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Handball-Bezirksoberliga

01.12.2018

Aichacher Sorgen reißen nicht ab

Annabel Weiß (rotes Trikot) zog sich vergangene Woche einen Kreuzbandriss zu und wird Aichachs Handballfrauen lange Zeit fehlen.

Bei Frauen und Männern fallen am Samstag wichtige Spieler aus. Annabel Weiß fehlt länger

Dreimal noch kämpfen die Handballerinnen und Handballer des TSV Aichach im Dezember um Punkte in ihren Bezirksoberligen. Los geht’s an diesem Samstag mit einer Heimdublette. Das heißt: Um 17.15 Uhr kommt der TSV Göggingen zu den Frauen und zwei Stunden später das Team zwei des TSV Friedberg zu den Männern.

Dass nach vier Niederlagen in Serie die Lage in der Tabelle ungemütlich geworden ist, das steht außer Frage. Zunächst sah es so aus, als würden die personellen Sorgen ein wenig geringer werden. Doch unter der Woche zeigte sich, dass davon kaum die Rede sein kann. Philipp Dachser steht aus privaten Gründen nicht zur Verfügung und bei Lorenz Hartl ist das lädierte Sprunggelenk geschwollen, keine gute Basis für ein Punktspiel. Timo Stubner hat diesmal Zeit für den Sport. Und Thomas Bauer könnte im linken Rückraum Konstantin Schön vertreten. Gegen Bauer wurden letzte Saison insgesamt elf Zeitstrafen verhängt, kein ungewöhnlich hoher Wert. Rot sah er nie. Gut möglich, dass diese Bilanz dazu beigetragen hat, dass er nach der Disqualifikation in Schwabmünchen nur einmal passen musste. Aichachs Trainer Manfred Szierbeck spricht von einem Schlüsselspiel, weil die sportliche Lage bei den zwei Teams sich ähnlich darstellt. Die Friedberger „Zweite“, die auf Hilfe von der „Ersten“, der „Dritten“ und von der eigenen Jugend hoffen darf, ist gut in die Runde gestartet, doch aus den letzten vier Begegnungen sprang nur noch ein Pünktchen raus. Dieser Abwärtstrend kostete Trainer Gerald Schwarz den Job. Meistens ist es so, dass ein neuer Coach einen Aufschwung einläutet, nicht unbedingt auf Dauer zwar, sondern vielmehr auf kurze Sicht.

Am Dienstag haben die Aichacher im Training die aktuelle Situation besprochen. Jammern hilft nichts: So lautete eine Devise, die auf allgemeine Zustimmung stieß. Szierbeck erteilt seinen Leuten den Rat, sie sollten nicht bereit sein, die Rückschläge zu sehr in ihre Psyche sich reinfressen zu lassen: „Zu viel grübeln – da verkrampft man nur.“ Und sollte das Landkreisderby negativ enden, dann gilt für den Aichacher Trainer die Losung: „Die Saison ist noch sehr lange.“ 13 Spieltage stehen danach noch an.

Niederlagen haben immer einen bitteren Beigeschmack. Noch viel schmerzhafter aber wirken sie, wenn schwere Verletzungen damit verbunden sind. Vor knapp zwei Wochen erwischte es in Schwabmünchen nicht nur Konstantin Schön mit einem Kreuzbandriss, sondern auch noch Annabel Weiß. An Handball ist in beiden Fällen wohl erst wieder im kommenden Sommer zu denken.

Nachdem die Aichacherinnen vor zwei Wochen erstmals in dieser Saison der Bezirksoberliga ohne Erfolg blieben, wird man nun am Samstag zu Hause gegen den TSV Göggingen sehen, inwieweit die Mannschaft den Schlag verkraftet hat. „Das ist ein Heimspiel, das müssen wir gewinnen, ganz klar.“ So lautet die Vorgabe von Trainer Martin Fischer: „Ich rechne mit einem starken Gegner, aber wir wollen in die Erfolgsspur zurückkehren.“ Allerdings sieht es personell derzeit nicht ideal aus. Am Donnerstag letzter Woche kamen lediglich zwei Torfrauen und zwei Feldspielerinnen zum Training. An so einen kleinen Kreis vermag sich Fischer in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht zu erinnern. Göggingen hat nach sechs Auftritten ein Torverhältnis von 146:146, zuletzt ging das Heimspiel gegen TSG Augsburg ebenso verloren wie die Partie in Wertingen.

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