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Handball-Bezirksoberliga

31.01.2020

Darf Aichach endlich mal auswärts jubeln?

Torhüter Masin Chikh will mit seinen Aichacher Handballern endlich auch auswärts jubeln. In Königsbrunn erwartet die Paarstädter ein Schlüsselspiel.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Die TSV-Männer bestreiten in Königsbrunn ein Schlüsselspiel. Die TSV-Frauen erwartet ein echter Prüfstein in Gundelfingen.

Heimsiege verlieren schnell an Wert, wenn eine Woche später Niederlagen zu verdauen sind. Die Handballmannschaften des TSV Aichach haben am Samstag ihre ersten Heimspiele jeweils in der Bezirksoberliga im neuen Jahr erfolgreich gestaltet. Nun gilt es, schwere Auswärtshürden zu nehmen. Die Frauen treten am Samstag um 17.30 Uhr in Gundelfingen an, die Männer zwei Stunden später in Königsbrunn.

Die große Frage lautet: Können die Aichacher Handballer die Euphorie vom Sieg gegen Lauingen-Wittislingen auf das Auswärtsspiel in Königsbrunn übertragen? Vor rund einer Woche zeigte das Team von Trainer Manfred Szierbeck eine starke Leistung. Nach zwischenzeitlichem Rückstand holte der TSV Punkt für Punkt auf. Am Ende einer irren Aufholjagd stand ein ganz wichtiger Sieg für die Paarstädter. Die rund 400 Zuschauer sahen eine mitreißende Handballpartie. „Die Stimmung ist natürlich gut nach dem Sieg“, berichtet Manfred Szierbeck und blickt kurz zurück auf den 31:27-Erfolg über Lauingen-Wittislingen. Er macht seinen Leuten klar, dass es sich diesmal um ein Vier-Punkte-Spiel handelt angesichts der Lage in der Tabelle: „Das muss Motivation genug sein.“ Szierbeck schildert den Eindruck, den er unter der Woche gewann: „Die Jungs wollen zeigen, dass wir endlich so weit sind, auswärts zu punkten.“ Denn nach wie vor warten die Paarstädter auf ihren ersten Erfolg in der Fremde.

Beim Blick auf das Personal freilich könnte man Sorgenfalten auf der Stirn des Coaches erkennen. Königsbrunn hätte die Möglichkeit, bei Bedarf sich in der eigenen Jugend zu bedienen, die der Bayernliga angehört. Auf Aichacher Seite aber könnte es passieren, dass man lediglich mit acht Feldspielern anreist. Michael Kügle und Stefan Breitsameter fehlen aus privaten Gründen, bei Lorenz Hartl wie bei Yannik Braun muss erst abgewartet werden, wie die Ärzte die gesundheitliche Entwicklung beurteilen.

Darf Aichach endlich mal auswärts jubeln?

In Königsbrunn zeigt die Erfolgskurve nach unten. Aus den letzten sechs Partien wurde lediglich ein Pünktchen geholt. Diese mäßige Bilanz bedeutet den drittletzten Rang in der Tabelle, der am Ende der Saison den Abstieg nach sich ziehen wird. Es gab in den vergangenen Wochen auch ausgesprochen knappe Niederlagen, dreimal wurde lediglich mit einem Tor Differenz verloren, zuletzt in Ichenhausen mit 28:29. Die Lage beim BHC gilt derzeit als prekär.

Allerdings hat der TSV auch Personalsorgen: Michael Kügle etwa wird am Samstag fehlen.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Handballerinnen

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem TSV Haunstetten III und dem TSV Aichach geht weiter. Mit jeweils 20:2 Punkten führen diese beiden Teams die Tabelle in der Bezirksoberliga an; sieben Partien stehen noch an, ein Ausrutscher könnte einer Vorentscheidung gleichkommen. Eine kleine Chance, in dieses Duell an der Spitze einzugreifen, hat auch noch der TV Gundelfingen mit 18:4 Zählern. Der TVG ist am Samstag Gastgeber für die Aichacherinnen, die bereits aus der Hinrunde wissen, dass mit starker Gegenwehr zu rechnen sein wird. Zuhause kamen sie im Herbst zu einem 29:28-Erfolg über diesen Kontrahenten.

„Die sind absolut auf unserer Linie“, sagt Aichachs Trainer Martin Fischer über das Leistungsvermögen der Gastgeber: „Die sind sehr stark im Rennen dabei.“ Sein Team wird personell kaum Veränderungen gegenüber dem vergangenen Samstag aufweisen. Dass im Training die eine oder andere Handballerin aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder wegen der Ausbildung mal fehlt, das gehört mehr oder weniger zum Alltag. Eine klare Forderung hat der Coach an sein Team, um an der Donau bestehen zu können: „Wir müssen eine deutlich bessere Abwehr spielen. Die Trauben hängen relativ hoch.“ An der Unterstützung von den Rängen sollte es diesmal nicht fehlen, denn es wird ein Bus eingesetzt, in dem auch Fans mitfahren können.

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