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Aichach

01.12.2019

Zwei Christkindlmärkte locken zahlreiche Besucher an

Die Ludwig-Steub-Grundschule hat auf dem alternativen Christkindlmarkt Weihnachtskarten und eine Zitronen-Schneeball-Seife im Angebot.
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Die Ludwig-Steub-Grundschule hat auf dem alternativen Christkindlmarkt Weihnachtskarten und eine Zitronen-Schneeball-Seife im Angebot.

Zwei Christkindlmärkte locken am ersten Advent nach Aichach. Beim karitativen sind die Preise etwas günstiger. Ein Rundgang.

Vogel-Futterhäuschen, Insektenhotels, Gemüsesäcke, Taschen, Socken: Der Stand der Caritas Aichach hat auf dem karitativen Christkindlmarkt in Aichach am Schlossplatz zahlreiche Produkte zu bieten. Das Besondere ist, dass sie aus Material bestehen, das eigentlich Abfall ist, etwa Sägespäne oder Stoffreste. Besucher der Tagesstätte, zum Beispiel psychisch kranke Menschen, haben die Produkte hergestellt. (siehe auch unsere Bildergalerie)

Aichach: Ein Dutzend Buden auf dem alternativen Markt

Der alternative Christkindlmarkt ist einer von zwei Weihnachtsmärkten, die am ersten Advent in Aichach stattfinden. Vereine, Parteien und Organisatoren aus dem Wittelsbacher Land haben gut ein Dutzend Buden aufgebaut und bessern hier ihre Kassen auf. An den 31 Ständen am Stadtplatz sind die Preise deutlich höher.

In den nächsten Wochen gibt es die Artikel der Caritas auch noch in der Tagesstätte in der Münchener Straße zu kaufen, wie Gudrun Schenker sagt. Sie ist für die Hauswirtschaft zuständig und stolz, dass sie kein Material kaufen musste, um die Produkte herzustellen. Sie ist schon mehrere Jahre auf dem Christkindlmarkt mit einem Stand vertreten.

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Auch die Ludwig-Steub-Grundschule Aichach gehört mit ihrer Hütte zu den Stammgästen. Rindsbratwürste, Kinderpunsch und Glühwein gibt es am linken Teil. Am rechten gibt es Weihnachtskarten und eine Zitronen-Schneeballseife. Die Einnahmen kommen dem Förderverein der Grundschule zu Gute. Elternbeiratsmitglieder und Lehrer wechseln sich mit dem Verkaufen ab. Ein Chor der Schule hat um 13 Uhr, als der Markt eröffnet hat, gesungen. Mutter Sonja Reichert sagt: „Man braucht an einer Schule immer Geld nebenbei.“ Die Artikel sind von den Schülern gebastelt worden. Wer ein paar Schritte weiter Richtung Stadtplatz läuft, riecht auch dort Glühwein und Bratwürste. Schokofrüchte kosten hier zwar das Dreifache, dafür hat man aber auch einen Christbaum in direkter Nähe zu Bestaunen.

An einem Tisch steht ein Italiener mit zwei Freunden und Kindern. „Sehr idyllisch“, sagt der Mann und beißt in seine italienische Bratwurst, eine Salchicha im Focaccibrötchen. Viele hätten auf die Weihnachtszeit gewartet und darauf, endlich auf den Christkindlmarkt zu gehen, erzählt der 31-Jährige. In Italien gibt es auch Weihnachtsmärkte und beim Essen sei er, der Koch, sowieso immer dabei. „Ich habe immer Hunger.“ Den will er bei weiteren Markt-Besuchen, etwa in Friedberg, stillen.

Aichach: Auch auf dem traditionellen Markt sind Vereine vertreten

Auch auf dem traditionellen Christkindlmarkt ist der ein oder andere Verein vertreten, wie etwa der Sportverein des Aichacher Stadtteils Unterschneitbach. Die Tennisspielerinnen Sonja Edler und Angela Mäusle haben gerade Dienst und schenken Glühwein, Kinderpunsch und Berg-Geist ein, ein Likör aus Kräutern und Wurzeln. „Ideal zum Anzünden oder pur“ steht auf der Flasche. Schon beim Ansehen des Getränks könnte manch einer kurzzeitig in einen beschwipsten Zustand geraten. Edler aber sagt: „Der hat ja nur 50 Prozent.“

Die Aichacher Christkindlmärkte sind zwei von 2500 bundesweit. 150 Millionen Besucher zieht es von Ende November bis Weihnachten und darüber hinaus jedes Jahr in die vielen geschmückten Innenstädte. Sie trinken Glühwein, quatschen, essen und feiern in den Advent.

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