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Umzug

27.02.2017

Zwei Päpste und Trump halten Hof in Zell

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4 Bilder
Die Zeller Zeitmaschinne der Asphaltschützen hatte einen Funkmasten mitgebracht.
Bild: Erich Echter

Der amerikanische Präsident bringt Kontrahentin Clinton und Mexikaner mit. Originelle Umzugswagen punkten aber auch mit regionalen Themen

Von Gerlinde Drexler

Aichach-Griesbeckerzell Unterirdische Gehsteige und eine breitere Straße im Aichacher Ortsteil Griesbeckerzell wünscht sich Gerold Tausend. So hätten die laut Veranstalter rund 15000 Besucher des Zeller Faschingsumzugs am Sonntag leichter Platz gefunden, glaubt der Ehrenumzugspräsident. Er ist nach dem Rückzug des bisherigen Umzugspräsidenten Wolfgang Kopp als Moderator eingesprungen.

Das närrische Dorf zeigt sich von seiner besten Seite. 33 teilnehmende Gruppen haben viel Arbeit in die Gestaltung ihrer Wagen und Kostümierung der Fußgruppen gesteckt. Erstmals seit langer Zeit haben heuer einige Teilnehmer politische oder regionale Themen aufgegriffen.

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Eine Lösung für den fehlenden Handyempfang in Zell haben sowohl die Gruppe um die Zellerin Bettina Stief als auch die Asphaltschützen (AS) Griesbeckerzell gefunden. Stiefs Gruppe, die mit einem mobilen Funkmast durch den Ort zieht, frohlockt: „Klaus Habermann, wir sind am Ziel.“ Die AS bauen auf die Hilfe einer Zeitmaschine. In der Zukunft, so hoffen sie, werde es dann sowohl einen Handymasten als auch einen Fahrradweg geben.

Auf geheimem Auslandsbesuch ist der amerikanische Präsident. Gemeinsam mit Hillary Clinton (Daniela Stief) winkt Donald Trump (Wolfgang Kopp) aus seinem gepanzerten Auto – begleitet von Bodyguards. Auch bei der katholischen Landjugend (KLJB) Affing/Stotzard steht Trump inmitten von Mexikanern auf dem Wagen. „Keine Mauer für Mexiko“ lautet das Motto, zu dem der Präsident die amerikanische Fahne schwingt.

Den Milchpreis nimmt der Affinger Kuhstall aufs Korn. Duschen mit Milch sei billiger als mit Wasser, steht auf dem Wagen. Dekoriert ist er mit allen möglichen Utensilien aus dem Kuhstall. Sogar ein Melkkarussell ist montiert, in dem die als Kühe kostümierten Affinger stehen.

Auch die Zuschauer sind zum Großteil maskiert zum Umzug gekommen. Eine vierköpfige Gruppe aus dem Raum Pöttmes ist als wandelnde Betten mit Schlafhauben unterwegs. Als „Betthupferl“ gibt es selbst gemachten Baileys, einen Cremelikör. Die vier sind Stammgäste beim Zeller Fasching. Wegen der Gaudi und weil sie in Zell Bekannte treffen, erzählt Rudi Gütl. Heuer nehmen sie das erste Mal als „Maschkerer“ teil.

Immer maskiert beim Umzug ist die Familie von Jürgen Schindler aus Zahling (Gemeinde Obergriesbach). Unter dem Motto Safari haben sich die Familienmitglieder als Zebras und Giraffen kostümiert. Schindler, der im Giraffenkostüm steckt, trägt sogar auf seinem Gesicht das gescheckte Muster.

Entlang der Straße haben sich Kinder mit Taschen postiert. Sie warten auf die Süßigkeiten, die von den Wagen geworfen werden. Vergangenes Jahr wäre die Tasche fast voll geworden, erzählt die elfjährige Stefanie aus Anwalting (Affing). Der sechsjährige Florian Baumgartner aus Gebenhofen (Affing) wird beim Einsammeln von seiner kleinen Schwester unterstützt. Beute zu machen ist einfach, denn die kostümierten Mitfahrer auf den Umzugswagen werfen viele Süßigkeiten und Beutelchen mit Popcorn unter die Zuschauer.

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