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Obergriesbach

29.07.2020

Bogenschießen in Obergriesbach: Alles über Pfeil und Bogen

Volle Konzentration bei den Bogenschützen von Hubertus Obergriesbach: Hier zeigt Schützenmeister Manuel Toetz, wie es geht.

Plus Am Waldrand von Obergriesbach schwirren jeden Sonntag Pfeile durch die Luft. Worauf Neueinsteiger achten sollten und was den Reiz der Sportart ausmacht.

Seit dem Jahr 1972 ist Bogenschießen wieder ein fester Bestandteil bei den Olympischen Sommerspielen. In unserer Region fristet die Sportart dennoch ein Dasein als Mauerblümchen. Der Schützenverein Hubertus Obergriesbach hat das Schießen mit Pfeil und Bogen seit drei Jahren in seinem Angebot. Am Sonntag herrscht dort vor dem Schützenheim am Waldrand im Norden des Orts reger Betrieb. Ein gutes Dutzend an Interessenten kommt zusammen, beinahe die Hälfte davon sind Kinder.

Der Spaß steht hier an diesem idyllischen Platz, auf dem sich auch die Stockschützen messen, eindeutig im Vordergrund. Von Meisterschaften spricht in Obergriesbach keiner, an Ostern will man wieder ein internes Turnier durchführen, sofern die Corona-Pandemie es zulässt. Auch die Frage nach der Teilnahme an Rundenwettkämpfen ist schnell beantwortet. Mangels Mitbewerber bleiben die Obergriesbacher meistens unter sich. In Dasing wird diese Sportart ebenfalls gepflegt, aber die gehören zum Gau Friedberg.

Bei Hubertus Obergriesbach geht es jeden Sonntag an Pfeil und Bogen. Jung und alt sind dabei. früh übt sich...
23 Bilder
Obergriesbacher auf den Spuren von Robin Hood
Bild: Katharina Wachinger

Wer auf den Spuren von Robin Hood, der gerne mit Pfeil und Bogen dargestellt wird, wandeln will, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses Hobby nicht ganz ungefährlich ist. So achtet man in Obergriesbach strikt darauf, dass die abgeschossenen Pfeile erst dann eingesammelt werden, wenn niemand mehr seinen Bogen im Anschlag hat. „Es bleibt ’ne Waffe“, betont Manuel Toetz, der Schützenmeister: „Entsprechend respektabel muss man umgehen.“ Bisher, so versichert er, sei es noch zu keinerlei Zwischenfällen gekommen.

Vorsicht beim Bogenschießen: Darauf sollten Sie achten

Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört auch, dass man ganz hinten eine Plane locker aufgehängt hat, die Pfeile abfangen soll, wenn sie ihr Ziel verfehlt haben. Und wenn aus dem Waldgebiet sich Fußgänger nähern, wird das Schießen unterbrochen. Toetz: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“ Bogenschießen erfordert keinen großen finanziellen Aufwand. Wer 100 Euro für einen Bogen investiert, der kann einigermaßen gute Qualität erwarten. Eine spezielle Kleidung ist nicht erforderlich: Freizeitlook genügt, am besten eng anliegend.

 

Wer Lust auf diese Sportart verspürt, der sollte als Newcomer zur Einweisung etwas Zeit mitbringen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er Schmerzensgeld in Form von blauen Flecken zu zahlen hat. Man darf durchaus von einer kleinen Wissenschaft sprechen, wenn die Kernaussagen von den Routiniers zu hören sind. Und wer noch intensiver einsteigen will, der wird sich in den Physikunterricht in der Schule zurückversetzt fühlen.

Der Obergriesbacher Schützenmeister gibt Tipps

In jedem Fall sollte man einen Unterarmschutz anlegen und einen Fingerschutz für die Hand vorsehen, die den Pfeil spannt. In Obergriesbach entstand das Bogenschießen aus einem Ferienprogramm, wo es auf gute Resonanz stieß. „Das Körpergefühl wird tierisch geschult“, erklärt Christian Auer. Die Bewegungsabläufe müssen richtig koordiniert werden, um zu beachtlichen Resultaten zu kommen. Und dass wir uns nach wie vor in ungewöhnlichen Zeiten befinden, das wird beim Ausruf von Toetz deutlich: „Kiddies, passt auf die Abstände auf.“

Auch die Kleinsten sind in Obergriesbach mit Spaß dabei und holen ihre Pfeile nach dem Schießen aus der Zielscheibe.
Bild: Katharina Wachinger

Ganz allgemein lautet hier die Devise: alles ins Gold. Der innerste Kreis der Scheibe weist diese Farbe auf. Auch in diesem Sport gilt: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Zwei der drei Kinder von Manuel Toetz mischen bereits mit auf der Anlage mit, das jüngste mit drei Lenzen muss sich noch etwas gedulden. Benedikt Toetz ist als Siebenjähriger der Junior in diesem Kreis. Im Detail vermag er die Begeisterung für diesen Sport noch nicht zu erklären. Er sagt nur: „Ich finde es einfach schön.“

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