Newsticker

Markus Söder moniert: Die Corona-Pandemie werde schöngeredet
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Zeitungsente findet weißes Gold

Paula Print

23.05.2015

Zeitungsente findet weißes Gold

2 Bilder

Beim Besuch in Schifferstadt entdeckt Paula, dass es dort Gold in Varianten gibt

Weißes Gold hat Paula Print bei ihrem Besuch in Aichachs Partnerstadt Schifferstadt entdeckt, den Rettich. Ein längliches Wurzelgemüse, das ein Verwandter des runden Radieschens ist. In Schifferstadt gibt es sogar eine Rettichkönigin und ein Rettichfest, lernt die Zeitungsente. Außerdem entdeckt sie noch einiges mehr in dem Städtchen zwischen Rhein und Reben.

In Schifferstadt gibt es überhaupt jede Menge Gold, stellt Paula Print erstaunt fest. Da ist zuerst einmal der Goldene Hut. Das ist ein Schatz, der vor rund 180 Jahren beim Abtragen eines Erdhügels gefunden worden war und mindestens 3000 Jahre alt sein soll.

Der Goldene Hut heißt so, weil er wie ein Hut geformt und tatsächlich ganz aus Gold ist. Paula ist extra ins Heimatmuseum gegangen, damit sie ihn sich ansehen kann. „Ziemlich groß ist er“, staunt sie. Auf dem Schild steht, dass der Hut ungefähr 30 Zentimeter hoch und eine technische und künstlerische Meisterleistung ist. Der Goldhut sei vermutlich bei besonderen Anlässen von den Stammesfürsten getragen worden, heißt es weiter. Das kann sich Paula gut vorstellen. „Der war bestimmt ziemlich unbequem.“

Leichter zu tragen sind da schon die Goldmedaillen, die die Zeitungsente im Ringermuseum entdeckt. Das ist das erste deutsche Museum, in dem sich alles um die Sportart Ringen dreht. Bei ihrem Spaziergang durch die Räume entdeckt Paula Medaillen und Pokale und erfährt viel über die erfolgreiche Geschichte der Ringer aus Schifferstadt. Auf einen sind sie besonders stolz: auf den Ausnahmesportler Wilfried Dietrich, der alle nur denkbaren Titel und bei den Olympischen Spielen in München sogar eine Goldmedaille gewonnen hat.

Bei ihrem Spaziergang durch den Ort entdeckt die Zeitungsente dann noch einmal Gold. Obwohl sie davon zuerst überhaupt nichts weiß. Vor dem Rathaus fällt Paula die Figur einer Frau auf, die eine Art Schubkarren schiebt. Darauf steht ein Korb, in dem die Zeitungsente etwas Undefinierbares entdeckt. Neugierig klettert sie in den Korb. Schwarze Keulen mit Fuseln an einem Ende liegen darin. Paula kratzt sich am Kopf. „Wofür steht denn diese Figur“, wundert sie sich.

Die Antwort findet sie erst etwas später, als sie ihren Stadtrundgang beendet hat und in einer Broschüre über Schifferstadt blättert. Da liest sie über Rettiche. Ein Wurzelgemüse, das in Paulas Augen ein bisschen wie ein großer Eiszapfen mit grünem Kraut aussieht. Rettiche seien das weiße Gold der Stadt, liest die Zeitungsente. Weil die Schifferstädter richtig viele Felder haben, auf denen sie Rettich anbauen und das Gemüse dann verkaufen können. Früher hätten die Frauen ihre Körbe mit einem Holzkarren auf den Markt gefahren, erfährt die AN-Ente. Da muss sie auf einmal wieder an die Figur vor dem Rathaus denken. „Die soll bestimmt so eine Marktfrau darstellen“, ist sich Paula sicher.

Rettich spielt in Schifferstadt noch immer eine große Rolle. Jedes Jahr wird hier Ende Mai/Anfang Juni das Rettichfest gefeiert. Das ist ein Volksfest, das fünf Tage lang dauert. Außerdem gibt es eine Rettichkönigin. Das bringt Paula auf eine Idee. Vielleicht könnten sich ja mal die Rettich- und die Spargelkönigin in Aichach treffen. Die beiden hätten ja etwas gemeinsam, überlegt die Zeitungsente. Beide repräsentieren weißes Gemüse. (drx)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren