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Aichach-Friedberg
23.09.2022

Am Freitag gehen für den Umwelt- und Klimaschutz die Lichter aus

Um auf die starke Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen, findet am Freitag, 23. September 2022, ab 22 Uhr die "Earth Night" statt.
Foto: Nicki Krammel (Archivbild)

Was hat es eigentlich mit der sogenannten "Earth Night" auf sich? Welche Resonanz gibt es dazu aus dem Wittelsbacher Land und den Unterstützern der Aktion?

Die Earth Night, die Nacht der Erde, am Freitag, 23. September, ist eine Veranstaltung, bei der Menschen dazu aufgerufen werden, einmal im Jahr ab 22 Uhr für die gesamte Nacht das Kunstlicht zu reduzieren oder komplett abzuschalten. Dies bezieht sich sowohl auf private als auch auf öffentliche Beleuchtungen. Das Ziel ist, einen positiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Die Aktion wurde von der gemeinnützigen Organisation "Paten der Nacht" ins Leben gerufen, die sich für die Eindämmung von Lichtverschmutzung einsetzt. Auch im Landkreis Aichach-Friedberg gehen dafür die Lichter aus.

Die Lichtverschmutzung nimmt immer mehr zu

Unter Lichtverschmutzung versteht man die merkliche Aufhellung der Nacht und des Nachthimmels durch künstliches, das heißt elektrisches Licht, erklärt Kathrin Hawelka, Assistenz der Referatsleitung Artenschutz vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). Dieses Phänomen nehme aufgrund des weltweiten Städtewachstums sowie immer effizienteren und günstigeren Technologien kontinuierlich zu. In Bayern konnte etwa zwischen den Jahren 2012 und 2016 ein Beleuchtungsanstieg von 35 Prozent festgestellt werden. Selbst ausgewiesene Naturschutzgebiete würden weltweit eine etwa 40 Prozent höhere Helligkeit verglichen mit dem Naturzustand aufweisen.

Die helleren Nächte haben Folgen: Pflanzen und Mikroorganismen würden aus dem ökologischen Gleichgewicht gebracht, aber auch Tiere seien davon betroffen, erklärt Hawelka. 60 Prozent aller Insekten und 30 Prozent aller Säugetiere seien dämmerungs- bzw. nachtaktiv und hätten hoch entwickelte Sinne, welche sehr lichtempfindlich seien. Nachtziehende Vögel könnten etwa durch starke Beleuchtung die Orientierung verlieren, fliegen Umwege oder kollidieren sogar mit hohen Gebäuden. Bei Singvögeln könnte sich der Tagesrhythmus so verändern, dass sie häufiger nachts aufwachen und dadurch ihre Fitness und damit ihr Überlebens- und Fortpflanzungserfolg reduziert würde, so Hawelka.

Ernst Haile vom Bund Naturschutz der Kreisgruppe Aichach-Friedberg sieht die Folgen der Lichtverschmutzung: "Viele nachtaktive Insektenarten sind bereits in ihrem Bestand gefährdet." Für ihn steht fest: "Es ist höchste Zeit, die Beleuchtungsdauer schon aufgrund des zu hohen Energieverbrauchs zu verkürzen oder in bestimmten Fällen ganz auf eine nächtliche Beleuchtung zu verzichten." Im Landkreis stellt der Bund Naturschutz fest: "Sowohl die Stadt Aichach als auch die Stadt Friedberg haben die Vorgaben der bundesweit ab 1. September 2022 geltenden neuen Energiespar-Regeln bereits umgesetzt." Demnach werden öffentliche Gebäude generell nur noch zwischen 16 und 22 Uhr angestrahlt. Die Stadt Aichach geht einen anderen Weg. Martina Baur von der Stadtverwaltung informiert auf Anfrage unserer Redaktion: "In Aichach werden die Bauten der öffentlichen Hand generell überhaupt nicht mehr beleuchtet." Eine Ausnahme ist der Schwabentag, der am Samstag, 24. September, in Verbindung mit der Museumsnacht stattfindet. Dann werden einige Gebäude doch beleuchtet. Das liegt laut Baur vor allem an Sicherheitsaspekten.

Das Landratsamt Aichach-Friedberg beteiligt sich an der Aktion

Im Landkreis Aichach-Friedberg engagiert sich etwa das Landratsamt für die "Earth Night"-Aktion. Der Landkreis selbst könne jedoch - im Gegensatz zu Städten und Gemeinden - nicht Straßen-, Denkmal- oder Gebäudebeleuchtungen abschalten, erklärt Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes. Grundsätzlich würden die Liegenschaften des Landkreises "bereits so sparsam wie möglich beleuchtet". Das bedeutet, dass lediglich sicherheitsrelevante Beleuchtungen wie etwa auf den Parkplätzen umgesetzt würden. Neben dem Umweltschutzfaktor sei laut Müller auch der Energiespareffekt zu begrüßen: "Es ist einfach ein zusätzlicher Aspekt, wodurch die Aktion noch mehr Aufmerksamkeit bzw. Unterstützung erhält. Für den Klimaschutz ist es letztlich unwichtig, warum Licht ausgeschaltet wird."

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