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Aichach

26.02.2015

Zu wenig Zeit für Kulturpreis

Sie waren die Träger des Kulturförderpreisträger von 2012: Franz Mair, Gründer der Theaterfreunde Wittelsbach, und Künstlerin Maria Breuer. Eigentlich hätten ihre Nachfolger heuer gekürt werden sollen. Doch die Aichacher Stadtverwaltung würde die Preisvergabe gerne um ein Jahr verschieben.
Bild: Archivfoto: Erich Echter

Die Stadtverwaltung will die Vergabe des Kulturförderpreises auf 2016 verschieben. Dabei wird der Preis ohnehin nur alle drei Jahre vergeben.

Aichach Bei der Verleihung des Aichacher Kulturförderpreises vor drei Jahren sagte Bürgermeister Klaus Habermann: „Wir als Stadt müssen versuchen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kunst und Kultur gedeihen können.“ Ohne diese Elemente sei das Stadtleben nur halb so schön. Umso überraschender kommt der Vorschlag der Aichacher Verwaltung, den Preis dieses Jahr nicht zu verleihen. Heute befasst sich der Stadtrat mit dem Thema.

Dieser hatte 2010 beschlossen, den Preis nur noch alle drei Jahre auszuloben, da oft nur spärlich Bewerbungen eingegangen waren. 2015 würde die Vergabe wieder anstehen. Im Aichacher Finanzausschuss hieß es aber kürzlich: In diesem Jahr wird die Stadt wegen der zahlreich anstehenden Feste und Veranstaltungen auch nach Absprache mit der Sparkasse, die diese Auszeichnung finanziell unterstützt, keinen Kulturförderpreis verleihen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung beteuerte Hauptamtsleiterin Aurelija Igel, dass die Mitarbeiter mit den Großereignissen Wittelsbacher Jahr und Mittelalterliche Markttage ausgelastet seien. Den Großteil der Arbeiten schultere das Info-Büro und dort seien nur drei Leute beschäftigt. Für den Kulturförderpreis müssten diese die Ausschreibungsrichtlinien festlegen, die Jury versammeln und die festliche Übergabe planen. All dies bedeute einen weiteren, kaum mehr möglichen Kraftakt, betonte Igel.

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Befürchtungen, die Stadt könnte den Preis vielleicht einschlafen lassen wollen, trat die Hauptamtsleiterin entschieden entgegen: „Daran ist überhaupt nicht gedacht. Der Preis soll 2016 definitiv verliehen werden.“ Dann stünde die zehnte Vergabe an. Von Seiten der Kulturschaffenden ist Igel bislang keinerlei Kritik zur Verlegung zu Ohren gekommen. Schließlich hätte eine Verschiebung den Vorteil, dass sich die Stadt im nächsten Jahr dann intensiv und mit Muse um den Preis kümmern könnte.

Die Auszeichnung wird seit 1995 vergeben. Sie würdigt besondere Leistungen in den Bereichen bildende Kunst, Musik, Bühnenkunst, Literatur und Wissenschaft. Einzige Voraussetzung: Die Bewerber müssen aus Aichach oder den Ortsteilen sein, mindestens ein Jahr den Wohnsitz oder fünf Jahre ihren Arbeitsplatz in der Stadt haben. Im Jahr 2012 ging der Preis an die Künstlerin Maria Breuer und die Theaterfreunde Wittelsbach. Sie erhielten je 1500 Euro: 2000 Euro kamen von der Sparkasse, 1000 Euro von der Stadt Aichach. (ull)

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