Um psychische Erkrankungen dreht sich eine Ausstellung, die nun im Landratsamt in Aichach eröffnet wurde. Der Titel der Schau, die der Verein Mutmachleute präsentiert, lautet „Ein Wir ist stärker als ein Ich“.
Die von der Gesundheitsregion plus und dem Psychosozialen Dienst organisierte Ausstellung richtet sich laut Mitteilung an Menschen jeden Alters. Sie möchte sensibilisieren, aufklären und ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung psychischer Erkrankungen setzen, heißt es. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Diagnosen, sondern die Menschen selbst – mit ihren Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen.
In der Ausstellung kommen Betroffene selbst zu Wort
Landrat Klaus Metzger betonte bei der Eröffnung: „Psychische Erkrankungen können jeden Menschen treffen. Trotzdem sind sie noch immer von Vorurteilen behaftet.“ Weiter sagte er: „Diese Ausstellung setzt ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.“
Ein besonderes Merkmal der Schau ist ihr Ansatz, Betroffene selbst zu Wort kommen zu lassen, statt nur über sie zu sprechen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eigene Vorurteile zu hinterfragen und psychische Erkrankungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Gezeigt werden Fotografien, persönliche Schilderungen sowie Informationsmaterialien, die Einblicke in die Vielfalt psychischer Gesundheit geben.
Ein Quiz zu psychischen Erkrankungen soll Wissen vermitteln
Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung: An eigens eingerichteten Stationen können Bürgerinnen und Bürger anonyme Ermutigungsbotschaften für betroffene Personen der Tagesstätte Caritas Aichach-Friedberg oder der Diakonie Mering verfassen.
Ergänzend dazu hat eine Studentengruppe der Universität Augsburg im Rahmen eines Projektseminars ein Quiz entwickelt. Dieses soll Wissen vermitteln und zum Nachdenken anregen. Unterstützt wurde die Organisation der Ausstellung vom Verein kennen und verstehen e.V. (AZ)
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist bis 6. Februar im Landratsamt Aichach-Friedberg sowie vom 16. März bis 29. März im I-Tüpferl in Steindorf, Schulstraße 18, während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.
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