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Fußball-Nachlese

29.10.2019

Aindling geht im Spitzenspiel unter

Während die Hollenbacher (rote Trikots) jubeln, wollen sich die Spieler des Tabellenführers SC Bubesheim nur noch verstecken. Am Ende gewann der Außenseiter mit 5:0 gegen den bislang so souveränen Klassenprimus.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Der TSV bleibt sich treu in der mangelnden Konstanz. Adelzhausen verpasst den Sieg in Ecknach. Warum Affings Fußballchef Markus Berchtenbreiter nicht zuschaute.

Der Job eines Fußballtrainers kann bisweilen ausgesprochen stressig sein. Diese Erfahrung musste Johannes Putz am Sonntag nicht zum ersten Mal machen. Der 34-jährige Coach des BC Adelzhausen, der beim 2:2 in Ecknach in den Schlussminuten Maximilian Ettner mit Gelb-Rot verloren hatte, rang nach dem Schlusspfiff sichtlich mit den Worten. Einstellung und Leistung seiner Leute waren ganz gewiss in Ordnung, das sollte Mut machen im Abstiegskampf der Bezirksliga. Doch Putz weiß auch, dass Unentschieden die Lage kaum verbessern können. Zumal die Konkurrenz diesmal dreifach punktete.

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Dominik Müller in Manier des Gerd Müller

Eine Szene hatte dem Gästecoach naturgemäß außerordentlich gut gefallen: Wie Dominik Müller das 0:1 machte. „Weltklasse“, geriet Putz regelrecht ins Schwärmen, wobei ihm bewusst war, dass es dazu keine Steigerung mehr gibt. Von Michael Albustin habe der Torjäger einen „Superball“ bekommen. Wie Müller dann mit einer blitzschnellen Drehung zum erfolgreichen Abschluss kam, das erinnerte schon beinahe an den großen Gerd Müller in besten Tagen. Die Ecknacher haben dem Nachbarn nichts geschenkt. Bei ihnen war hinterher die Frage: Wer hatte eigentlich das 1:1 erzielt? Daniel Framberger schüttelte den Kopf, also einigte man sich auf Björn Wohlrab. Zu diesem ungemein rassigen Duell passte der Schiedsrichter, der bei allen wichtigen Entscheidungen richtig lag.

Wie sich der TSV Hollenbach in diesen Tagen schlägt, verdient Beifall. Nach dem 5:0 gegen den Spitzenreiter SC Bubesheim war zu befürchten, man würde die Heimaufgabe gegen Schlusslicht Holzkirchen auf die leichte Schulter nehmen. Die Antwort aber spricht ganz eindeutig für das Team, das beim 4:0 keinerlei Zweifel aufkommen ließ. Dominik Stark berichtete davon, man habe vor der Partie gegen Bubesheim intern viele Gespräche geführt. Die erwiesen sich als hilfreich. Die vielen Treffer erklärte der Co-Kapitän so: „Momentan sind wir extrem effektiv, gegen Meitingen und Ecknach war das nicht der Fall.“

Aindling geht im Spitzenspiel unter

Affings Markus Berchtenbreiter darf wieder mitmachen

Kann man einen Rückstand von acht Punkten auf die beiden Spitzenteams in den verbleibenden 15 Begegnungen noch aufholen? Der fiktive Radiosender Radio Eriwan würde darauf antworten: Im Prinzip ja. Allerdings mit einer großen Einschränkung: Die Aindlinger Mannschaft wird diese Aufholjagd nur dann schaffen können, wenn sie schnell umschaltet und nicht auf eine gute Phase sogleich wieder einen Einbruch folgen lässt, den sich keiner so recht zu erklären vermag. Die 0:5-Niederlage in Meitingen war ein Tiefpunkt, die schlimmste Schlappe dieser Runde. Da war es dann von untergeordneter Bedeutung, ob die Rote Karte für Michael Hildmann ebenso berechtigt war wie das 1:0 für die Hausherren. Aindling hat es zum wiederholten Mal nicht verstanden, sich anschließend ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Auch der FC Affing hat schon sonnigere Tage erlebt. Die 2:3-Niederlage in Gersthofen wird ein Nachspiel für Tobias Jorsch haben, der mit Rot ausgeschlossen worden war. „Ich habe den Schiedsrichter nicht beleidigt“, versicherte der Trainer, „ich bin nur etwas laut geworden. Vielleicht muss ich mich da noch mehr zurücknehmen. Ich habe mich nach dem Spiel entschuldigt.“ Was Jorsch so sehr erzürnte, das war die Entstehung des 1:0, vor dem er gleich zwei Abseitsstellungen nicht geahndet sah: „Ich stand genau auf der Linie. Darum ist es umso bitterer.“ Markus Berchtenbreiter lässt sich stets im Bereich der Mannschaft sehen, schließlich fungiert er als Abteilungsleiter Fußball. In Gersthofen aber fehlte der Funktionär, nicht etwa aufgrund privater oder beruflicher Verpflichtungen, sondern weil er gesperrt war: „Ich wurde zu zwei Verbandsspielen Sperre verurteilt und zu einer Geldstrafe von 350 Euro.“ Das war die Reaktion des Sportgerichts auf seinen Flaschenwurf vor einigen Wochen in Mertingen. Die Strafe ist nun verbüßt.

