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Fußball-Landesliga

09.05.2015

Affing steht vor einem Umbruch

Manuel Steinherr (links) hat bei der Partie in Durach eine Rote Karte kassiert und wird daher nicht gegen Illertissen antreten. Er gehört aber zu den wenigen, die bereits entschieden haben, in Affing zu bleiben.
Bild: Reinhold Rummel

Aufgrund des sicheren Abstiegs wird sich das Gesicht des Kaders wohl verändern. Laut Abteilungsleiter Lindermeier zögern viele Spieler, sich klar zu äußern.

Robert Lindermeier hat zurzeit viel zu tun. Am Sonntag empfangen die Fußballer des FC Affing zu Hause die Reservemannschaft des FV Illertissen (Anstoß 15 Uhr). Der Abteilungsleiter Fußball hat aber in der vergangenen Woche kaum an das Spiel gedacht, sagt er.

Zum Ende der Saison hin müssen sich viele Fußballer entscheiden, ob sie ihrem Team die Treue halten oder in Zukunft für einen anderen Verein auflaufen. Das ist auch im Amateurbereich so. Lindermeier hat jedoch ein Problem. Es steht so gut wie fest, dass die erste Mannschaft aus der Landesliga absteigt. Affing müsste die letzten drei Spiele in dieser Saison gewinnen und bräuchte zusätzlich die Schützenhilfe anderer Vereine. Lindermeier sagt selbst, dass der Klassenerhalt nicht mehr wahrscheinlich ist. „Da muss man kein Prophet sein.“

Das macht den Verein für die Spieler nicht reizvoller. Laut dem Fußballchef bleibt ein eindeutiges Bekenntnis daher bei vielen aus. „Der eine wartet auf den anderen“, sagt der 51-Jährige. Bisher steht wohl nur fest, dass ein kleiner Kreis von Spielern, die aus der Umgebung stammen, bleiben will. Dazu zählen Angelo Jakob, Marco Lechner, Manuel Steinherr und Andreas Näßl. „Die Einheimischen sind vorangegangen“, sagt Lindermeier.

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Ein paar Spieler wollen zudem ganz aufhören, Fußball zu spielen. Daniel Söllner sieht sich in Zukunft aufgrund einer Weiterbildung zu sehr eingespannt. Laut Lindermeier steht auch bei Torwart Florian Riegel ein Karriereende im Raum. Ansonsten muss Lindermeier wohl in der kommenden Zeit noch viele Gespräche führen. „Wir sind relativ spät unterwegs aufgrund der sportlichen Situation“, sagt er. Lange hatte die Vereinsführung den Plan, zum Ende der Saison wenigstens auf einem Relegationsplatz zu landen. Spätestens mit der bitteren 3:1-Niederlage gegen den Tabellennachbarn VfB Durach zerschlug sich diese Hoffnung endgültig. Da nicht klar ist, wer nun in der Mannschaft bleibt, fällt es Lindermeier schwer, nach Neuzugängen Ausschau zu halten.

Zum Ende der vergangenen Saison erlebte die erste Mannschaft nach dem Abstieg aus der Bayernliga ebenfalls einen großen Umbruch. Lindermeier war zu diesem Zeitpunkt Trainer der zweiten und daher nicht beteiligt.

Immerhin hat der 51-Jährige mit Alexander Dürr bereits einen neuen Trainer für die erste Mannschaft engagiert. Antonio Cuevas will zudem die Reserve weiter leiten. „Auf der Führungsebene haben wir Klarheit geschaffen“, sagt Lindermeier.

Ungewiss ist nur, wie es mit Enzo Sarcone weitergeht. Der 30-Jährige hatte nach dem Rücktritt von Marco Küntzel das Traineramt vor Kurzem interimsmäßig übernommen. „Ich könnte mir vorstellen, dass er Alex Dürr wieder als Co-Trainer zur Seite steht“, sagt Lindermeier. Das sei jedoch noch unklar. Sarcone sei beruflich sehr eingespannt. Eine endgültige Entscheidung falle unter Umständen erst in der Sommerpause.

Gegen Illertissen muss der Interimstrainer am Sonntag jedenfalls auf einige Spieler verzichten. Marco Lechner und Manuel Steinherr haben bei der Partie in Durach eine Rote Karte bekommen und sind daher noch gesperrt. Dominic Wünsch, Andreas Näßl, Daniel Söllner und Alexander Thiel sind krank beziehungsweise verletzt oder zumindest angeschlagen.

Lindermeier hofft dennoch, den ein oder anderen Spieler für die zweite Mannschaft abstellen zu können, die zeitgleich in Griesbeckerzell antritt. Auch die Reserve ist in der Kreisliga Ost vom Abstieg bedroht, hat aber noch eine reelle Chance, den Klassenerhalt zu schaffen.

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