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Todtenweis

03.12.2010

Zeitdruck beim schnellen Internet

Die Zeit drängt. Will die Gemeinde Todtenweis beim Ausbau der Breitbandversorgung in den Genuss von 100 000 Euro Zuschuss durch die Regierung von Schwaben kommen, muss sie schnell sein.

Die Zeit drängt. Will die Gemeinde Todtenweis beim Ausbau der Breitbandversorgung in den Genuss von 100 000 Euro Zuschuss durch die Regierung von Schwaben kommen, muss sie die Entscheidung bis spätestens 15. Dezember einreichen. Darum trifft sich der Gemeinderat am Donnerstag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr zu einer Besprechung. Der Beschluss soll in der nächsten Sitzung gefasst werden.

Zu Beginn der kommenden Woche will Bürgermeister Thomas Riß noch einige wichtige Fragen mit LEW-Telnet klären. Von diesem Haus liegt ein Angebot vor, das mit Kosten von 400 000 Euro verbunden ist. Die Belastung für die Kommune würde sich bei dem erhofften Zuschuss auf 300 000 Euro reduzieren. Aber auch dieser Betrag stieß in der Sitzung am Donnerstag auf große Bedenken. Am deutlichsten formulierte Tobias Baumeister seine Ablehnung: "Das ist viel zu teuer, selbst wenn es 200 000 Euro kostet."

Riß will nun Auskunft darüber, wie die Summe zustande kommt. Seinen Informationen zufolge kostet das Verlegen von Glasfaserkabeln, wie sie zur Debatte stehen, 50 000 Euro pro Kilometer. Von Unterach nach Todtenweis beträgt die Entfernung drei Kilometer. Die Kabellänge soll 8870 Meter betragen. Auch der Gemeindechef teilte die Bedenken: "Das ist ein Haufen Geld." Er räumte ein: "Ich bin so unschlüssig wie selten."

Zeitdruck beim schnellen Internet

Auf der einen Seite weiß Thomas Riß, dass große Unternehmen bereits auf eigene Kosten einen schnellen Zugang zur Datenautobahn gefunden haben; andererseits hätten ihm Bürger erklärt, sie würden wegen der Probleme speziell in Teilen von Sand einen Wegzug ins Auge fassen. Speziell im Blick auf das Gewerbegebiet plädierte Günter Ivenz für eine sichere Anbindung.

Kritik am Mietpreis der VG

Kritik gab es auch für den neuen Mietpreis der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling. "Ich finde den Preis wahnsinnig überzogen", meinte Tobias Baumeister, als es um die Erhöhung der Miete ging, die die VG im neuen Rathaus verlangt. Der Quadratmeterpreis steigt von vier auf 6,50 Euro. Insgesamt muss Todtenweis im nächsten Jahr 129 000 Euro an die VG überweisen.

Auch das Thema Schnee wurde angesprochen. Den Radweg in Richtung Langweid zu räumen, gehört zu den Aufgaben von Todtenweis. Günter Ivenz beklagte Defizite. Der Bürgermeister verwies darauf, dass man zuerst den Hauptort versorge. Manfred Schlecht zeigte sich sehr angetan vom Winterdienst in dieser Kommune: "Man kann das Ganze auch mal lobend erwähnen."

Termine Am 15. Dezember trifft sich der Gemeinderat zu seiner Weihnachtssitzung. Der Neujahrsempfang wird diesmal zusammen mit der Pfarrei am 1. Januar um 20 Uhr im Gasthaus Golling stattfinden. Dort ist am Donnerstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr auch die Bürgerversammlung vorgesehen.

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