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Fußball

14.03.2018

Das plant der FC Pipinsried für die Zukunft

Der FCP informierte in Karlsfeld über seine Zukunftspläne. (von links) Der künftige Geschäftsführer Ulrich Bergmann, Vorsitzender Roland Küspert, Pressesprecher Hubert Fesl, Manager Roman Plesche und Kassier Josef Ankner.
Bild:  Johann Eibl

Wie der Regionalligist das Löwen-Spiel stemmen will, warum es Dissonanzen mit Ex-Chef Höß gibt und weshalb auch ein Abstieg das Projekt nicht gefährden würde.

Fünf Männer sitzen in Karlsfeld an einem langen Tisch. Die Verantwortlichen des Regionalligisten FC Pipinsried stehen bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Die Zeiten haben sich geändert. Wo früher Konrad Höß als Gründer des Klubs und jahrzehntelanger Chef allein regierte, gibt jetzt ein Team den Ton an. Bei der Veranstaltung im Paulaner Seegarten, dem Trikotsponsor des Klubs, der auch in der Saison 2018/19 das FCP-Dress zieren wird, geht es auch um das Verhältnis zum Ex-Chef. Außerdem wurde über das große Spiel gegen die Münchner Löwen informiert und die sportliche Zukunft.

Warum Conny Höß sich nicht mehr um den Rasen kümmern wird

KonradHöß Vereinschef Roland Küspert ging auf die Beziehung zu seinem Vorgänger ein: „Wir haben ein bisschen Verständnis, dass da ein kleines Problem bei der Person Höß da ist, loszulassen. Fast das ganze Leben lang hat er auf dem Platz verbracht und alles allein entschieden. Eine Verabschiedung wird es geben.“ Ein Termin dafür wurde nicht genannt. Kathi Höß, die Frau des früheren Chefs, war ebenfalls sehr aktiv. Bislang fuhr sie zu jedem Auswärtsspiel mit Küspert. „Ich hoffe, dass das so weitergeht.“ Auch Uli Bergmann, der künftige kaufmännische Geschäftsführer stellte sich vor. Der Abteilungsleiter des Landesligisten SC Oberweikertshofen hat zu Beginn der Woche mit Konrad Höß gesprochen und ihn darauf hingewiesen, er sollte nicht länger aus der Hüfte auf Leute schießen. Nicht gegeneinander arbeiten, sei die Devise, sondern miteinander. „Es ist unverständlich, warum hier ein Krieg entstehen soll“, so Bergmann. Kassier Josef Ankner ergänzte: „Bisher ist von uns kein böses Wort über den Conny gefallen. Man muss allergrößten Respekt haben vor ihm. Es wäre hilfreicher, wenn er uns unterstützen würde.“ Küspert äußerte sich ähnlich: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Er hat mich als seinen Nachfolger immer ins Gespräch gebracht. Ich habe mich nie aufgedrängt und mich lange gesträubt.“ In einem Punkt wird es keine Zusammenarbeit mehr mit Höß geben – bei der Rasenpflege. Der Vereinsgründer wollte nach wie vor bestimmen, wann ein Spiel wegen schlechten Wetters abzusagen sei. Ab sofort werden die Arbeiten in Eigenregie erledigen oder vergeben.

Löwen-Spiel In den gut 50 Jahren seines Bestehens hat der FC Pipinsried schon so manch großes Fußballspiel ausgetragen. Doch was am 5. Mai zu erwarten ist, das stellt alles in den Schatten, was bislang für Schlagzeilen gesorgt hat. Dann kommt der TSV 1860 München zum Dorfverein. Die Gastgeber rechnen mit einem Ansturm von nicht weniger als 7600 Besuchern. Die Münchner sind bekannt dafür, dass sie stets eine große Zahl von Fans mobilisieren. Die Vorbereitungen laufen längst auf Hochtouren. Noch sind nicht alle Fragen geklärt, aber die meisten. Demnach hat die Polizei für die Veranstaltung bereits grünes Licht erteilt. Die vielen Fahrzeuge benötigen eine enorme Parkfläche. Darum hoffen die Verantwortlichen auf gutes Wetter, damit zahlreiche Autos in den Wiesen abgestellt werden können. Die Straße von Tandern nach Pipinsried wird für den Straßenverkehr gesperrt, lediglich Bussen wird die Durchfahrt gestattet. Die Genehmigung für die Zusatztribüne wird noch in dieser Woche erwartet, sie würde 5000 Besuchern das Zuschauen ermöglichen. Die sportliche Brisanz ist ebenfalls nicht zu verachten in diesem Aufeinandertreffen zweier Teams, die bisher stets einige Ligen getrennt ihre Spiele absolvierten. Die „Löwen“ stehen vor dem Aufstieg in die 3. Liga, die Pipinsrieder wollen nur zu gerne dem ersten Jahr in der Regionalliga auch gleich eine zweites folgen lassen. FCP-Kassier Josef Ankner bliebt optimistisch. „Wenn wir keine Zuversicht hätten, hätten wir das Spiel nicht in Pipinsried ausgetragen.“ Und was die sportliche Lage seiner Kicker anbelangt, so rechnet er damit, dass die anfangs Mai bereits alles geregelt haben.

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Tickets Roland Küspert geht davon aus, dass alle Tickets verkauft werden können. Er empfiehlt, sich Karten bei Busunternehmen zu besorgen. Der Preis pro Karte beläuft sich auf 13 Euro für den Sitzplatz, zuzüglich zwei Euro für den Vorverkauf.

So plant Pipinsried die sportliche Zukunft

Ausgliederung Dass die Erste Fußballmannschaft ausgegliedert wird in eine GmbH, das war das brisanteste Thema bei der Jahreshauptversammlung vor vier Wochen. Reinhard Höß, der Sohn des Ex-Präsidenten, wird als Rechtsbeistand fungieren. Bis zum 1. Mai sollen alle Vorarbeiten erledigt sein. Die neue Gesellschaft bliebe auch bei einem Abstieg in die Bayernliga im Amt. Aktuell muss der Verein zweigleisig planen.

Sportliches Die Verträge mit Andreas Schuster und Markus Achatz (für zwei Jahre) wurden bereits verlängert. Führungsspieler wie Ünal Tosun und Kasim Rabihic will man behalten. „Rabihic hat Angebote von höherklassigen Klubs“, so Manager Roman Plesche. Bei einem Abstieg in die Bayernliga wird der sofortige Wiederaufstieg angepeilt. Emre Arik, der sich im Winter verabschiedete, sei im Training nicht der Fleißigste gewesen, hieß es. Positiv erwähnt wurde Luis Grassow, der nach dem Abbruch eines Testspiels wegen Schnee in Landshut eine zusätzliche Trainingseinheit absolvierte.

Laut Plesche schaut der Vereine auf junge Spieler aus dem Dreieck Ingolstadt, München und Augsburg. In der neuen Saison wird dreimal pro Woche trainiert. Eine Zweite Mannschaft steht derzeit nicht zur Debatte. Auch im Jugendbereich wird es keine neuen Teams geben. Das würde zusätzliches Personal erfordern und wäre von den Anlagen her schwer umzusetzen. Ein eigener Kunstrasenplatz scheitert an den Kosten.

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