Eine ganze Reihe von Instandhaltungsmaßnahmen plant die Heilig-Geist-Spitalstiftung in diesem Jahr. Unter anderem stehen in dem Aichacher Senioren- und Pflegeheim eine größere Aufzugreparatur sowie das Nachrüsten des Schließmechanismus‘ der Brandschutztüren an. In der Sitzung des Stiftungsausschusses des Stadtrats stellte Heimleiter Hans Eberle den Wirtschaftsplan vor. Die Sanierung der Spitalkirche ist voraussichtlich ab dem kommenden Jahr geplant.
Das Jahr 2026 ist im Spital von einigen Instandhaltungsmaßnahmen geprägt. Rund 30.000 Euro hat die Stiftung für die Erneuerung von Bodenbelägen in mehreren Bewohnerzimmern sowie im Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss eingeplant. In den Duschen werden die Fugen neu abgedichtet (5000 Euro). Verschiedene Malerarbeiten stehen an. Außerdem bekommen die Fensterläden im Altbau des Spitalgebäudes einen neuen Anstrich. Auch die Fassade des Spitalgebäudes am Stadtplatz wird geweißelt.
Kosten für Strom und Gas sind im Aichacher Spital mit 150.000 Euro weiterhin hoch
Im technischen Bereich ist eine größere Aufzugreparatur nötig (13.000 Euro). Für die Nachrüstung des Schließmechanismus‘ der Brandschutztüren sind 15.000 Euro vorgesehen. Bereits im Winter hatte eine größere Reparatur der Heizung stattgefunden. Weil die Heizkörper nicht gleichmäßig warm werden, müssten heuer die Leitungen gespült werden, informierte Eberle den Stiftungsausschuss.
Der größte Ausgabenfaktor bei den Investitionen ist mit rund 45.000 Euro die bereits im vergangenen Jahr geplante Erneuerung der drei Stationsküchen. Diese sind nach rund 30 Jahren entsprechend abgewirtschaftet. Eine Stromeinsparung von rund zehn Prozent, das entspricht rund 20.000 Kilowattstunden, brachte 2025 die Umstellung der Photovoltaikanlage auf dem Spitaldach auf Eigenverbrauch. Gegenüber dem Vorjahr seien die Kosten für Strom und Gas zwar gesunken, verharrten aber mit rund 150.000 Euro weiter auf einem hohen Niveau, so der Heimleiter.
3,6 Millionen Euro Personalkosten machen drei Viertel der Ausgaben aus
Mit etwa 3,6 Millionen Euro sind die Personalkosten der größte Posten bei den Ausgaben. Sie machen rund 72 Prozent der Gesamtausgaben aus. Finanziert wird das Senioren- und Pflegeheim vor allem durch die Heimkosten, die heuer mit knapp 4,2 Millionen Euro eingeplant sind.
Unverzichtbar für ein ausgeglichenes Ergebnis sind die Einnahmen aus dem Spitalforst. Rund 290 Hektar Wald gehören der Stiftung. Die Lage am Holzmarkt sei relativ stabil, berichtete Eberle. Für frisches Holz würden trotz niedriger Baukonjunktur sehr gute Preise bezahlt. Wegen des guten Holzpreises habe man deshalb zugeschlagen und in den ersten drei Monaten des Jahres schon den Einschlag für heuer gemacht, so der Heimleiter.
Heimleiter: „Die Stiftung steht momentan gut da. Es braucht uns nicht bange werden“
Die Vorarbeiten für die Renovierung der Spitalkirche gerieten im vergangenen Jahr ins Stocken. Neuen Schwung verspricht sich Eberle von der Aufnahme der Stadt Aichach in das Städtebauförderprogramm. Er hat die Renovierungsarbeiten ab 2027 im Finanzplan eingeplant. Ebenfalls für kommendes Jahr ist mit 368.000 Euro eine größere Tilgung von Darlehen vorgesehen. Das Fazit des Heimleiters: „Die Stiftung steht momentan gut da. Es braucht uns nicht bange werden für die Zukunft.“
Spende nach Auflösung Nach der Auflösung des Krankenunterstützungsvereins Aichach spendete der Verein 1500 Euro an die Spitalstiftung.
Aus dem Finanzausschuss Im wahrsten Sinne des Wortes nass rein ging es dem SC Oberbernbach. Bei der Generalinstandsetzung der Duschen im Sportheim entstanden aufgrund eines Wasserschadens im Mauerwerk rund 11.000 Euro Mehrkosten. Weil diese nicht vorhersehbar und fachtechnisch zu belegen waren, stimmte der Finanzausschuss dem Antrag des SCO zu, zusätzlich zu den bereits beschlossenen 4350 Euro für das Bauvorhaben auch die Mehrkosten mit 1100 Euro zu fördern.
Sozialpsychiatrischer Dienst der Caritas verzeichnete 2025 insgesamt 550 Klienten
Dem Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi) des Kreis-Caritasverbandes bewilligte der Ausschuss einen Zuschuss von 2500 Euro. Rund ein Drittel der insgesamt 553 Klienten kam im vergangenen Jahr aus dem Stadtgebiet. Das Einzugsgebiet des SpDi umfasst den ganzen Landkreis.
Die Stadt muss einige vom Landratsamt geforderte Bauabnahmen durchführen und befristete wasserrechtliche Genehmigungen neu beantragen. Die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel von 14.600 Euro werden dafür nicht ausreichen. Bereits jetzt seien knapp 18.000 Euro abgerufen worden, sagte Bauamtsleiterin Carola Küspert. Sie rechnete für heuer mit Kosten von rund 50.000 Euro, die über die Deckungsreserve abgedeckt sind. Der Ausschuss stimmte den überplanmäßigen Ausgaben zu.
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