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Handball-Bezirksoberliga

27.01.2019

Aichacher Männer können doch noch gewinnen

Mit aller Macht wollten die Aichacher Handballer (hier Sebastian Leopold beim Wurf) das Kellerduell gegen den TSV Niederraunau gewinnen. Das gelang dem Team von Trainer Manfred Szierbeck auch souverän. Die Gäste waren allerdings auch mit dem letzten Aufgebot in die Paarstadt gekommen.
Bild: Melanie Nießl

Nach dem klaren Heimerfolg gegen Niederraunau hofft Trainer Manfred Szierbeck im Abstiegskampf noch auf weitere sechs Siege in dieser Rückrunde.

Wie schreibt man eigentlich das Wort Sieg? Selbst Erstklässler sollten damit keinerlei Probleme haben. Anders sah es zuletzt bei den Handballern des TSV Aichach in der Bezirksoberliga aus. Seit dem 26:21 über Ichenhausen am 20. Oktober hatten sie gleich siebenmal in Serie verloren. Es war somit höchste Zeit, um endlich mal wieder etwas für das Punktekonto zu tun. Mit einem 41:26 über den TSV Niederraunau II gelang das auch mühelos.

Bemerkenswert an dieser Partie waren mehrere Themen. Es waren die gleichen Schiedsrichter am Werk, wie zuvor bei den Frauen und in beiden Fällen kamen jeweils 67 Treffer zustande. Dass Niederraunau nur einen Minikader aufbot, war gleichfalls ungewöhnlich, aber keineswegs überraschend. Das Schlusslicht leidet erheblich unter Spielermangel, sodass ganze acht Handballer sich den Aichachern entgegenstellten. Die Nummer acht war Bernd Maisch, der sich als Spielertrainer nur kurz einwechselte. Die Gäste verdienten Respekt, denn in dieser aussichtslosen personellen Lage leisteten sie einen Widerstand, der mehr als ordentlich war. Ralf Clemente zeigte seine zwei Gesichter. So mancher seiner wuchtigen Würfe verpasste sein Ziel, mit zehn Treffern kam er gleichwohl auf eine sehenswerte Ausbeute. Angesichts der klaren Überlegenheit verzichtete Aichachs Trainer Manfred Szierbeck darauf, ihn in Manndeckung zu nehmen.

Für den siegreichen Coach war’s ein erster kleiner Schritt, dann machte er seine Rechnung im Abstiegskampf auf: „Wir brauchen noch sechs Siege.“ Acht Zähler hat sein Team bisher gesammelt, 20 werden seiner Ansicht nach nötig sein, um die BOL zu halten, aus der sich wohl zwei Teams nach unten verabschieden werden: „Es ist nicht alles super, aber wir sind auf einem guten Weg.“ Dass dabei Hindernisse von ganz anderer Dimension warten, steht für ihn außer Frage. Am Ende versuchte es Szierbeck mit zwei Kreisläufern: „Da haben wir ein bisschen was von der WM abgeschaut.“ Worauf in der Vorbereitung auf den Start in die Rückrunde großer Wert gelegt wurde, das konnte man gegen Niederraunau sehen. „Wir haben versucht, Tempospiel aufzuziehen“, so Szierbeck, der aber jetzt nicht daran denkt, irgendwie abzuheben: „Das ist noch fragil.“

Im Tor stand von einem Siebenmeter abgesehen Masin Chikh, der „seine Sache sehr gut machte“, wie der Coach urteilte. Stefan Walther machte die Verletzung der Patellasehne im rechten Knie zu schaffen. Stefan Breitsameter wurde von Szierbeck ebenso namentlich herausgestellt wie Christoph Huber, der zuletzt drei Wochen in Ostasien weilte. Gregor Triltsch wird man in den nächsten Wochen sicher noch dringend brauchen, diesmal übernahm er phasenweise lediglich eine Nebenrolle, überzeugte aber mit klugen Anspielen, die einige Treffer zur Folge hatten. Manfred Szierbeck lobte daneben sein Verhalten in der Rückwärtsbewegung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit leisteten sich die Aichacher eine Schwächephase, die von den Gästen prompt zu mehreren Treffern genutzt wurden. Da hatte man unwillkürlich das Gefühl, als ob die Hausherren nun gleich zwei Gänge runterschalten wollten. Nach wenigen Minuten aber bauten sie ihr Toreplus wieder kontinuierlich aus.

TSV Aichach Chikh, Walther, Leopold (1), Kügle (4), Lenz (4), Triltsch (1), Dachser (3), Braun (2), Bauer (10), Oliver Huber (5), Breitsameter (4), Hartl (3), Geisreither, Christoph Huber (4).

Schiedsrichter Dullinger (Trudering) und Spoerk (Burghausen) Siebenmeter 0:2 Zeitstrafen 4:2 Zuschauer 180.

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