Kürzlich nahmen die elften Klassen des Deutschherren-Gymnasiums Aichach (DHG) an einem zweitägigen Planspiel zur europäischen Klimapolitik im Landratsamt Aichach-Friedberg teil. Ziel der Simulation war es laut einer Mitteilung, die Arbeitsweisen der Europäischen Union realitätsnah abzubilden und den Schülerinnen und Schülern die Komplexität politischer Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene näherzubringen.
Zu Beginn erhielten die Jugendlichen detaillierte Mandate und Positionspapiere, auf deren Grundlage sie ihre Rollen in Kommission, Parlament, Rat und Presse ausfüllten. Schnell wurde deutlich, dass unterschiedliche Interessen und Prioritäten aufeinandertrafen, sodass intensive Verhandlungen, interne Abstimmungen und Pressekonferenzen den ersten Tag prägten.
Am zweiten Tag spitzten sich die Diskussionen weiter zu. Vor allem im Parlament kam es zu kontroversen Debatten und emotional geführten Wortmeldungen, wie in der Mitteilung geschildert wurde. Zwar konnten einzelne Anträge verabschiedet werden, doch scheiterte das gesamte Klimapaket schließlich am Votum des EU-Rats.
Begleitet wurde das Planspiel durch eine Pressegruppe, die über die Verhandlungen berichtete, Interviews führte und die politischen Abläufe für Außenstehende verständlich aufbereitete. Insgesamt bot das Planspiel den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen des DHG einen lebendigen Einblick in die europäische Politik und verdeutlichte, wie wichtig Kompromissbereitschaft, Kommunikation und Zusammenarbeit für politische Entscheidungen sind, heißt es zusammenfassend.
Das Planspiel wurde in Zusammenarbeit der Akademie für politische Bildung Tutzing und dem Bildungsbüro des Landratsamts realisiert. Finanziell wurde die Politiksimulation im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. (AZ)
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