Bayernliga-Relegation

17.04.2018

Aus der Aufstiegstraum

Die fünf Tagbergschützen auf der Schießanlage in Hochbrück: (von links) Jessica Preckel, Viktoria Ammler, Michaela Meier, Marina Schmid und Andreas Sauer.
Bild: Mörtl

Bei Qualifikation in Hochbrück scheitern die Gundelsdorfer Tagbergeschützen wie im Vorjahr, diesmal ganz knapp. Welche Faktoren gegen den Meister der Oberbayernliga sprechen. Der plant neuen Anlauf

Es hat nicht sollen sein, für die Gundelsdorfer Tagbergschützen. Beim entscheidenden Aufstiegsschießen zur Bayernliga im Luftgewehr gingen die Schützen aus dem Pöttmeser Ortsteil wie schon im Vorjahr wiederum leer aus und werden auch nächste Saison in der Oberbayernliga West einen neuen Anlauf nehmen. Doch am Sonntag spielten mehrere unglückliche Faktoren die entscheidende Rolle.

Acht Mannschaften traten an die Schießstände, und davon stiegen (anders als vorab gedacht) nur zwei und nicht vier Mannschaften in die Bayernliga auf. Hinter FSG Bund München (3868 Ringe) und BSG Offingen (3850 Ringe) kam das Fünferteam aus Gundelsdorf mit 3841 Ringen auf den undankbaren dritten Platz (wir berichteten gestern bereits kurz). Zehn Ringe mehr hätten die Gundelsdorfer an diesem Tag gebraucht. Und es wäre durchaus machbar gewesen.

Dass aus voraussichtlich vier Aufsteigern nur zwei wurden, hatte zwei Gründe. Die als Favorit gehandelten Schützen aus Maria Steinbach verloren ihre beiden besten Schützen an Bundesliga-Mannschaften, und so traten sie zum Aufstiegsschießen erst gar nicht an. Zum anderen stieg die erste Mannschaft aus Großaitingen aus der Bundesliga ab. Hier schoss deren zweite, und diese mussten in die Bayernliga zwangsabsteigen.

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Zur Mittagszeit mussten die fünf Gundelsdorfer Schützinnen und Schützen im ersten Durchgang 40 Schuss abgeben. Und hier zeigte die an Position eins gesetzte Jessica Preckel plötzlich Nerven. Sie, die an diesem Tag ihren letzten Wettkampf für die Gundelsdorfer absolvierte (sie wechselt nach Staudheim in die Bayernliga), erzielte für sie nur vergleichsweise magere 381 Ringe. Viktoria Ammler (390), Michaela Meier (379), Marina Schmid (387) und Andreas Sauer (382) hielten mit 1919 Ringen die Gundelsdorfer Hoffnungen noch aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt lag man nur fünf Ringe hinter dem Zweiten BSG Offingen. Nach einer kurzen Mittagspause ging es für die Tagbergschützen ins alles entscheidende zweite Schießen. Nerven wie Drahtseile zeigten dabei Viktoria Ammler mit ihren 395 Ringen und Marina Schmid mit sehr starken 385 Ringen. Jessica Preckel (387) und Michaela Meier (382) gaben ihr Bestes. Andreas Sauer brachte es auf 373 Ringe. 1922 Ringe war das Endergebnis für die Gundelsdorfer Tagbergschützen.

Als die Gundelsdorfer das Gewehr zur Seite gelegt hatten, und die Enttäuschung um den verpassten Aufstieg schnell wieder verflogen war, ging es samt den mitgereisten Fans ins Gundelsdorfer Schützenheim, dort wurde dennoch zünftig gefeiert. Im Herbst wollen die Gundelsdorfer einen erneuten Anlauf zur Mission Bayernliga nehmen. In ihrer Gruppe werden mitschießen Germania Prittlbach II (hier gibt es ein Wiedersehen mit dem gebürtigen Sielenbacher Erich Schallmair), Olching, Peiting, Alberzell, Pobenhausen und Wilzhofen, Nähe Weilheim, und eventuell die Lokalrivalen von Almenrausch Willprechtszell – aber das ist noch nicht fix.

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