Brauereifest in Kühbach geht nach vier Tagen zu Ende. So fällt die Bilanz aus
Kühbach
Brauereifest in Kühbach verläuft „fröhlich und überwiegend friedlich“
Das Brauereifest in Kühbach geht nach vier Tagen zu Ende. Die „Eisheiligen“ sorgen für durchwachsenes Wetter. So fällt die Bilanz der Veranstalter und Einsatzkräfte aus.
Gute Stimmung und ein volles Zelt gab es beim Brauereifest an
allen Tagen.Foto: Inge von Wenczowski
Das Wetter war zwar eher durchwachsen, die Feierlaune beim Brauereifest in Kühbach hat das aber nicht getrübt. Nach vier Festtagen fällt die Bilanz der Brauerei Kühbach, von Polizei und Bayerischem Roten Kreuz (BRK) positiv aus. Etwas weniger als im vergangenen Jahr sind gekommen, meint Brauereichef Umberto von Beck-Peccoz. Da waren es 20.000 Besucherinnen und Besucher. Am meisten war beim Start am Vatertag los.
Auf geht's zum Kühbacher Brauereifest: Die schönsten Fotos vom Auftakt
Trotz bewölkter, eher regnerischer Witterung strömen die Menschen in Massen zum Auftakt des Brauereifestes ins Kühbacher Festzelt. Schom am Vormittag herrscht dort eine tolle Stimmung
Schon zum Bieranstich am Feiertag Christi Himmelfahrt herrschte beste Stimmung im Festzelt. Spätestens am Abend war dann klar: Das Wetter war den Feiernden ziemlich egal. Zur Musik der S.O.S Partyband wurde ausgelassen gefeiert, auf den Bierbänken getanzt und lautstark mitgesungen. Das Festzelt war zeitweise rappelvoll, auch Wein- und Weizenzelt platzten aus allen Nähten. Der neue Weizenbiergarten hatte es bei fast dauerhaftem Regen und kühlen Temperaturen dagegen eher schwer.
Die Bar muss zeitweise gesperrt werden
Vor allem rund um die Bar wurde es im Laufe des Abends immer enger. Mehrfach gab es Durchsagen, dass die Band erst weiterspielen könne, wenn sich der Andrang etwas auflöst. Gegen 22 Uhr wurde der Bereich schließlich gesperrt, um die Lage zu entschärfen.
Auch das "Bayrische Guinness" aus Maisach kam sehr gut an.Foto: Inge von Wenczowski
Andrang herrschte unterdessen auch in der „Räuber-Kneißl-Schenke“. Dort kam das dunkle Bier der Brauerei Maisach gut an, die inzwischen ebenfalls Teil der Brauereifamilie von Umberto von Beck-Peccoz ist. Besonders beliebt war die sogenannte Goaßnhalbe. Generell sei auch das Weißbier heuer noch stärker gefragt gewesen als in den Vorjahren, hieß es vom Veranstalter.
Die Stimmung spielt sich in Kühbach im Festzelt ab
Neben dem großen Festzelt gab es mehrere Außenbereiche. Wetterbedingt spielte sich ein Großteil der Stimmung aber im Zelt ab. „Die Eisheiligen haben uns mit voller Wucht getroffen“, sagte Umberto von Beck-Peccoz. Insgesamt zeigte er sich dennoch zufrieden. Besonders das Weinzelt sei am Vatertag außergewöhnlich gut angenommen worden.
Ausgelassene Partystimmung beim Kühbacher Brauereifest am Donnerstagabend
Das Brauereifest in Kühbach war am Abend des Vatertags bestens besucht. Zur Musik der S.O.S.-Partyband wurde ausgelassen gefeiert. Das gesamte Brauereigelände war proppenvoll.
Auch am Freitag blieb das Wetter unbeständig. Immer wieder gingen Regenschauer über Kühbach nieder, trotzdem füllten sich die Bierbänke schnell. DJ Bartho brachte die Stimmung früh in Gang, ehe die Partyrockband Sauwuid das Zelt endgültig zum Kochen brachte. Zwar war es auch am Freitag und Samstag noch sehr gut besucht, die extremen Besuchermassen vom Vatertag wurden aber nicht mehr ganz erreicht. Dafür blieb die Stimmung an beiden Tagen ausgelassen und friedlich.
Am Samstag lockte der Kindernachmittag trotz wechselhaften Wetters viele Familien aufs Festgelände. Hüpfburg, Schiffschaukel, Dosenwerfen und Kinderschminken kamen vor allem bei den jüngeren Gästen gut an, insgesamt fiel der Nachmittag wetterbedingt aber etwas kleiner aus als sonst.
Am Abend sorgte dann die Partyband Getthat! noch einmal für ausgelassene Stimmung im Festzelt.
Eine Regenpause am Kindernachmittag nutzen die jüngeren Besucher gleich zum Schiffschaukeln.Foto: Helene Monzer
Der Sonntag verlief traditionell etwas ruhiger. Nach dem Gottesdienst klang das Festwochenende gemütlich aus. Insgesamt zog Veranstalter Umberto von Beck-Peccoz eine positive Bilanz. Besonders wichtig sei ihm jedes Jahr, „dass nichts Größeres passiert, dass alles gut über die Bühne geht und die Leute Spaß haben und feiern können“. Für das kommende Jahr kündigte er bereits Anpassungen im Barbereich an.
BRK: 35 Einsätze auf dem Brauereifest
Auch bei den Einsatzkräften fiel das Fazit positiv aus. Mario Pettinger, Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), zeigte sich erleichtert, dass keine schwereren Zwischenfälle passiert seien. Insgesamt verzeichnete das BRK 35 Einsätze, davon allein 18 am Vatertag. Drei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die übrigen Einsätze bewegten sich überwiegend im Bereich kleinerer Schnittverletzungen oder Kreislaufprobleme. Ein schwererer Vorfall ereignete sich am Donnerstag, als sich ein Besucher massive Schnittverletzungen am Arm zuzog. Polizei und Rettungskräfte versorgten ihn, bevor er in die Uniklinik gebracht wurde.
Der Freitag gehört am Kühbacher Brauereifest traditionell der Jugend. Nach "DJ Bartho" heizte die Band "Sauwuid" dem vollen Zelt ordentlich ein. Die schönsten Bilder aus dem Zelt und vom Gelände.
Das BRK war an allen Tagen mit rund 15 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Einsatz, teilweise zusätzlich mit Notärztin. Ziel sei es, möglichst viele Fälle direkt vor Ort zu versorgen und damit Krankenhäuser und Rettungsdienst bestmöglich zu entlasten, erklärte Pettinger. Besonders hob er die Zusammenarbeit mit Polizei, Security und Veranstaltern hervor. „Das lief alles sehr gut Hand in Hand“, sagte er.
Polizei: Brauereifest verläuft insgesamt friedlich
Auch Polizeihauptkommissar Andreas Paule sprach insgesamt von einem friedlichen Verlauf. Erwartungsgemäß habe es die meisten Vorfälle am Vatertag gegeben, hauptsächlich kleinere verbale Streitigkeiten, die vor Ort geschlichtet werden konnten. Der Freitag und der Samstag seien dagegen „äußerst friedlich“ verlaufen. Zusammengenommen registrierte die Polizei sechs Körperverletzungsdelikte, dazu 18 Platzverweise sowie mehrere verbale Auseinandersetzungen. Insgesamt sei das Brauereifest aber „sehr gut besucht, fröhlich und überwiegend friedlich“ verlaufen.
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