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20.07.2010

Zug kehrt um, Reisende müssen warten

Dinkelscherben/Gessertshausen Schwitzen können Bahnkunden nicht nur in Zügen ohne funktionsfähige Klimaanlagen, auch auf Bahnsteigen auf fast freiem Feld ohne ausreichende Unterstellmöglichkeiten wird es derzeit fast unmenschlich heiß. Diese Erfahrung konnten am vergangenen Donnerstag Reisende auf dem Weg von Augsburg nach Dinkelscherben machen. Ihnen wurde ein 25-minütiger Aufenthalt auf dem Bahnhof Gessertshausen verordnet - just, um weiteren Verspätungen entgegenzuwirken, wie die Bahn erklärt.

Nur eine kurze Fahrt

Um 15.52 Uhr sollte die Regionalbahn von Augsburg aus nach Dinkelscherben fahren. Mit Verspätung von etwa einer Viertelstunde ging es los, doch nach wenigen Minuten Fahrt war in Gessertshausen wieder Schluss. "Es gab eine Durchsage, dass alle Fahrgäste mit Ziel Kutzenhausen und Dinkelscherben aussteigen und auf den folgenden Zug warten sollten", so Michael Kalb, der vor Ort war. Tatsächlich fuhr die Regionalbahn, deren Ziel Dinkelscherben war, sofort ab Gessertshausen wieder zurück nach Augsburg - um weitere Verspätungen zu vermeiden, wie eine Bahnsprecherin erklärt, von der dann weitaus mehr Reisende betroffen seien.

Diese Praxis hat laut Bahn System: Bei einem Zugtakt von 30 Minuten sei es sinnvoll, ab einer Verspätung von 15 Minuten Züge vorzeitig wenden zu lassen. In diesem Jahr sei das aber bei weniger als einem Prozent der Züge notwendig gewesen und im Übrigen bei allen Verkehrsunternehmen üblich.

Zug kehrt um, Reisende müssen warten

Ein schwacher Trost für Bahnkunden auf der Strecke Dinkelscherben-Augsburg, die von einer öfter angewendeten Praxis berichten. Am Donnerstag mussten sie insgesamt rund 25 Minuten in glühender Hitze in Gessertshausen auf den ebenfalls verspäteten Folgezug warten, der dann übervoll war, da er die Fahrgäste aus zwei Bahnen befördern musste.

Auch das sei auf dieser Strecke keine Seltenheit, so Michael Kalb. Während am Wochenende oft recht lange Züge fast leer unterwegs seien, sind zu Stoßzeiten, etwa nach Schulschluss, die Züge regelmäßig so voll, dass Reisende in Dinkelscherben kaum noch zusteigen können. (AZ)

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