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Handball

30.11.2015

Aichach findet Lücken in der Abwehr

Eine starke Vorstellung lieferte Timo Stubner (am Ball) ab. Wiederholt stellte der beste Torschütze des TSV Aichach die gegnerische Verteidigung vor Probleme. Letztlich siegten Stubner und seine Mannschaftskollegen gegen den VfL Günzburg 2 deutlich.
Bild: Michael Eberle

Gegen die Landesligareserve des VfL Günzburg liefert der Bezirksoberligist eine ordentliche Leistung ab. Ein Spieler kehrt nach wochenlanger Pause ins Team zurück.

Es sieht ganz danach aus, als könnten die Handballer des TSV Aichach mit einem ausgeglichenen Punktekonto in die rund vierwöchige Winterpause gehen. Nach dem 29:20-Heimsieg gegen die Landesligareserve des VfL Günzburg hat die Mannschaft von Trainer Christopher Wolf in der Bezirksoberliga 9:9 Zähler auf dem Konto. Zwei Partien stehen vor der weihnachtlichen Unterbrechung noch an: zunächst in Gundelfingen, danach gegen Aufsteiger Mering. Gerade die Begegnung mit dem Landkreisnachbarn gilt als lösbar.

Gegen die Günzburger mussten die Aichacher keine Glanzleistung abliefern, die Gäste gingen während des Spiels nie in Führung, dreimal verzeichneten sie in der Startphase einen Gleichstand. Mit Sebastian Schüller und Steve Rennert, ihren besten Torschützen, verfügten sie über zwei starke Kräfte, der Rest des Teams ist eher dem Mittelmaß zuzuordnen. Dieser Aufsteiger muss um den Erhalt der BOL bangen, nicht allein wegen der Bilanz von 4:14 Punkten. Die Vorstellung in Aichach offenbarte vielmehr Defizite, die dem TSV Aichach das Siegen deutlich erleichterten. Die Gäste zeigten auch nicht übereifrigen Einsatz, den ihre Tabellensituation vermuten ließ. Ihre erste Zeitstrafe kassierten sie nach knapp 41 Minuten.

Die Machtverhältnisse wurden sogleich sichtbar, als die Aichacher in Unterzahl zwei Tore hintereinander erzielten. Der Gastgeber spielt seine Treffer nicht selten mit einstudierten Kombinationen heraus. Besonders beeindruckend war es, wie das letzte Tor im ersten Spielabschnitt zustande kam: Nico Lehmann führte einen Einwurf von der linken Seite aus, Timo Stubner verwertete das Zuspiel direkt aus der Luft. Der sogenannte „Kempa-Trick“ hat nichts von seiner Attraktivität verloren. Und im Tor überzeugte wieder einmal mehr Stefan Walther.

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„Ich bin zufrieden, weil es eine geschlossene Mannschaftsleistung war“, erklärte Trainer Wolf. „Die Abwehr war gut gestanden, 20 Gegentore sind in Ordnung. Wir haben eine gute Leistung gebracht.“ Oliver Huber, der bei einem Siebenmeter lässig, fast arrogant, den Ball über den Kasten hob, wurde von Wolf besonders gelobt: „Er hat sich im Training am Finger verletzt, heute hat er auf die Zähne gebissen.“

Gefallen hat ihm auch Johannes Lang, eigentlich in der zweiten Mannschaft beheimatet, der mehr Spielanteile als erwartet erhielt. Konstantin Schön konnte aufgrund seiner Schulterschmerzen nur zuschauen, dagegen griff Alexander Bahn nach wochenlanger Pause erstmals wieder ein. Fehlende Spielpraxis war unübersehbar, es dauerte, ehe der Linkshänder sich der früheren Klasse näherte. Timo Stubner glückten neben dem Kempa-Tor weitere wunderschöne Treffer aus verschiedenen Positionen. Hätte der Polizist jedes Mal Zeit für den Handball, stünde sein Team wohl einige Stufen höher in der Tabelle.

Aichach Walther (TW), Wonnenberg (TW), Kügle (3), Oliver Huber (4/2), Lenz (3), Stubner (6), Braun (1), Bauer (4/1), Bahn (4), Lehmann (1), Schilberth (2), Lang (1)

Günzburg II Frey, Ziegler, Rollig (1), Kögl, N. Schmid, M. Förg (1), S. Schüller (6/2), J. Schüller (1), M. Schmid, Märkl (1), Rennert (7/3), G. Förg (1), Röllig, Konopa (2)

Siebenmeter 5:7 Zeitstrafen 6:3 Rote Karte Braun (Aichach/43:51/dritte Zeitstrafe) Schiedsrichter Haas (Kissinger SC) und Tappert (TSV Friedberg) Zuschauer 100.

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