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Polizei

08.10.2019

Zu viele Schüler radeln in Aichach ohne Licht

Funktioniert das Licht am Fahrrad? Zu Beginn der dunklen Jahreszeit sollten das alle Radler kontrollieren. Die Aichacher Polizei stellte am Dienstagmorgen im Schulzentrum fest, dass zu viele Schüler ohne Licht radeln.
Bild: Anja Bartsch (Symbolbild)

Bei einer Kontrolle nimmt die Polizei im Aichacher Schulzentrum 160 Radfahrer unter die Lupe. Dabei registriert sie bei jedem Dritten einen Verstoß. Ein Problem steht ganz vorne.

Das tut der Taschengeldkasse nicht gut: Jugendliche, die am Dienstagmorgen in Aichach auf dem Weg mit einem Fahrrad ohne Licht erwischt worden sind, werden bald Post von der Polizei bekommen. Die Polizei kontrollierte Fahrradfahrer in einer groß angelegten Aktion im Schulzentrum. Wer schon 14 Jahre alt ist und damit strafmündig, wird selbst der Adressat bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit, wie es Fahren ohne Licht darstellt.

An vier Stellen im Aichacher Schulzentrum kontrollieren 15 Polizisten

Jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit will die Aichacher Polizei besonders daran erinnern: Radler müssen sichtbar sein. Kinder und Jugendliche liegen Thomas Schmid, Verkehrssachbearbeiter der Polizei, dabei besonders am Herzen. Er betont, Fahren ohne Licht stelle eine besondere Gefahr dar, weil Radler nur sehr schwer wahrgenommen werden könnten. Auf diesen Aspekt legte die Polizei am Dienstag deshalb ein besonderes Augenmerk. An vier Stellen rund ums Schulzentrum kontrollierten 15 Beamte. Dazu hatte die Aichacher Inspektion eigens Verstärkung vom Einsatzzug des Präsidiums Augsburg bekommen.

Schon bei den üblichen Kontrollen zu Schuljahresbeginn war der Polizei aufgefallen, dass viele Schüler ohne Licht am Rad unterwegs sind. Auch Autofahrer und Busfahrer wiesen die Polizei mehrfach auf dieses Problem hin.

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Bei der Kontrollaktion, die etwa von 7.15 bis 7.45 Uhr dauerte, untersuchten die Polizisten die Fahrräder auf Verkehrstauglichkeit: Funktioniert das Licht? Gibt es eine Klingel? Sind Katzenaugen montiert? Sie schauten aber auch, ob ein Radler mit Stöpsel im Ohr laute Musik hört. Ein Großteil der Kontrollierten waren Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule. Unter die Lupe genommen aber wurden auch Erwachsene und ihre Räder.

Die Polizei kontrolliert 160 Fahrradfahrer im Aichacher Schulzentrum

Das Ergebnis stellt Schmid nicht zufrieden. Bei rund 160 kontrollierten Radlern registrierten die Beamten 60 Verstöße. Der Fachmann verbindet seine Bilanz mit einem Appell, nur Räder mit Beleuchtung zu verwenden. Er betont: „Eltern und Erwachsene sollten hier ein Vorbild für unsere Jüngsten sein.“ Eltern sollten das Rad ihrer Kinder regelmäßig überprüfen, fordert er.

Seit 2017 ist Thomas Schmid Verkehrssachbearbeiter in der Aichacher Inspektion. Inzwischen hat er Erfahrung mit den Rad-Kontrollen. Zuletzt stellte die Polizei fest, dass es sich bei 40 Prozent um Wiederholungstäter handelt. Daraus schließt Schmid: Der Brief, den Eltern betroffener Schüler erhalten haben, hat wenig Eindruck gemacht. Schmid vermisst in diesen Fällen das Interesse der Eltern an der Sicherheit ihrer Kinder. Hier will er esnun nicht mehr bei einem Brief bewenden lassen. Er möchte die Eltern zum Gespräch bitten, ihnen die Gefahrenquellen aufzeigen und um Verständnis werben.

Was es kostet, wenn das Licht am Fahrrad fehlt

Natürlich werden die Eltern auch zur Kasse gebeten. Egal, ob Eltern oder Jugendliche zahlen müssen: Die „Tarife“ sind immer gleich. Eine fehlende Klingel kostet zum Beispiel 15, nicht funktionierende Bremsen zehn Euro. Wenn das Licht fehlt, sind es 20 Euro.

Bei der letzten Kontrolle im Januar hatte die Aichacher Polizei fast jeden zweiten Radfahrer beanstandet.

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