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Petersdorf feiert mit Festgottesdienst und Weihe die restaurierte Fahne

Petersdorf

Restaurierte Fahne erhält den kirchlichen Segen

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    Bei einem Festgottesdienst im Freien erteilte Pfarrer Babu der restaurierten Fahne des Krieger- und Soldatenvereins Petersdorf den kirchlichen Segen.
    Bei einem Festgottesdienst im Freien erteilte Pfarrer Babu der restaurierten Fahne des Krieger- und Soldatenvereins Petersdorf den kirchlichen Segen. Foto: Johann Eibl

    Das zweite Wochenende im Monat August stand in Petersdorf ganz im Zeichen von gleich zwei großen Festen. Am Samstag luden die Feuerwehren von Petersdorf und Alsmoos zum Dorffest im Gemeindezentrum ein. Die dort aufgestellten Biertischgarnituren konnte man wenige Stunden später erneut nutzen. Dann wurde erst ein Festgottesdienst im Freien gefeiert, ehe Pfarrer Babu der restaurierten Fahne des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Petersdorf den kirchlichen Segen erteilte.

    Von einem „historischen Tag" war in der Einladung des Vereins die Rede. Das Wetter spielte an beiden Tagen in idealer Weise mit. Der Priester erinnerte daran, dass der KSV eigentlich bereits 2022 groß feiern wollte, doch damals machte die Corona-Pandemie diesen Plan zunichte. In seiner Predigt betonte er den Wert der Vereine für unser Zusammenleben: „Menschen zusammen zu bringen, ist wichtig für das Gemeindewohl. Wir können stolz sein, dass wir solche Vereine und Menschen unter uns haben." Während des Gottesdienstes wurde für die Opfer der beiden Weltkriege sowie die Verstorbenen des Vereins und seine Angehörigen gebetet.

    Restauriert wurde die Fahne des Krieger- und Soldatenvereins Petersdorf.
    Restauriert wurde die Fahne des Krieger- und Soldatenvereins Petersdorf. Foto: Johann Eibl

    Hans Mayr, der 1. Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins Petersdorf, erinnerte daran, dass „großzügige Spenden" es ermöglichten, die Fahne, die im Original über 100 Jahre alt ist, mit Hilfe einer Fachfirma wieder auf Vordermann zu bringen.

    Bürgermeister Dietrich Binder ging in seinem Grußwort auf die Geschichte des Vereins ein. Im Ersten Weltkrieg mussten 45 Soldaten aus der Gemeinde Dienst leisten, 13 kehrten nicht mehr zurück, ein weiterer verstarb zuhause. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren elf Tote und vier Vermisste zu beklagen, 54 Männer waren damals fern der Heimat gefordert. Binder blickte auch zurück auf den 5. Juni 1922, als die Fahne geweiht worden war. Als Ziele des Vereins nannte er den Erhalt des Friedens, das Gedenken an die Opfer und den Zusammenhalt. Nach der Rückkehr aus den Kriegen hätten die Soldaten die Gemeinschaft in diesem Verein gesucht, um sich über ihre schlimmen Erlebnisse auszutauschen.

    Gemeinde-Archiv in Petersdorf ist zu besichtigen

    Beim Totengedenken intonierte Gregor Plöckl das Lied vom „Guten Kameraden" auf der Trompete, ehe der offizielle Teil mit der Bayernhymne ausklang. Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, sich im Gemeindearchiv sowie im Sitzungssaal über die Geschichte dieser Gemeinde und des Krieger- und Soldatenvereins zu informieren. Dabei führten Altbürgermeister Josef Thrä und Angela Eichhorn, Mitglied des Gemeinderats, durch die Räume.

    Am Abend zuvor war der große Platz am Gemeindezentrum beim Dorffest der Feuerwehren von Alsmoos und Petersdorf ebenfalls voll besetzt. Josef Langenegger, Vorsitzender der Petersdorfer Wehr, erinnerte daran, dass es sich hier um eine Tradition seit drei Jahrzehnten handelt.

    Kommandant Stephan End verabschiedet

    Außerdem nutzte er die Gelegenheit, um das neue Kommandantentrio mit Bernhard Rebatz, Richard Eichner und Florian Steidle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Stephan End, zuvor als 1. Kommandant im Einsatz, wurde verabschiedet. Zu ihm sagte Bürgermeister Dietrich Binder: „Dein persönlicher Einsatz hat Leben gerettet." Josef Langenegger hatte die Verdienste des Ex-Kommandanten speziell bei der Zusammenführung der beiden Wehren herausgestellt.

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