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Dasing

09.07.2010

Zwischen Marterpfahl und Indianerzelt

Die CubaBoarischen - Leonhard Meixner, Hubert Meixner Jefe, Markus Wallner, Sepp Rothmayr, Andreas Meixner, Michael Mayer, Marinus Wagner (von links) - begeisterten das Publikum in Dasing. Fotos: Christian Gall
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Die CubaBoarischen - Leonhard Meixner, Hubert Meixner Jefe, Markus Wallner, Sepp Rothmayr, Andreas Meixner, Michael Mayer, Marinus Wagner (von links) - begeisterten das Publikum in Dasing. Fotos: Christian Gall

Wilder Westen, kubanische Rhythmen und klassische bayerische Volksmusik. Die sieben Mitglieder der Band "Die CubaBoarischen" beweisen, dass daraus eine wohlklingende Sinfonie wird. Von Christian Gall

Dasing. Wilder Westen, kubanische Rhythmen und klassische bayerische Volksmusik. Diese Mischung klingt im ersten Augenblick so, als würde es auf keinen Fall zusammenpassen. Doch die sieben Mitglieder der Band "Die CubaBoarischen" beweisen, dass daraus eine wohlklingende Sinfonie wird.

In der Dasinger Western-City machten die gebürtigen Bayern Halt, um mit einer Vielzahl an Instrumenten das Publikum zu begeistern. Passend zur mittelamerikanischen Musik spielt die Gruppe im heißen Sand der Arena, während die untergehende Sonne die Tribüne in ein beinahe tropisches Klima versetzt. Die Band verzaubert die Zuhörer mit bayerischen und kubanischen Klängen, die wunderbar ineinander übergehen.

So wird bereits im zweiten Lied demonstriert, dass eine alpenländische Okarina-Flöte perfekt zur karibischen Gitarre "Tres Cubano" passt. Doch nicht nur die Musik, sondern auch die Texte gestalten sich als interessanter Mix aus bayerischer und spanischer Sprache. "Ich bin einfach nur begeistert über die Mischung, die hier gespielt wird", schwärmt Irmgard Bachmann aus Griesbeckerzell. Wie der Rest des Publikums lässt sie sich von den Rhythmen mitreißen, während sie sich locker zur Musik bewegt und im Takt klatscht. Zwischen den Liedern erzählt die Band auch immer wieder Geschichten aus ihrer Zeit in der Karibik, so auch über die Anfänge der Gruppe. "Im Jahr 2000 sind wir zu dritt nach Kuba geflogen. Dort lernten wir einige einheimische Musiker kennen, die uns ihre Instrumente spielen ließen", erinnert sich der Frontmann Andreas Meixner. So nahm die musikalische Entwicklung ihren Lauf und bei ihrem nächsten Besuch in dem sonnigen Land konnten sie die Musiker bereits mit ihren ersten Liedern beeindrucken.

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In eine kubanische Version umgedichtet

Bis heute hat sich das Aufgebot der Gruppe noch wesentlich vergrößert, so wurde unter anderem das klassische Volkslied "Koa Hiatamadl mog i net" in eine kubanische Version umgedichtet. Doch auch eigene Lieder wurden geschrieben, so die "Böhmische Polka" von Leonhard Meixner, dem jüngsten Mitglied der Band.

Extra aus Landsberg zum Konzert gefahren

Dadurch lockt die Gruppe eine Vielzahl an Bewunderern an, sodass die Tribüne fast restlos ausverkauft ist. "Ich bin extra aus Landsberg hierher gekommen und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat", sagt Hermann-Peter Kresse aus Landsberg, der sich wie das restliche Publikum von den Klängen mitreißen lässt Den Zuhörern wird viel geboten, denn mehr als zweieinhalb Stunden werden sie mit Musik verwöhnt, inklusive einer ausgiebigen Zugabe. So verabschiedet sich die Gruppe nach einem langen Abend mit einem spanischen Gute Nacht: "buenas noches". Von Christian Gall

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