Handball-Bezirksoberliga

14.04.2019

Aichach verpasst Sensation

Ganz nah dran an einer faustdicken Überraschung waren die Aichacher Handballer um Torhüter Masin Chikh beim abschließenden Saisonspiel beim TSV Göggingen.
Bild: Hans Eberle

Bei der Niederlage in Göggingen liegen die TSV-Männer kurz vor Schluss in Front. Torhüter erlebt zwei Premieren.

Es hätte gar nicht viel gefehlt und den Handballern des TSV Aichach wäre zum Finale der Bezirksoberliga noch eine Sensation gelungen. Kurz vor Schluss führten sie in Göggingen mit 25:24 Toren. Doch dann setzten sich die Gastgeber doch noch mit 28:26 durch. Was ebenfalls beachtlich war: Beide Halbzeiten endeten mit 14:13. Für den Titelkampf war das Resultat nicht mehr von Bedeutung. Denn gleichzeitig gewann Gundelfingen erwartungsgemäß in Gersthofen beim Schlusslicht und Absteiger mit 31:21, wurde Meister und steigt in die Landesliga auf.

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Dass das Aichacher Team den Göggingern beinahe ein Schnippchen schlug, war umso bemerkenswerter, weil ihre Personaldecke noch einmal dünn war. Ein Quartett musste vorher in der „Zweiten“ aufhelfen, die in Mering mit 19:31 verlor. Ob das Team zwei nun aus der Bezirksliga absteigen muss, ist noch ungeklärt.

Stefan Walther trifft und fliegt vom Platz

Göggingen hatte während des Spiels dauernd Kontakt nach Gersthofen, was sich aber laut Manfred Szierbeck, dem Aichacher Trainer, nicht auf das Niveau der Begegnung auswirkte: „War eine supertolle BOL-Partie. Ich war sehr angetan von meinen Leuten, es hat wunderbar geklappt, auch in der Abwehr. Die letzten drei Minuten waren entscheidend.“ Da nutzten die Hausherren ihre Überzahl aus. Szierbeck fasste zusammen: „Wir hätten auch punkten können. Für mich waren wir eigentlich das bessere Team.“ Aichach profitierte davon, dass Torjäger Patrick Schupp, der im Schnitt auf 7,5 Treffer pro Einsatz gekommen ist, diesmal krank fehlte.

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Alle Aichacher Feldspieler kamen diesmal zu Treffern und mit Stefan Walther auch noch ein Torhüter, was in dieser Sportart höchst selten vorkommt. Aber Walther durfte sich wieder einmal wie angekündigt auch außerhalb seines Kastens versuchen und traf erstmalig in dieser Klasse auf Zuspiel von Lorenz Hartl. Dann erlebte er noch eine zweite Premiere. Am Ende rückte der etatmäßige Keeper, der die erste Viertelstunde zwischen den Pfosten verbrachte, noch auf andere Weise ins Blickfeld. Er wurde mit der Roten Karte ausgeschlossen; weil die Disqualifikation nach der dritten Zeitstrafe ausgesprochen wurde, hat sie keine weiteren Konsequenzen. „Hat ihm trotzdem Spaß gemacht“, versicherte Szierbeck.

TSV Aichach Chikh, Walther (1), Kügle (1), Sebastian Lenz (1), Triltsch (3), Stubner (3), Braun (1), Bauer (4/4), Breitsameter (3), Johannes Euba (2), Hartl (3), Geisreither (1), Christoph Huber (3).

Schiedsrichter Hahn und Schmidbauer (beide BHC Königsbrunn) Siebenmeter 4:4 Zeitstrafen 4:8 Disqualifikation Walther (Aichach/57:15/dritte Zeitstrafe).

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