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Handball-Bezirksoberliga

21.10.2019

Aichacherinnen bejubeln Krimi-Sieg

Groß war der Jubel bei den Aichacher Handballerinnen nach dem 29:28-Erfolg über den Landesligaabsteiger TV Gundelfingen. Ganz besonderen Grund zur Freude hatte Iva Vlahinic.
Bild: Melanie Nießl

Gundelfingen macht den Spielerinnen des TSV das Siegen ungemein schwer. Warum Trainer Martin Fischer in den Schlussminuten die Partie unterbrechen lässt

Iva Vlahinic warf den Ball in Richtung Hallendecke, als die Schlusssirene zu hören war. Auf diese Weise brachte sie die Erleichterung über den 29:28-Heimsieg des TSV Aichach in der Bezirksoberliga gegen den TV Gundelfingen zum Ausdruck, der lange am seidenen Faden hing. Vlahinic hatte noch mehr Gründe für diese ungewöhnliche Reaktion. Am Samstag kehrte sie nach ihrer langen Verletzungspause ins Team eins zurück, und dieser zweifache Punktegewinn war die ideale Basis für eine Fete, mit der sie zusammen mit der Mannschaft in ihren Geburtstag hineinfeierte. Lena Pertler dagegen, die Keeperin der Gäste, hatte Tränen in den Augen und musste von ihren Mitspielerinnen getröstet werden.

Sekunden zuvor hatte Marleen Bscheider, soeben nach einer Zeitstrafe aufs Parkett zurückgekehrt, den 29. und letzten Treffer der Aichacherinnen erzielt. Gundelfingen verkürzte per Siebenmeter. Nun waren nur noch sieben Sekunden zu absolvieren. TSV-Trainer Martin Fischer nahm eine Auszeit und machte seiner Truppe klar, dass man keinesfalls das Risiko eingehen dürfe, mit einem Ballverlust den Gästen ein Remis zu ermöglichen. In dieser Szene ließ sich das TSV-Team die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Nun steht es mit 6:0 Punkten auf Rang zwei der BOL.

Handball-Bezirksoberliga: Bemerkenswerte Zwischenfälle

Zwei Zwischenfälle waren bemerkenswert. Da kam es zu einer längeren Unterbrechung, weil vorübergehend nicht klar war, wie viele Spielerinnen des TVG in nächster Zeit mitwirken durften. Hier war die Abstimmung der Schiedsrichter mit den Zeitnehmern nicht ideal. Und dann war nach exakt 55 Minuten die Sirene zu hören – und das bei einem Aichacher Angriff. Die Uhr war offensichtlich so eingestellt worden, dass die zweite Halbzeit bereits nach 25 und nicht erst nach 30 Minuten beendet werden sollte.

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Laut Fischer hatte man einen Gegner „auf absolutem Augenmaß“ bezwungen. Dann kam er auf das Niveau des Duells zu sprechen: „Das Spiel war phasenweise gut, phasenweise ein bisschen hektisch. Wir waren oft am Drücker, um uns abzusetzen.“ Aber Gundelfingen habe sich in diesen Situationen stets im Aufwind gezeigt. „Wir haben den Willen gehabt“, nannte der Coach den vielleicht wichtigsten Grund für den Erfolg. Dann sprach er ein Thema an, das beinahe der Anlass für einen Punktverlust geworden wäre: „Dass wir 28 Gegentore zugelassen haben, damit haben wir uns das Leben nicht zu einfach gemacht.“

TSV Aichach Arnold, Kronthaler (4/2), Seker, Wonnenberg (6/2), Schrempel, A. Mahl (2), L. Mahl (1/1), Euba, Bscheider (5), Vlahinic (3), Holzapfel, Leis (5), Rappel (3). Zuschauer 60 Schiedsrichter Hahn und Schmidbauer (beide Königsbrunn) Siebenmeter 5:10 Zeitstrafen 6:8.

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