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Aindling

17.03.2014

Zinnecker tritt souverän seine dritte Amtszeit an

Nach der Verkündung des vorläufigen Endergebnisses gratuliert Herausforderer Bernd Aichele (rechts) Bürgermeister Tomas Zinnecker mit einem Handschlag zu seinem Sieg. Der 54-Jährige tritt nun seine dritte Amtszeit an.
Bild: Philipp Schröders

Der 54-Jährige CSU-Politiker schlägt seine beiden Herausforderer überraschend deutlich. Damit hat er einen Fluch aufgehoben

Als das erste Ergebnis an die Wand im Sitzungssaal des Aindlinger Rathauses geworfen wurde, zeichnete sich bereits ab, dass Tomas Zinnecker (CSU/FW) sein Amt behalten wird. In dem Stimmbezirk kam der amtierende Bürgermeister auf 72,7 Prozent. So hoch fiel das vorläufige Endresultat zwar nicht aus, aber mit 68,8 Prozent verwies Zinnecker seine Konkurrenten deutlich in die Schranken. Bernd Aichele vom Bürgerwillen 1976 vereinigte 26,6 Prozent der Stimmen auf sich und die SPD-Kandidatin Helga Holland 4,7 Prozent.

Die Auswertung der Zahlen hatte an dem Abend Ulrike Schmid, Geschäftsführerin des Wittelsbacher-Land-Vereins, übernommen. Als sie kurz vor 19 Uhr verkündete, dass das vorläufige Endergebnis feststeht und es mit dem Beamer auf die Wand warf, klingelte sofort das Handy des 54-jährigen Siegers. Nach einem kurzen Gespräch fielen Zinnecker dann bereits ein paar Mitstreiter aus seiner Gruppierung um den Hals. Doch auch Aichele reihte sich ein, um als fairer Verlierer dem Sieger die Hand zu schütteln.

Zinnecker freute sich lächelnd über das für viele überraschend deutliche Ergebnis. „Ich habe immer mit einer Stichwahl gerechnet, aber ich habe sie nie für sehr wahrscheinlich gehalten“, sagte er. Mit deutlichen Worten kritisierte er das Vorgehen der Parteilosen während des Wahlkampfes. Die hatten bei ihren Wahlversammlungen den Bürgermeister zuletzt scharf attackiert. „Da sind Lügen verbreitet worden“, sagte Zinnecker. Jedoch hätten sich die Wähler davon nicht täuschen lassen. Mit einem Schmunzeln erklärte Zinnecker, dass er nun den „Fluch der dritten Amtszeit“ überwunden habe. Seinen Vorgänger Josef Lentscher hatte Zinnecker 2002 überraschend nach zwölf Jahren aus dem Sessel gehoben. Vor der Wahl hieß es, dass es schwierig sei, in Aindling ein dritte Amtszeit anzutreten. Zinnecker hat diesen Bann nun gebrochen.

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Bedenklich sei allerdings die niedrige Wahlbeteiligung auf kommunaler Ebene, sagte der 54-Jährige. In Aindling war sie zwar mit etwa 63 Prozent etwas höher als vor sechs Jahren, aber immer noch weit entfernt von den 71 Prozent, die vor zwölf Jahren erreicht wurden.

Nachdem Aichele Bürgermeister Zinnecker gratuliert hatte, zog er sich mit ein paar Mitstreitern aus seiner Gruppierung in den Vorraum des Sitzungssaales zurück. Dort gab der 50-Jährige offen zu, dass er sich größere Chancen ausgerechnet habe. „Natürlich war es das Ziel, in die Stichwahl zu gehen“, sagte er. Dann fügte er hinzu: „Aber der Bessere hat halt gewonnen.“ Er habe die Wahl immer sportlich gesehen. Nun hoffe er als Mitglied im Rat die Entwicklung der Gemeinde mitbestimmen zu können.

Auch Herausforderin Helga Holland hatte gehofft, besser abzuschneiden. „Wir sind schon enttäuscht“, sagte sie nach der Wahl. Immerhin habe Aichele mit über 26 Prozent einen Achtungserfolg erzielt. „Natürlich habe ich auch Herrn Zinnecker gratuliert, er hat die Wahl demokratisch verdient gewonnen.“

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