Keinen Sieger gab es zwischen dem SC Griesbeckerzell (rechts Nico Ertl) und dem TSV Pöttmes (links Michal Korenik). Beide Seiten hatten mit etlichen personellen Ausfällen zu kämpfen. Mit der Punkteteilung lagen die Kontrahenten aber im Ligatrend.

Fußball-Nachlese: Tops & Flops des Spieltages

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche der Pöttmeser Michal Korenik. Der Mittelfeldspieler war beim 6:0-Erfolg des Tabellenführers über den TSV Firnhaberau der überragende Akteur auf dem Feld. Der flinke Korenik war von den Gästen überhaupt nicht zu halten. Ein Treffer blieb dem 31-Jährigen zwar nicht vergönnt, aber er machte den Raum frei für seine Mitspieler. Den Elfmeter vor dem 2:0 holte Korenik heraus, er war vom Torhüter nur durch ein Foul zu stoppen.

Pechvogel des Spieltags Das ist in dieser Woche Aindlings Michael Hildmann. Die Aindlinger Mannschaft erwischte beim 0:5 in Meitingen einen rabenschwarzen Tag. Der entscheidende Fehler unterlief aber dem Innenverteidiger. Der 28-Jährige leistete sich ein Foulspiel, welches die Rote Karte nach sich zog. Nach elf Minuten war die Partie für Hildmann vorbei und sein Team musste mehr als 80 Minuten in Unterzahl agieren.

Torjäger des Spieltags Die Torjäger haben in dieser Woche mal wieder zugeschlagen. Besonders treffsicher zeigte sich Gundelsdorfs Thomas Nöbel, der beim 7:0-Erfolg in Wulfertshausen sein Team mit einem lupenreinen Hattrick auf die Siegerstraße brachte. Auch Michael Fischer vom TSV Hollenbach II traf beim 11:4-Erfolg seines Teams in Klingsmoos dreifach. Zweimal trafen Dominik Müller (BC Adelzhausen), Elias Landsbeck (TSV Inchenhofen), Lukas David (TSV Hollenbach II), Fabian Forster (FC Gundelsdorf), Moritz Aidelsburger (Klingen), Manuel Schweizer (SC Griesbeckerzell) und Gheorghe Geanta (TSV Pöttmes).

Serien Weiterhin unbeschadet marschiert der FC Pipinsried durch die Bayernliga. Mit dem 14. Sieg baute der FCP seine Serie aus. Nach der Vorrunde ist der Regionalligaabsteiger immer noch ungeschlagen. Erstmals in dieser Saison erwischt hat es die DJK Gebenhofen-Anwalting gegen die Sportfreunde Friedberg. Beim 2:4 gab es die erste Saisonniederlage. Weiterhin sieglos ist das Schlusslicht der Kreisklasse Aichach die DJK Stotzard. Gegen Inchenhofen gab es eine 1:3-Niederlage. Seit elf Spielen ungeschlagen ist der TSV Pöttmes II in der A-Klasse Aichach.

Zuschauermagneten Am besten besucht war das Spiel zwischen dem TSV Meitingen und dem TSV Aindling mit rund 300 Zuschauern. 250 Besucher waren es beim Derby zwischen Ecknach und Adelzhausen. 200 Personen kamen zum Topspiel der Kreisklasse Neuburg zwischen Klingsmoos und Echsheim. (sry-)


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