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Fußball-Kreisliga

12.09.2019

Dasing triff nach sieben Jahren wieder auf Griesbeckerzell

2011/12 trafen der TSV Dasing (links Christian Fischer) und der SC Griesbeckerzell (rechts Dominique Gaßmair) letztmals in einem Punktspiel aufeinander. Am Sonntag ist es aber wieder so weit.

Nach sieben Jahren treffen Griesbeckerzell und Dasing wieder in einem Punktspiel aufeinander. Auf welchen Zeller Spieler der Aufsteiger besonders achten muss.

Sieben Jahre sind eine lange Zeit im Fußball: In der Saison 2011/2012 wurde der FC Bayern München noch von Jupp Heynckes trainiert, der FC Augsburg gehörte nach dem Aufstieg zu den Bundesliga-Novizen – und Griesbeckerzell und Dasing spielten noch gemeinsam in der Kreisklasse Aichach.

Der Rest ist Geschichte: Zell gewann beide Derbys und stieg als Meister in die Kreisliga Ost auf. Die Kontrahenten trafen nie wieder in einem Ligaspiel aufeinander – am Sonntag ist diese Zeit vorbei. Wie groß die Begeisterung über das Wiedersehen (Anpfiff 15 Uhr) zumindest auf Dasinger Seite ist, lässt sich im Gespräch mit Abteilungsleiter Michael Schäffer erahnen. „Endlich haben wir wieder ein Lokalderby gegen Griesbeckerzell auf Punktspielebene“, freut sich der TSV-Verantwortliche. Doch der Triumph über den Lokalrivalen wäre für die Dasinger nicht nur moralisch wichtig – auch fußballerisch will der unglücklich gestartete Aufsteiger den nächsten Schritt machen. „Wir treten da als der krasse Außenseiter an, wollen uns aber nicht kampflos ergeben. Wir sind auf einem guten Weg und wollen den am Sonntag weitergehen“, so Schäffer.

Wie auch Trainer Jürgen Schmid weiß der Manager um die Unerfahrenheit seiner Truppe, sieht den Grund für die vielen individuellen Fehler in der Dominanz der letzten Saison begründet: „Unser junges Team ist es aus der Kreisklasse nicht gewohnt, dass es so hart zur Sache geht. Auch die Qualität in der Kreisliga ist eine andere. Wir sollten viel öfter den Ball weghauen, statt immer alles spielerisch zu lösen.“ Ob sich der TSV mit diesem Konzept einen Gefallen tun würde, bleibt abzuwarten – immerhin gibt es in der Liga mehrere Teams, die fußballerisch deutlich hinter Dasing einzuordnen sind.

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Auch bei Griesbeckerzell fehlen wichtige Spieler

Gegen Griesbeckerzell könnte eine Abwehrschlacht aber genau die richtige Methode sein. Denn dass der Vorjahresvierte auf Rang eins thront, liegt vor allem im guten Sturm der Zeller begründet: Goalgetter Manuel Schweizer hat in den ersten vier Saisonspielen acht Tore erzielt und drei vorbereitet – gefährlich ist er aus Sicht von SC-Spielertrainer Matthias Kefer aber noch aus einem anderen Grund: „Er ist ein guter Fußballer mit hoher Eigenmotivation. Viel wichtiger als seine Tore ist, dass er immer als Anspielstation dient und mit dem Ball arbeitet.“ Gegen Dasing wird sich Schweizer besonders ins Zeug legen müssen.

Dass seine Mannschaft gegen den TSV ihren Lauf fortsetzen kann, gilt für Kefer nämlich keineswegs als ausgemacht: Der Derbygegner sei eigentlich „viel stärker als bisher gezeigt“ und „eher auf Petersdorfer Niveau“ anzusiedeln. Nicht ohne Grund nennt der Übungsleiter den SSV: Die Alsmooser erwiesen sich vor zwei Wochen als erster großer Prüfstein für Zell, luchsten dem SCG beim 1:1 einen Punkt ab. „Dass wir da trotz Unterzahl den Ausgleich erzielt haben, hat uns Trainer stolz gemacht“, sagt Kefer. Auch für die Partie gegen den TSV appelliert der Coach an die Mentalität seiner Mannschaft, wohl wissend, dass eine Zeller Elf in Bestform und ein Manuel Schweizer in Torlaune für die Dasinger aktuell wohl kaum zu schlagen sind.

Vielleicht ist es die Abwesenheitsliste, die Kefer zu schaffen macht: Neben dem rotgesperrten Daniel Burger fehlen ein Urlauber sowie zwei verletzte Spieler, darunter Mittelfeldakteur Christoph Sturm. Vielleicht wollen die Zeller die Dasinger aber auch einfach starkreden: Ein Lokalrivale auf Kreisliganiveau verspräche Spannung im Aufstiegsrennen – und hielte nebenbei die Hoffnung am Leben, dass es bis zum nächsten Ligaderby in Griesbeckerzell nicht wieder sieben Jahre dauert.

Ein spannendes Duell wird auch in Rinnenthal erwartet, wenn der BCR den BC Aichach empfängt (Anpfiff Sonntag 15 Uhr). Dann gilt es für die Paarstädter, die bislang weiße Weste (drei Spiele, drei Siege) gegen den Vizemeister des Vorjahres zu verteidigen.

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