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Kirche

29.07.2015

Zwei Flüchtlingskinder werden getauft

Eine besondere Taufe gab es in der St. Wolfgang-Kirche in Unterach, denn hier wurden zwei kleine Asylantenkinder aus Nigeria durch den Affinger Pfarrer Max Bauer (rechts) getauft. In der Mitte die beiden Mütter der Täuflinge, dazu links die Taufpatin von Divine, Christine Jakob und rechts Taufpatin von Miracle, Hermine Wilhelm, beide mit den Kindern auf dem Arm.
Bild: Josef Abt

Taufpaten der kleinen Nigerianerinnen sind Rehlinger Asylkreishelfer

Es war keine alltägliche Taufe, die am Sonntag in der Rehlinger Filialkirche St. Wolfgang in Unterach vollzogen wurde. Der Affinger Pfarrer Max Bauer taufte zwei Kinder von nigerianischen Flüchtlingsfrauen, die in Unterach in der Asylantenunterkunft wohnen. Er vertrat den urlaubsbedingt verhinderten Pater Thomas.

Die kleine Divine kam Mitte Dezember auf die Welt und Miracle wurde im März geboren. Die beiden Mädchen wurden nun, auch im Beisein von vielen Mitgliedern des ehrenamtlichen Asylhelferkreises, durch den Affinger Pfarrer in die Kirche aufgenommen. Mit Hermine Wilhelm aus Unterach und Christine Jakob aus Sankt Stephan stellten sich zwei sehr engagierte Mitglieder des Asylkreises als Taufpatinnen zur Verfügung. Die beiden kleinen Erdenbürger haben sie inzwischen richtig lieb gewonnen.

Die Taufe war eine recht beeindruckende Zeremonie, die musikalisch auch mit Gesängen vom Asylkreis gestaltet wurde, begleitet von Tobias Lachenmayr an der Orgel und Kindern der Asylbewerber an den Trommeln. Beeindruckend auch ein afrikanischer Sologesang der beiden Mütter.

Vor dem eigentlichen Taufritual bat der Pfarrer alle Anwesenden vor das Gotteshaus. Dort zeichnete er den beiden Täuflingen und allen anwesenden Kindern das Kreuzzeichen auf die Stirn, bevor sie als Neuchristen ins Gotteshaus gingen und durch die Taufe in die Kirche aufgenommen wurden. Hilmar Glatter, der mit seiner Frau ebenfalls den Asylkreis unterstützt, war als Übersetzer bei der Taufe dabei. Lieder und Fürbitten wurden in deutsch und englisch vorgetragen. Die beiden Patinnen entzündeten die Taufkerzen und brachten sie zu den Kindern.

Passend dann zum Schluss das gemeinsame Lied „Danke für dieses neue Leben“ oder das rhythmische Schlusslied „Hevenu Shalom“, mit dem die Täuflinge mit ihren Müttern entlassen wurden.

In der Asylantenunterkunft leben insgesamt 28 Menschen, davon 14 Männer, sieben Frauen und sieben Kinder. Es war auch für die teilnehmenden Asylkreismitglieder (14 Asylhelfer sind hier in Unterach sporadisch im Einsatz) eine beeindruckende und nicht alltägliche Feier. (at)

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