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Handball-Landesliga

07.11.2017

Aichach kommt nicht hinterher

Ein gewohntes Bild in der bisherigen Landesligasaison: Die Aichacher Handballerinnen rennen meist ihren Gegenspielerinnen (rechts Iva Vlahnic gegen die Gundelfingerin Sarah Haselmeier) nur hinterher. In Taufkirchen gab es nun die höchste Pleite der Spielzeit.
Bild: Karl Aumiller

In Taufkirchen kassieren die TSV-Frauen die siebte Niederlage im siebten Spiel und gleichzeitig die höchste Saisonniederlage. Debakel in Halbzeit zwei.

So schlimm wie diesmal hat es die Handballerinnen des TSV Aichach in der Landesliga-Saison 2017/18 noch nicht erwischt. Beim SV-DJK Taufkirchen unterlagen sie mit 16:41 Toren. Dabei sah es im ersten Durchgang noch danach aus, als könnte der Aufsteiger aus dem Wittelsbacher Land einigermaßen mithalten. Der 11:17-Rückstand bewegte sich im Rahmen der Erwartungen. Halbzeit zwei ging freilich mit 24:5 Toren an Taufkirchen, ein echtes Debakel.

Die Gastgeberinnen konnten zwar die stolze Zahl von 41 Treffern bejubeln, doch keine einzige Spielerin kam auf mehr als sechs persönliche Erfolgserlebnisse. Dass die Aichacherinnen nur zwei von fünf Siebenmetern nutzen konnten, das fiel am Ende nicht mehr sonderlich ins Gewicht. Für ihr erstes Tor, das zum 6:1 führte, brauchten sie 7:46 Minuten. Und den letzten Treffer erzielten sie nach 51:39 Minuten. Somit folgten bis zum Ende über acht torlose Minuten.

Für Trainer Martin Fischer war’s „eine ganz, ganz bittere Niederlage, vor allem auch in der Dimension“. Das Team, das am südlichen Rand von München zu Hause ist, überraschte mit einer sehr offensiven Deckung. Fischer: „Am Anfang haben wir richtige Probleme gehabt.“ Er versuchte, während einer von ihm beantragten Unterbrechung (Time-out) seine Spielerinnen darauf einzustellen. Dieses Vorhaben klappte auch einigermaßen bis in die zweite Halbzeit hinein.

Bei einem Zwischenstand von 19:14 sah Fischer den letzten Hoffnungsschimmer auf ein Resultat in einem erträglichen Rahmen. Doch von nun an ging’s bergab. Das Team des TSV Aichach kassierte vier schnelle Kontertore und leistete sich in der Offensive viele Fehler. So wurde aus einem Abstand von fünf Treffern eine doppelt so große Distanz. „Die haben ihre Kontermaschine angeworfen“, kommentierte der Gästecoach die Spielweise von Taufkirchen: „Das ist dann auch für eine Torfrau kein Vergnügen mehr. Die letzten 20 Minuten waren bitter und auch enttäuschend.“

Warum müssen die Aichacher Handballerinnen beinahe von Woche zu Woche zur Kenntnis nehmen, dass die Landesliga für sie zu hoch ist? Martin Fischer nennt Gründe für die Niederlagenserie: „Wir sind in Zweikämpfen zu brav, das ist der eklatante Unterschied. Der Gegner übt körperliche Präsenz aus. Unter Druck, die richtige Entscheidung zu treffen, das fällt uns schwer.“

SV-DJK Taufkirchen Giulia Gaigl, Lara Benecke, Antonia Bußjäger (1), Franziska Gmeiner (4), Alina Kunder (3), Stefanie Neuber (2), Sophie Geray (4), Melanie Johanssen (6/1), Alina Benecke (1), Lisa Cesinger (4), Andrea Stadler (2), Amelia Geray (5), Alina Sungur (6), Lucia Rau (3).

TSV Aichach Silke Arnold, Selina Zimmermann, Iris Kronthaler (4), Annabel Weiß, Verena Merker (1), Johanna Fackler (2), Lina Schrempel, Ramona Bscheider (1), Lina Mahl (1), Bettina Bölk, Marleen Bscheider (1), Iva Vlahinic (3), Katrin Storr (1), Lara Leis (2).

Siebenmeter 1:5 Zeitstrafen 6:4.

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