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Radfahren

09.04.2015

Der Klassiker ist weiterhin gefragt

Namhafte Fahrer und Teams haben sich wieder für den Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ angemeldet. In diesem Jahr findet das Rennen bereits zum 18. Mal statt.
Bild: Peter Appel

Beim Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ gehen wieder namhafte Fahrer an den Start. Lokalmatador Schormair bangt allerdings um seine Teilnahme.

Fabian Schormair scheint vom Pech verfolgt zu werden, wenn es um sein Heimspiel geht. Im vergangenen Jahr stürzte der 20-Jährige zwei Runden vorm Ziel. 2013 fiel er krank aus. Auch in diesem Jahr ist ungewiss, ob der Untergriesbacher antreten kann, wenn sich am Sonntag, 12. April, die Elitefahrer beim Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ auf die Strecke begeben.

Eigentlich begann das Osterwochenende gut für Schormair. Am Karsamstag feierte der 20-Jährige, der für das Team Heizomat antritt, zunächst einen Sieg in Singen am Bodensee. Bei den „100 Kilometern unterm Twiel“ ließ Schormair rund 100 Kontrahenten hinter sich. Jede Menge Pech hatte er aber am Ostermontag in Schönaich (Landkreis Böblingen). Zur Hälfte des Rennens nach etwa 70 Kilometern wurde er in einen Massensturz mit etwa 30 Fahrern verwickelt und musste danach aufgeben, da er etliche großflächige Schürfwunden sowie Prellungen an Knie und Rippen erlitt.

„Es macht keinen Sinn, wenn ich am Sonntag mit Schmerzen fahre“, sagt der 20-Jährige gestern. Noch hat er die Hoffnung aber nicht aufgegeben. Die Ärzte sagen, dass die Beschwerden in den kommenden Tagen nachlassen. Die Prellung der Rippen bereitet Schormair keine Probleme beim Fahren. „Das merke ich nur leicht beim Atmen.“ Sorgen bereitet dem 20-Jährigen die Verletzung am Knie. Zu der Prellung kommt eine Zerrung im Oberschenkelmuskel, die sich ebenfalls auf das Gelenk auswirkt.

„Zurzeit ist nur langsames Rumrollen angesagt“, sagt Schormair gestern. Eigentlich hatte er Mitte der Woche eine Trainingseinheit von vier bis fünf Stunden eingeplant. Nun ist er froh, dass er sich wenigstens für eine Stunde aufs Fahrrad schwingen konnte.

Ursprünglich wollte der 20-Jährige in diesem Jahr beim Straßenpreis mehr Verantwortung übernehmen, da nicht das ganze Heizomat-Team in Aichach am Start ist. Viele Fahrer sind bei anderen Rennen in Niedersachsen und Baden-Württemberg gebunden. Daher sollen am Sonntag neben Schormair nur die anderen bayerischen Heizomat-Fahrer Benjamin Edmüller und Holger Burkhardt antreten. Bei einem Massensprint am Ende hätten seine Teamkollegen die Nase vorn, weil Schormair kein ausgewiesener Sprinter ist. In einer kleinen Spitzengruppe hätte sich der Aichacher aber durchaus Chancen ausgerechnet. Nun muss der 20-Jährige erst einmal schauen, ob er überhaupt antreten kann. „Ich bin jedenfalls sehr motiviert“, sagt er trotz der Verletzung.

Neben Heizomat sind unter anderem der RSC Kempten, das Team Erdgas Schwaben und der VC Ratisbona Regensburg vertreten. Organisator Hubert Stöffel freut sich zudem auf das tschechische Kontinental-Team AC Sparta Praha, das mit sieben Fahrern anreist. „Die fahren gnadenlos, die Burschen“, sagt der Vorsitzende des Aichacher Radteams 2000.

In diesem Jahr findet der Frühjahrsstraßenpreis zum 18. Mal statt. Stöffel steckt jedes Jahr viel Arbeit in die Vorbereitungen, die bereits seit Oktober laufen. Der 69-Jährige buhlt um Sponsoren und verhandelt mit Behörden und dem Verband. Allein am Sonntag sind 45 freiwillige Helfer im Einsatz.

„Das Rennen hat sich inzwischen schon einen Namen gemacht“, sagt Stöffel. Knapp 300 Fahrer haben sich in diesem Jahr in den acht Klassen gemeldet. Der Organisator kalkuliert mit einem Budget von rund 3000 Euro. Zwölf Euro Startgebühr muss jeder Fahrer bezahlen. Laut Stöffel wird der Hauptteil wieder als Preisgeld ausgeschüttet. Er redet von einem „Nullsummenspiel“. Den Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf spendet der Verein einer Multiple-Sklerose-Stiftung.

Stöffel schätzt, dass Florenz Knauer, der Sieger der Jahre 2013 und 2014, gute Chancen hat, sich im Hauptrennen durchzusetzen. Nach einem Gastspiel bei Schormairs Team Heizomat startet er wieder für Baier Landshut und wird dieses Mal von mehreren Kollegen unterstützt. Laut Stöffel könnte Knauer der erste Fahrer sein, der einen „Hattrick“ beim Aichacher Straßenklassiker schafft.

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