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Fußball-Nachlese

08.10.2019

Bezirksliga Nord: Ecknach macht die Liga wieder spannend

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Gekämpft haben die Aindlinger um Kapitän Patrick Modes (am Boden) gegen den TSV Gersthofen. Am Ende stand das Team vom Schüsselhauser Kreuz aber mit leeren Händen da. Bei einem Sieg wäre das Team von Trainer Roland Bahl auf Platz zwei vorgerückt.
Bild: Oliver Reiser

Aindling kann die Steilvorlage des VfL Ecknach nicht nutzen und verpasst es, den Abstand auf Spitzenreiter Bubesheim zu verkürzen.

Das war sie, die letzte Englische Woche in der Fußball-Bezirksliga Nord im Jahr 2019. Unbeschadet hat sie keine der 16 Mannschaften überstanden. Der TSV Gersthofen und auch der SC Altenmünster können nach der Dreifachbelastung binnen acht Tagen jeweils beachtliche sieben Zähler vorweisen. Wollte man heute ein Team des Tages küren, so fiel die Wahl auf den VfL Ecknach, der sich acht Tage zuvor bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Günzburg wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hatte, der am Sonntag aber mit einem 2:1-Erfolg gegen den SC Bubesheim aufhorchen ließ. Nach diesem Coup gegen den Spitzenreiter jubelte der Stadionsprecher über ein „geiles Spiel“. Hat’s der Trainer auch so gesehen? „Ja, auf alle Fälle“, versicherte Daniel Framberger, ehe er sein Team um sich versammelte, das in der Tat Großes geleistet hatte in diesen gut eineinhalb Stunden. Es war vielleicht die beste Vorstellung der Ecknacher in dieser Runde. Und das lag an mehreren Faktoren. Die Startformation enthielt nahezu alle Stammkräfte, die zudem ebenso engagiert wie couragiert zu Werke gingen. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass die Bubesheimer mit internen Problemen zu kämpfen hatten. Ihre Ersatzbank war lediglich mit drei Kandidaten besetzt, das verdeutlicht die aktuellen Engpässe. Zudem waren Hakan Polat, der achtfache Torschütze in dieser Saison, ebenso wenig im Vollbesitz seiner Kräfte wie Spielertrainer David Bulik. Dieses Duell hat einmal mehr gezeigt: Es gibt keinen Überflieger in dieser Liga; vom Relegationsrang zwei (Gersthofen) bis zu Platz sieben (Wertingen) sind lediglich vier Zähler Abstand.

Aindling ist derzeit die Nummer eins im Wittelsbacher Land

Das Prädikat „Nummer eins im Wittelsbacher Land“ gebührt dem TSV Aindling, der einen Zähler besser dasteht als der FC Affing und der VfL Ecknach. Doch so restlos glücklich kann man am Schüsselhauser Kreuz darüber nicht sein, weil man in Gersthofen nicht leer ausgehen wollte. Das Abschneiden in diesen Wochen erinnert ein wenig an die Echternacher Springprozession: drei Schritte vor, zwei zurück. Die Siege in Rain (2:0) und zu Hause gegen Affing (1:0) haben die Aindlinger zwar nach vorne gebracht, doch die 2:3-Niederlage in Gersthofen verhinderte einen weiteren Vorstoß bis auf Rang zwei. Bemerkenswert im negativen Sinn war dabei die Tatsache, dass die Mannschaft erstmals seit dem 2. August wieder mehr als zwei Treffer hinnehmen musste.

Wer Konstanz über eine weite Distanz demonstriert, der kann sich Hoffnungen machen, auf Dauer der Spitzengruppe anzugehören. Auch der FC Affing musste da einen Dämpfer hinnehmen. Genauer gesagt: gleich zwei. Nach dem 0:1 in Aindling ging auch das Heimspiel gegen Wertingen (3:4) verloren. Wenn der FCA so wichtige Kräfte wie den letztmalig gesperrten Maximilian Merwald sowie Maximilian Schacherl, der nach dem Platzverweis in Aindling erstmals zuschauen musste, zu ersetzen hat, dann geht das schon an die Substanz. Diese zwei Akteure lassen sich nicht im Handumdrehen ersetzen. Auch der TSV Hollenbach träumt davon, endlich mal den kompletten Kader zur Verfügung zu haben. Dann könnten sie sicher noch weiter nach oben klettern. Ans Zittern hat man sich in Adelzhausen schon irgendwie gewohnt. Der erste Auswärtssieg (3:2 in Stätzling) hat aber dafür gesorgt, dass sich die dunklen Wolken am Römerweg verzogen haben – ein klein wenig zumindest.

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Fußball-Nachlese: Tops des Spieltages

Spielertrainer Frank Mazur hat nichts gegen Torjubel, er muss wegen großer Verletzungssorgen bei seinem SSV Alsmoos-Petersdorf aber öfters ran als gedacht. Gegen ein Tor bei seinem alten Klub SC Griesbeckerzell beim Spiel am Sonntag hätte er aber sicher nichts.

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche Petersdorf-Spielertrainer Frank Mazur. Der 40-Jährige bewies in der Partie gegen das Schlusslicht Langenmosen, dass Alter vor Toren nicht schützt. Ganze drei Treffer gelangen dem Angreifer beim 7:0-Erfolg gegen Langenmosen. Und keine unwichtigen, denn der Coach brachte sein Team früh in Führung und entschied mit einem Doppelschlag zum 3:0 und 4:0 die Partie dann auch bereits nach einer halben Stunde. Mazurs Bilanz ließt sich nicht schlecht, denn in jetzt drei Einsätzen in dieser Saison steht sein Torekonto bei vier.

Torjäger des Spieltags Es war nicht das Wochenende der Torjäger. Drei Treffer von Frank Mazur erreichte sonst kein Spieler aus dem Landkreisnorden. Zweimal erfolgreich waren Patrick Modes (TSV Aindling), Anel Jusufovic (FC Affing), Marcus Wehren (BC Aichach) und Florian Higl (TSV Dasing).

Serien Weiterhin unbeschadet marschiert der FC Pipinsried durch die Bayernliga Süd. Mit dem elften Sieg in Serie und dem Ausrutscher von Verfolger Wasserburg baute der FCP den Vorsprung auf Platz zwei auf sieben Zähler aus. Noch ist der Regionalligaabsteiger ungeschlagen. Weiterhin sieglos ist dagegen das Schlusslicht der Kreisklasse Aichach, die DJK Stotzard. Auch im Kellerduell gegen Ried gab es beim 1:4 nichts zu holen.

Zuschauermagneten Am besten besucht war das Spiel der Regionalliga Bayern, das der TSV Rain zu Hause gegen die SpVgg Bayreuth mit 1:2 verlor. 160 Zuschauer waren beim Derby zwischen dem TSV Gersthofen und dem TSV Aindling dabei. 150 Besucher sahen den Heimsieg des VfL Ecknach gegen Bubesheim. Ähnlich viele sahen den 3:2-Erfolg des BC Adelzhausen Derby beim FC Stätzling.

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