jung und ihr Verhalten sei auch auf mangelnden Auslauf zurückzuführen.

Besitzer muss Tiere nun anleinen und ihnen einen Maulkorb umhängen

Dass nicht die Tiere Schuld sind, sondern vielmehr die nicht-artgerechte Haltung, davon ist auch Bürgermeister Josef Schwegler überzeugt. Die Gemeinde habe bereits eine Anleinpflicht verhängt. 150 Euro Strafe muss der Halter nun bezahlen, wenn er sich nicht daran hält. Dazu sei nun noch eine Maulkorbpflicht gekommen. Auch hier wird eine Geldstrafe fällig, wenn der Halter dagegen verstößt.

Mit Blick auf die Tiere bearbeitet Bürgermeister Josef Schwegler das Hundeproblem in Zahling noch auf eine andere Art und Weise. Er steht bereits in Gesprächen mit einer Frau aus der Region, die sich bereit erklärt hat, sich um die Tiere zu kümmern. Sie habe bereits Erfahrung mit der „bärigen Rasse“, wie Bürgermeister Schwegler erklärt. So sollen nicht nur die Zahlinger bald wieder beruhigt durch den Ort gehen können, sondern auch für die Tiere wäre dann gesorgt.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren