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Deutschherren-Gymnasium in Aichach: Emotionale Abiturfeier

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Emotionale Abiturfeier am Deutschherren-Gymnasium in Aichach

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    Nach dem Schulgong müssen sie sich künftig nicht mehr richten: Die Abiturientinnen und Abiturienten des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach. Auf dem Foto sind auch Konrektorin Livia Schleßing und Schulleiter Frank Schweizer zu sehen.
    Nach dem Schulgong müssen sie sich künftig nicht mehr richten: Die Abiturientinnen und Abiturienten des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach. Auf dem Foto sind auch Konrektorin Livia Schleßing und Schulleiter Frank Schweizer zu sehen. Foto: Gerlinde Drexler

    Den Schulgong hörten sie am Freitag zum letzten Mal: die 59 "Überlebenden" des Deutschherren-Gymnasiums (DHG) in Aichach. 57 von ihnen hatten das Abi bestanden, 21 mit einer Eins vor dem Komma und drei sogar mit einer 1,0. Was den Jahrgang besonders auszeichnete, war der Zusammenhalt von Schülern und Lehrkräften. Das machte sich auch bei der Feier bemerkbar, die teilweise sehr emotional war.

    100 Fünftklässler hatten ursprünglich die Reise am DHG angetreten. Acht Jahre später seien sie die "Überlebenden", wie das Moderatorenteam mit Charlotte Hüllen, Johanna Meitinger, Paula Peter, Annika Thöle und Tim Selig verkündete. Entspannt auf der Couch sitzend, moderierten die fünf souverän die Abiturfeier. 

    Schulleiter rät Absolventen des Aichacher Gymnasiums, flexibel zu sein

    Sie erzählten unter anderem vom Skilager, bei dem sie kurzfristig zu Selbstversorgern geworden waren und legendäre Partyabende gefeiert hatten. Ab der zehnten Klasse sei jeder allerdings nur noch "im Überlebensmodus" gewesen. Zwei Wochen vor der Abiturfeier hätten sie noch weniger entspannt über das Abitur gesprochen, verriet das Moderatorenteam. Damals kannte noch keiner die Ergebnisse der Prüfungen. "Das war ein emotionales Auf und Ab." Die meisten seien einfach froh gewesen, dass sie es hinter sich hatten. Bei der Feier aber wussten sie Bescheid und brauchten "nur noch" das offizielle Abiturzeugnis. Vorher wollte das Moderatorenteam eine Schatzkiste mit Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit füllen.

    Sie schafften das Abitur am Deutschherren-Gymnasium (DHG) in Aichach mit der Traumnote 1,0: (von links) Tim Selig, Johanna Meitinger und Thomas Deißer.
    Sie schafften das Abitur am Deutschherren-Gymnasium (DHG) in Aichach mit der Traumnote 1,0: (von links) Tim Selig, Johanna Meitinger und Thomas Deißer. Foto: Gerlinde Drexler

    Der Beitrag von Schulleiter Frank Schweizer waren drei Zitate, die er den Abiturienten und Abiturientinnen mit auf den Weg gab. Unter anderem dieses von Friedrich Nietzsche: "Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel." Sie hätten mit dem Abitur ein großes Ziel erreicht, das ihnen bei der Berufswahl alle möglichen Optionen eröffne, sagte Schweizer zu den Absolventen. Er empfahl ihnen, flexibel zu sein und auch alternative Wege in Betracht zu ziehen. "Scheut euch nicht, ein Ziel zu verwerfen, das nach reiflicher Überlegung nicht mehr erstrebenswert scheint!“"

    Bürgermeister wünscht Absolventen Freude an dem, was sie zukünftig tun

    Bürgermeister Klaus Habermann bezeichnete Zufriedenheit als Schlüssel zum Glück. Er wünschte den Abiturientinnen und Abiturienten, dass sie Freude an dem haben, was sie künftig tun werden.

    Susanne Ehring vom Förderverein legte einen großen Schlüsselbund in die Schatzkiste. Das Zeugnis sei der Generalschlüssel, mit dem die Abiturienten verschiedene Türen öffnen könnten. "Haben Sie den Mut, den Schlüssel auszuprobieren", war ihr Rat an die Absolventen. "Jeder kann etwas richtig gut", war die Erfahrung von Claudia Meitinger vom Elternbeirat. Sie wünschte den Abschlussschülern, "dass ihr etwas findet, das zu euren Talenten und Fähigkeiten passt". Auf sie komme eine enorm spannende, aber auch herausfordernde Zeit zu, sagte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko. Landrat Klaus Metzger, der per Video gratulierte, erinnerte nach den Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe daran, wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl sei: "Der Zusammenhalt bewältigt jede Krise."

    Die „Backstreet Boys“ des DHG unterhielten die Besucher und Besucherinnen der Abschlussfeier.
    Die „Backstreet Boys“ des DHG unterhielten die Besucher und Besucherinnen der Abschlussfeier. Foto: Gerlinde Drexler

    Moderatorenteam verabschiedet sich mit emotionalen Worten

    Der Zusammenhalt war etwas, das dieser Jahrgang gelebt zu haben scheint. Mit emotionalen Worten bedankte und verabschiedete sich das Moderatorenteam bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die sie vor allem durch die Abschlussjahre begleitet hatten. Auch der sichtlich gerührte Hausmeister Jochen Hoffmann wurde auf die Bühne gerufen und bekam ein Abschiedsgeschenk. Die musikalische Unterhaltung während der Feier übernahmen die Abiturienten selbst. Unter anderem sangen der Jungchor als Backstreet Boys "I Want it that Way" und Mitglieder des P-Seminars Musical "Wohin? Jetzt werden wir Mensch!", begleitet von Arnold Fritscher am Klavier.

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Zwölf Schülerinnen und Schüler wurden vom DHG mit dem Schulpreis ausgezeichnet. Mit auf dem Foto sind auch Susanne Ehring vom Förderverein, Claudia Meitinger vom Elternbeirat, Konrektorin Livia Schleßing und Schulleiter Frank Schweizer.
    aic-dhg Zwölf Schülerinnen und Schüler wurden vom DHG mit dem Schulpreis ausgezeichnet. Mit auf dem Foto sind auch Susanne Ehring vom Förderverein, Claudia Meitinger vom Elternbeirat, Konrektorin Livia Schleßing und Schulleiter Frank Schweizer. Foto: Gerlinde Drexler

    Am Ende der Feier stellte Schulleiter Schweizer fest: "Ihr habt die Messlatte hoch gelegt." Damit meinte er wohl nicht nur die Feier, sondern auch die guten Leistungen der Schüler. Tim Selig, Johanna Meitinger und Thomas Deißer schrieben mit jeweils 1,0 das beste Abitur. Sie gehörten zu den insgesamt zwölf Schülern, die für ihre herausragenden Leistungen mit dem Schulpreis ausgezeichnet wurden.

    Den Schulpreis für herausragende Leistungen erhielten: Kathrin Andracsek, Jana Beinen, Thomas Deißer, Theresa Goretzko, Charlotte Hüllen, Mia Kliem, Johanna Meitinger, Juliana Montagni, Paula Peter, Tim Selig, Annika Thöle und Sandra Württemberger.

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