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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
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15.06.2009

Das erste und einzige Mal am Boden

Es war ein schöner Traum, den der FC Affing in den vergangenen Monaten träumen durfte - der Traum von der Bayernliga. In Erfüllung ging er aber nicht. Der Vizemeister der Landesliga Süd musste sich am Samstag im Relegationsspiel in Gerolfing dem SV Seligenporten mit 0:3 geschlagen geben. Von Johann Eibl

Von Johann Eibl

Ingolstadt-Gerolfing Es war ein schöner Traum, den der FC Affing in den vergangenen Monaten träumen durfte - der Traum von der Bayernliga. In Erfüllung ging er aber nicht. Der Vizemeister der Landesliga Süd musste sich am Samstag im Relegationsspiel in Gerolfing dem SV Seligenporten mit 0:3 geschlagen geben. Es war die vorletzte Hürde, an der die Affinger Fußballer stürzten. Der Sieger vom Samstag trifft am Mittwoch auf die SpVgg Landshut. Wer dieses Spiel gewinnt, der spielt definitiv in der Bayernliga.

Die Oberpfälzer zogen nach Entscheidungsspielen in die Relegation ein. Die FC-Kicker dagegen konnten nach der besten Saison in der Vereinsgeschichte in den letzten zwei Wochen im Urlaub die Beine hochlegen. War dieser Unterschied der Schlüssel für das klare Resultat, das am südwestlichen Rand von Ingolstadt zustande kam? Die Mannschaft aus der Nähe von Neumarkt machte jedenfalls klar, was man unter Bayernliganiveau zu verstehen hat. Karsten Wettberg, immerhin bereits 67 Jahre alt, scheint es gelungen zu sein, als neuer Trainer wieder Schwung in diese Mannschaft zu bringen.

Affing gerät zu Beginn des Spiels unter Druck

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Schon der Auftakt ließ erahnen, in welche Richtung der Ball diesmal rollen würde. Matthias Schiller trat einen Freistoß von der rechten Seite, und innen traf Christian Pollinger direkt. Dieser 25-jährige Angreifer tat sich nicht allein in dieser Szene hervor, das könnte für ihn (positive) Folgen haben. "Ich brauch noch einen Stürmer", meinte Manfred Paula, der neue Trainer des SSV Ulm, der sich unter den Zuschauern befand.

In der 70. Minute schlug Pollinger ein zweites Mal zu. Diesmal hatte Matthias Maier das Leder an Schiller verloren, der Pollinger ideal einsetzte. Der Rest war Zugabe, eine recht attraktive allerdings. Wieder war Schiller mit einem Freistoß von links der Vorbereiter, innen nahm aus 20 Metern Florian Schlicker die Kugel direkt und beförderte sie links oben in die Maschen. Von diesem Traumtor wird er möglicherweise in 50 Jahren seinen Enkeln noch erzählen.

Affing hatte auch seine Möglichkeiten, etwa durch einen Fischer-Freistoß kurz vor der Pause oder bei Schüssen von Sandner und Kinzel. Doch das bessere Team, das in Abwehr wie Angriff seine Klasse unter Beweis stellte, kam aus dem Südwesten der Oberpfalz. Als nahezu souverän darf man die Leistung von Schiedsrichter Christian Leicher aus der Nähe von Landshut einstufen. Tobias Bugl, der 2008 kurze Zeit für den TSV Aindling spielte, Gelb zu zeigen nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Christian Weiser, war einer seiner wenigen Fehler. Weiser musste benommen den Platz verlassen und wurde gegen Thomas Brunner ausgetauscht.

SV Seligenporten: Haßler, Lämmert, Amtmann, Jakl, Eigl, Wolf, Schiller, Riester (88. Händel), Schlicker (90. Kuja Kuja), Bugl (78. Knorr), Pollinger.

FC Affing: Gail, Weiser (34. Brunner), Maier, Koloseike (76. Steinherr), Meitinger, Schreder, Sandner, Fischer, Kinzel (85. Funk), Raffler, Lemmer.

Tore: 1:0 (13.) Pollinger, 2:0 (70.) Pollinger, 3:0 (82.) Schlicker. - Schiedsrichter: Leicher (Neuhausen). - Zuschauer: 620 Zahlende in Gerolfing.

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