Fußball-Toto-Pokal

05.09.2018

Das Traumfinale platzt

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3 Bilder
Enttäuscht sitzt Affings Spielertrainer Marc-Abdu Al-Jajeh nach dem Schlusspfiff auf dem Kissing Rasen. Der FCA unterliegt trotz großem Kampf dem KSC mit 1:2 und verpasst den Einzug ins Finale des Kreispokals.
Bild: Sebastian Richly

Der FC Affing verliert beim Kissinger SC mit 1:2. Der TSV Aindling blamiert sich beim Kreisklassisten TSV Täfertingen.

Das Traumfinale zwischen dem TSV Aindling und dem FC Affing ist geplatzt. Beide Teams scheiterten im Halbfinale des Toto-Pokals auf Kreisebene. Während der FCA beim Kissinger SC gut mithielt und am Ende aufgrund eines individuellen Fehlers verlor, blamierte der Landesligaabsteiger beim Kreisklassisten TSV Täfertingen.

Kissinger SC – FC Affing 2:1

Dardan Gashi war in der 77. Minute der Schütze des entscheidenden Tores, zuvor hatten David Bulik (24.) für Kissing und Bora Kalkan (26.) für Affing eingenetzt. „Ich denke, es war aufgrund der Mehrzahl von Chancen, die wir in der ersten Halbzeit hatten, ein verdienter Sieg“, meinte Kissings Trainer David Bulik, der dann auch gleich anfügte, dass er „froh sei, dass nun die englischen Wochen vorbei sind.“ Der KSC-Coach freute sich, dass man den „Auftrag vom Chef“ – nämlich ins Finale einzuziehen – erfüllt habe. „Affing hat uns aber alles abverlangt“, so Bulik. Ähnlich sah es auch Affings verletzter Spielertrainer Tobias Jorsch. „Es war eigentlich ein typisches Unentschieden. Kissing hatte in Halbzeit eins mehrere gute Chancen. Dennoch ist es sehr schade, weil wir uns für den Aufwand der vergangenen Wochen nicht belohnen konnten.

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Ein Torwartfehler von Affings Noah Scherer, der diesmal für Benjamin Seidel zwischen den Pfosten stand, war es am Ende, der den Kissingern den Siegtreffer bescherte. Nach einer Ecke ging der FCA-Keeper nur mit einer Faust zum Ball, der fiel schließlich in eine Spielertraube und Dardan Gashi drückte ihn letztlich über die Linie. Dabei hatte es für die Kissinger nicht optimal begonnen, der KSC brauchte eine geraume Zeit, um sich auf den ersatzgeschwächten Gast einzustellen. Denn der FCA, bei dem mit Kapitän Maximilian Merwald (Staatsexamen) und Haci Ay (Arbeit) zusätzlich zwei Stützen ausfielen, setzte die ersten Akzente. Umso überraschender dann das 1:0: David Bulik war mit einem simplen Doppelpass freigespielt worden und setzte den Ball mit der Pike ins lange Eck (24.). Dabei verletzte sich obendrein Affings Max Schacherl, der doch Marcus Klein, der eigentlich in der Zweiten auf Torejagd geht, ersetzt wurde. Doch nur zwei Minuten später hieß es 1:1, Bora Kalkan köpfte nach einer Eckballvariante auf Flanke von Maximilian Lipp ein. Danach war Kissing am Drücker. Ein schöner Heber von Alexander Kergel hätte fast das 2:1 gebracht, aber Lukas Piller rettete auf der Linie (35.). Wenig später zielte Pascal Mader knapp vorbei und nach einem klasse Pass von Edin Ganibegovic war Max Bayr allein Richtung Tor unterwegs, blieb aber an Scherer hängen. Für den letzten Aufreger vor der Pause sorgte Luca Ogino mit einem fulminanten Schuss an die Querlatte. Nach der Pause gingen beiden Teams die Kräfte aus und das Spiel verflachte. (pkl mit sry-)

Affing Scherer, Piller, Kalkan, Meier (70. Fresser), Schacherl (25. Klein), Tremmel, Al-Jajeh, Palatin, Wanner, Lipp, Reiter (81. Jusufovic) Tore 1:0 Bulik (24.), 1:1 Kalkan (26.), 2:1 Gashi (77.) Zuschauer 90

Toto-Pokal: Aindling blamiert sich beim Kreisklassisten

Täfertingen – Aindling 4:2 n. E.

Der TSV Aindling und der Pokal: Mit diesem Titel könnte man längst ein dickes Buch füllen. Die großen Duelle mit Schalke 04 und Hertha BSC dürften darin keinesfalls fehlen. Doch dieser Rückblick würde auch zahlreiche Blamagen enthalten. Am Mittwochabend ist eine Weitere dazu gekommen: das Ausscheiden beim TSV Täfertingen. Nach 90 Minuten stand die Partie 1:1, Moritz Buchhart hatte die Führung der Hausherren egalisiert. Im folgenden Elfmeterschießen vergaben die Gäste nicht weniger als drei von vier Versuchen; am Ende stand es schließlich 4:2. Allein das Versagen aus elf Metern hätte einen Einzug der Aindlinger ins Finale auf Kreisebene nicht gerechtfertigt. Trainer Herbert Wiest, der am Dienstag mit Nachdruck davor gewarnt hatte, diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, war restlos bedient über die Vorstellung: „Wir hatten eine ähnliche Aufstellung wie am Sonntag, aber die Leistung war sieben Klassen schlechter. Das war heute schlechter als schlecht, das war bodenlos. Und dann fliegt man eben raus gegen einen Kreisklassisten.“ Die Vorstellung vor der Pause stufte der Coach als indiskutabel ein: „Da waren wir völlig neben der Spur. Zweite Halbzeit hatten wir die eine oder andere Chance. Es war dennoch mehr als enttäuschend.“ Über den TSV Täfertingen sagte er: „Die haben das rausgehauen, was sie können.“

Auf Aindlinger Seite kam anstelle von Patrick Modes Alexander Thiel zum Einsatz. Tobias Hildmann fehlte ebenfalls, für ihn durfte Maik Stach spielen. Und im Tor hatte Wiest wie vor einer Woche beim Erfolg gegen Viktoria Augsburg Sven Wernberger den Vorzug vor Florian Peischl eingeräumt. (jeb)

TSV Aindling Wernberger, Burghart, Thiel, Ettner (77. Modes), Jacobi, Stach, Stoll, Woltmann, Buchhart, Wiedholz, Knauer.

Tore 1:0 M. Villani (42.), 1:1 Buchhart (76.); Elfmeterschießen 1:2 Ettner, 2:2 Puhlmann, 3:2 Gürler, 4:2 R. Villani. Zuschauer 110

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