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Frauen-Fußball

08.06.2017

Der Meisterzug nimmt in Petersdorf Fahrt auf

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Alles einsteigen, der Meisterzug fährt ab: Die Fußballerinnen des SSV-Alsmoos-Petersdorf feiern den Titel in der Kreisliga.

Die Spielerinnen des SSV Alsmoos-Petersdorf feiern den Titel und steigen in die Bezirksliga auf. Warum es dennoch zunächst keine Sommerpause gibt und wie die Ziele für die kommende Spielzeit aussehen.

Der Start in die Saison fiel ideal aus. „Die ersten neun Spiele haben wir alle gewonnen“, bilanziert Josef Langenegger, Trainer der Fußballfrauen beim SSV Alsmoos-Petersdorf. Bis zur Winterpause gab es keine Niederlage. Spätestens zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass am Ende die Meisterschaft in der Kreisliga Augsburg stehen würde.

Selbstverständlich war dieser Erfolg keineswegs, denn in den vergangenen Monaten musste der ohnehin kleine Kader immer wieder Ausfälle verkraften. Bis zum Trainingsstart am 31. Juli ist Ausspannen aber noch kein Thema. Die Mannschaft hat sich durch ihre Leistungen für den Erdinger Meister-Cup qualifiziert. Am 24. Juni wird in Friedberg auf Kleinfeldern gespielt, für diese veränderten Bedingungen bereitet man sich nun vor. Als Seniorin im SSV-Team darf man Lina Gottensträter bezeichnen: In drei Wochen wird die Torfrau 49 Jahre alt. Die Keeperin geht locker mit ihrem Alter um: „Ich hab’ einen Sohn, der ist älter wie die jüngste Mitspielerin.“ Früher hat sie in Pfersee Landesliga gespielt und in Stätzling Bezirksoberliga. Nun verkörpert sie an der Hohenrieder Straße die Rolle der mitspielenden Torfrau. Unschwer ist ihr anzusehen, dass sie früher mal im Feld aktiv war. Bei Hallenturnieren stellte sie sich im Winter zwischen die Pfosten und das ist bis heute so geblieben.

Trainer Josef Langenegger ist eine Institution

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Josef Langenegger kümmert sich schon bald ein Vierteljahrhundert um die Fußballdamen des SSV, er hat auch die Zeiten in der Bezirksoberliga miterlebt. Aus dieser Klasse hat man sich freiwillig verabschiedet, weil es an der nötigen Zahl an Spielerinnen mangelte. In den vergangenen Monaten blieb die Bank durchaus mal leer. Des Öfteren musste man zurückgreifen auf die Freizeitmannschaft, die in erster Linie aus jungen Leuten besteht, die noch der B-Jugend angehören, aber auf dem Sprung nach oben sind.

Wichtig war, dass die beiden Partien gegen Vizemeister Thierhaupten siegreich gestaltet werden konnten. Mit Ausnahme eines 6:0-Siegs fielen alle Resultate knapp aus. Eine Klasse höher ist künftig wohl Abstiegskampf angesagt. Sabrina End, mit 13 Treffern die erfolgreichste Schützin, erweist sich ein wenig mutiger: „Der Wunsch ist eher Mittelfeld.“ Voraussichtlich am 9. September geht es erstmals um Punkte in der Bezirksliga. Laut Coach Langenegger war die gute Defensive, inklusive Torfrau, die Basis für den Titelgewinn: „Und vorne hatten wir außergewöhnlich schnelle Stürmerinnen.“ End nennt einen weiteren Grund für die Erfolge: „Das Miteinander ist gut. Jede ist bereit, die Wege für die andere zu gehen. Klar gibt es auch mal Knatsch.“ Einmal im Monat geht man gemeinsam essen, auch bei Partys sieht man die Fußballerinnen gemeinsam.

Neue Damen für den Bezirksligisten zu begeistern, dürfte nicht gerade leichtfallen. „Jedes Dorf bietet mittlerweile Mädchenfußball an“, nennt Lina Gottensträter ein wichtiges Argument: „Heute gibt es 20 Mannschaften in Augsburg.“ Außerdem sei zu bedenken, dass in dieser Szene bisweilen eine Geburtstagsfeier einen höheren Stellenwert einnimmt als das Ringen um Punkte. Auch Josef Langenegger macht keinen Hehl daraus, dass er sich gerade bei den jüngeren Talenten gelegentlich eine bessere Einstellung wünschen würde. Grundsätzlich aber sagt der 51-Jährige: „Wir haben uns bewusst entschieden, dass der Spaß im Vordergrund steht.“ Man wollte den Erfolg nicht auf Biegen und Brechen, ergänzt End.

Beim Meistercup in Friedberg könnten die SSV-Frauen unter anderem auf BOL-Meister Pfersee oder Kreisklasse-Titelträger Sielenbach treffen. „Wir fahren hin, um Spaß zu haben“, erklärt Birgit Büchl, die seit 1999 mit von der Partie ist, länger als alle anderen. Sabrina End verweist darauf, dass bei diesem Turnier jedem Team nur sechs Fußballerinnen angehören: „Da sieht die Welt anders aus.“

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Zum Abschluss wird gefeiert

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