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Fußball-Kreisliga

11.05.2018

Bejubelt Affing schon den Titel?

Jubelnde Affinger: Das ist seit Oktober ein gewohntes Bild. In dieser Zeit gab es für den FCA nicht eine einzige Niederlage. Das letzte Team, dass den Spitzenreiter bezwingen konnte, ist der BC Aichach, der am Sonntag zu Gast an der Frechholzhauser Straße ist.

Gegen Aichach will der FCA die nötigen Punkte holen, um den Aufstieg einzutüten. Der BCA ist bereits gerettet, auch Rehling kann sich den Ligaverbleib sichern.

Es ist eine Floskel, dass Freud und Leid im Fußball nahe beieinander liegen – aber sie stimmt. Wenn sich die Mannschaften der Kreisliga Ost am kommenden Sonntag (alle Spiele um 15 Uhr) zum vorletzten Mal in dieser Saison gegenüberstehen, trifft Abstiegsangst auf Aufstiegshoffnung, begegnen sich Freude und Ernüchterung über den Verlauf der Spielzeit.

Letzteres trifft in besonderer Weise auf den FC Affing und den BC Aichach zu, die sich am Sonntag im Derby begegnen und kaum unterschiedlicher auf die zurückliegende Saison blicken könnten. Während man beim BCA gerne konstantere Ergebnisse eingefahren und im Aufstiegsrennen mitgemischt hätte, freuen sich die Verantwortlichen des FCA, ob des so gut wie sicheren Aufstiegs. Spielertrainer Tobias Jorsch, der das Team vor dem dritten Spieltag übernommen hatte, versichert aber: „Die Aufstiegsshirts sind noch nicht gedruckt. Solange wir am Sonntag nicht erfolgreich sind, können wir uns nicht sicher sein.“ Der Coach hat der Mannschaft zur Aufgabe gesetzt, die beiden kommenden Spiele zu gewinnen und damit die beeindruckende Serie von elf Siegen fortzusetzen. Die letzte Niederlage datiert aus dem vergangenen Oktober. Damals verlor der FCA mit 3:6 –ausgerechnet gegen den bestens aufgelegten BC Aichach. „In der Hinrunde hatten wir einige unnötige Punktverluste zu verkraften. Zur Rückrunde haben wir dann am Teamgefüge gearbeitet und an Stabilität gewonnen.“

So souverän der Affinger Höhenflug zuletzt wirkte – wirklich erwartet hat ihn Jorsch nicht. Nach dem frühen Trainerwechsel und zahlreichen Abgängen zu Saisonbeginn – unter anderen verließen Christoph Heckert und Sebastian Spreitzer den Club – zeigte der FCA Licht und Schatten. „Der Aufstieg war nie geplant, zumal wir im Vergleich zu anderen Vereinen nur geringe finanzielle Anreize bieten können. Umso mehr freut mich, dass sich die Jungs jetzt selbst belohnen können“, so Jorsch. An die Träumer, die den ehemaligen Bayernligisten schon wieder auf dem Weg in höhere Gefilde sehen, hat der 28-Jährige aber eine klare Botschaft: „Das Ziel in der Bezirksliga muss ganz klar sein, nicht gleich wieder abzusteigen.“

Wohin geht die Reise für die Landkreis-Teams?

Den Affingern gerne gefolgt wäre der BC Aichach – doch die Paarstädter müssen sich damit zufriedengeben, im Mittelfeld der Tabelle zu landen. Sportdirektor Martin Brunner hadert besonders mit der Verletztenmisere, die die Manislavic-Elf konstant begleitete. „Uns haben gerade die Ausfälle von David Burghart und Marcus Wehren zu schaffen gemacht. Unser Ziel, einen Platz unter den ersten Fünf zu belegen, konnten wir so nicht erreichen.“ Trotzdem will Brunner nicht von einer enttäuschenden Saison sprechen, sieht vielversprechende Ansätze bei seinem jungen Team. „An guten Tagen konnte unsere Mannschaft schon in der zurückliegenden Saison jeden Konkurrenten besiegen. Technisch sind wir fast unschlagbar.“ Ob die Unbekümmertheit, die der BCA in vielen Spielen an den Tag legte, ein Versprechen auf die Zukunft ist, wird sich in der kommenden Saison zeigen. Die Mannschaft bleibt fast komplett intakt, lediglich Burghart zieht es nach Aindling. „Das kann ein großer Erfolgsfaktor werden. Wenn die Spieler auch taktisch weiter an sich arbeiten, ist einiges möglich.“

Die frühzeitige Planungssicherheit der Aichacher würden sich einige Teams aus dem Tabellenkeller wünschen, zum Beispiel der TSV Rehling. Allerdings reicht der Kalkbrenner-Truppe am Sonntag gegen Berg im Gauschon ein Punkt, um die Klasse zu halten. Der TSV hatte nach gutem Saisonstart nachgelassen und zwischen dem fünften und elften Spieltag nur zwei Punkte geholt. In der Rückserie zeigte sich die Mannschaft ähnlich wechselhaft: Überzeugenden Siegen folgten knappe, teils unnötige Niederlagen. Verstärkungen tun Not, wenn die Rehlinger auch im kommenden, sechsten Jahr der Ligazugehörigkeit mithalten wollen. Vielleicht könnte dann auch der TSV einmal ohne Abstiegsangst ins Saisonfinale gehen.

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