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Ringen-Landesliga

01.12.2019

Aichacher Ringer vergeben Aufstiegschance

Es sieht so aus, als könnte es der Aichacher Ringer Felix Boussad (oben) nicht glauben: Weil die Aichacher mit ihm und Sebastian Ziegler zwei übergewichtige Ringer in den Kampf gegen Traunstein schickten, war der Kampf von Beginn an verloren. Da half alle Willenskraft nichts mehr.

TSV-Staffel verliert Kampf bei Spitzenreiter Traunstein zu Null, weil sie zwei übergewichtige Ringer auf die Matte schickt. Dennoch gibt es packende Duelle.

Die Aichacher Ringer haben beim Spitzenreiter der Landesliga Süd, TV Traunstein, mit 12:38 verloren. Nach Kämpfen. Doch da die Aichacher Staffel einen Ringer zu viel mit Übergewicht aufgestellt hatte, wurde das Ergebnis mit 56:0 für Traunstein gewertet. Traunstein ist damit der Aufstieg nach derzeitigem Stand der Ligenvorgaben sicher. Aichach blickt trotz der Niederlage zuversichtlich auf den letzten Kampf der Saison nächste Woche gegen Au.

57 Kilo: Julian Bräuer musste verletzungsbedingt eine Woche pausieren, weshalb Daniel Flemmer im Greco vier Gesamtpunkte für Traunstein einheimste. Im Freistil tat sich Obaidullah Besmella spielend leicht, gegen diesen eine technische Überlegenheit herbeizuführen. Er hatte dabei Gelegenheit, eher seltene Griffe wie Armklammerdreher und Einsteiger zu testen.

Durchdreher bis zum Ende

130 Kilo: Aichachs Abteilungsleiter Matthäus Gschwendtner konnte gegen den Siegringer Zoltan Keri nicht bestehen. Nach einer Bodenlage im Greco folgten mehrere Durchdreher bis zum vorzeitigen Ende wegen Punktedifferenz zugunsten Keris. Im Freistil lief es besser gegen Igor Dereszewski. Gschwendtner hätte eventuell lediglich einen kleine Punktedifferenz wegen eines Beinfegers über die Zeit bringen können, wenn er nicht in der zweiten Halbzeit in eine Schleuder auf Schulter gelaufen wäre.

Aichacher Ringer vergeben Aufstiegschance

61 Kilo: Eine Gewichtsklasse weiter oben war Obaidullah Besmella auf Revanche gegen Yusuf Mohamed Raiskhel aus. In der Hinrunde verlor Besmella nach Punkten und verletzte sich so stark, dass der den zweiten Kampf aufgeben musste. Auch diesmal musste sich Besmella ärgern. Mit 7:7-Gleichstand ging der Sieg nach Traunstein, da der Aichacher weniger hohe Wertungen machte. Die Punkte für die Kopfseitenwechsel hätten aber oftmals anders gewertet werden können, weshalb Besmella unter anderen Umständen genausogut als Sieger hätte gelten können.

Nachwuchstrainer schlägt sich gut

98 Kilo: Aichachs Nachwuchstrainer Dawid Walecki schlug sich sehr gut gegen Igor Dereszewski im Freistil. Nachdem jeder einmal in der Bodenlage landete, konnte Walecki sich nicht aus einer Kopfklammer befreien und hatte einen großen Rückstand aufzuholen. Mit einem Beinangriffkonter und Rausschieber rückte er zwar wieder heran, aber nicht vorbei, sodass es zu einer kleinen Punktniederlage kam. Im Greco war Walecki körperlich dem Punktegaranten Zoltan Keri unterlegen. Keri war trotz seines hühnenhaften Erscheinens flink an des Aichachers Hüfte, wo Walecki die Situation mit einer Übertragewurf noch halbwegs retten konnte. Kurz darauf gab es für Walecki aber kein Entrinnen mehr aus dem Durchdreher bis zur technischen Unterlegenheit.

66 Kilo: Felix Boussad gewann gegen Ben Wittenzellner mit Durchhaltevermögen und Willenskraft im Greco, obwohl die Punkte wegen Übergewichts sowieso nach Traunstein gingen. Boussad musste sich vor den Kopfzügen Wittenzellners vorsehen, doch mit einem Übersteiger aus der Bodenlage wendete sich das Blatt. Von da an ging es mit einer Kopfrolle, zwei Suplessen mit Saitiev-Vorbereitung und Hüftangriff wieder in Führung bis zum Ende der Kampfzeit. Im Freistil war Boussad gegen den noch frischen Tobias Einsiedler bereits von Anfang an am Ende seiner Kräfte. Die technische Niederlage ließ nicht lange auf sich warten: zwei Minuten.

Punkte sowieso verloren

86 Kilo: Sebastian Ziegler wurde von Samet Demircan in beiden Stilarten hauptsächlich durch Standbeinbelastung in die Knie gezwungen und gab in der Folge jeweils zu viele Punkte im Boden ab. Da Ziegler ebenfalls übergewichtig war, wären die Punkte ohnehin weg gewesen.

75 Kilo: Aichachs Moritz Oberhauser konnte Andreas Dik in beiden Stilarten überrumpeln und für ein schnelles Kampfende durch Tusch sorgen. Im Freistil fasste Oberhauser nach einem Achselwurf zum Kopf um und fesselte ihn auf der Matte. Im Greco ließ er Dik aus der Schleuder nicht mehr aus und presste ihn auf die Schultern. (mofi)

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