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Fußball-Bezirksliga

05.10.2019

Derbys und Pflichtaufgaben für Landkreis-Teams

Simon Knauer (oben) und der TSV Aindling müssen in Gersthofen ran, Bora Kalkan und der FC Affing empfangen Wertingen.
Bild: Baudrexl

Unterschiedliche Vorzeichen gibt es bei den Teams aus dem Wittelsbacher Land. Adelzhausen muss nach Stätzling. Hollenbach, Aindling in Gersthofen.

Um 15 Uhr geht es für die Bezirksliga-Fußballer aus dem Wittelsbacher Land in die letzte Etappe der englischen Woche. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich.

Nur drei Tage nach dem Punktgewinn gegen Gersthofen müssen die Fußballer des BC Adelzhausen erneut eine schwere Prüfung bestehen. Die Situation wird ernster am Römerweg. Drei Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer nun, der BCA trabt auf der Stelle, da er einfach keine Spiele gewinnt. „Gersthofen war wirklich ein starker Gegner, aber wir haben uns das Leben wieder selbst schwer gemacht“, hat Abteilungsleiter Jürgen Dumbs vor allem die unnötigen Gegentore im Kopf. Seltsamerweise ging erst ein Ruck durch die Mannschaft, als man nach 65 Minuten in Unterzahl geriet durch eine überzogene Gelb-Rote Karte. „Da war die Mannschaft sauer auf den Schiedsrichter und hat dadurch wieder zu der nötigen Leidenschaft zurückgefunden.“ So konnte man in letzter Minute noch einen Punkt retten. In Stätzling erwartet den BCA ein technisch und spielerisch starker Gegner, der am Donnerstag nach acht Spielen ohne Niederlage wieder einmal den Kürzeren zog beim FC Mertingen (2:5). Ob das Team dadurch an Selbstvertrauen eingebüßt hat, wird sich zeigen. Beim BCA wird Coach Johannes Putz auf Stephan Kreisel verzichten müssen, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte auf der Bank sah. Außerdem waren einige Akteure gesundheitlich angeschlagen, sodass wohl erst kurzfristig entschieden werden kann, wie die Startelf aussieht. (jüd-)

Im Team des TSV Aindling steckt so viel Substanz, dass es auf Dauer ganz oben mitspielen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Leistung beim 1:0 gegen den FC Affing. In dieser Verfassung darf sich der neue Rangdritte auch beim Nachbarn in Gersthofen was ausrechnen. Wer in einer englischen Woche bestehen will, der braucht einen breiten Kader. Aindling steht in der Beziehung derzeit gut da, so fiel es gegen Affing nicht sonderlich ins Gewicht, dass Kicker wie Mark Radoki und Jan Plesner aus gesundheitlichen Gründen nicht mitspielen konnten. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Stabilität in der Abwehr. „Wir sind gut gestanden“, stellte Trainer Roland Bahl fest. Das ist nicht allein ein Verdienst von Torhüter Alexander Bernhardt, sondern ganz besonders auch der (veränderten) Viererkette. Die Stabilität kommt auch in konkreten Zahlen zum Ausdruck. In den vergangenen acht Spielen kassierten die Aindlinger lediglich vier Treffer; in den vier Auftritten zum Auftakt waren es nicht weniger als elf. Eine Forderung hat Bahl dennoch: „Man muss die Möglichkeiten konstant nutzen.“ Denn nicht jedes Mal reicht bereits ein Treffer. (jeb)

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Günzburg – TSV Hollenbach: Hollenbach ist Favorit

Nachdem die Formkurve bei den Hollenbachern zuletzt deutlich nach oben ging, hofft das Team von Trainer Christian Adrianowytsch, drei Punkte entführen zu können. Durch das 1:1 Remis beim VfL Ecknach ist der TSV nun seit vier Spielen ohne Niederlage und hat dabei nur zwei Gegentore kassiert. Nur die Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig. Um den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren, müssen die Günzburger alles in die Waagschale werfen. Besondere Bewachung sollten die Hollenbacher für Spielertrainer Christoph Bronnhuber einplanen. Er führt die interne Torschützenliste der Heimmannschaft mit sechs Treffern an und weiß wie man gegen Hollenbach trifft: Als Trainer des TSV Offingen in der Saison 2017/18 steuerte er beim 2:0 Sieg seiner Elf über den TSV einen Treffer bei. Das letzte Aufeinandertreffen liegt schon 20 Jahre zurück. 1999 gewannen die Krebsbachtaler mit 2:1. Am Saisonende stiegen die Günzburger als Tabellenletzter, die Hollenbacher als Vorletzter ab. Beim TSV hat sich Patrick Högg fit gemeldet. (nzf)

Auf Tobias Jorsch wartet ein Heimspiel im doppelten Sinne. Die Bezirksligapartie des FC Affing gegen den TSV Wertingen findet vor eigenem Publikum statt und in Wertingen ist der Spielertrainer zu Hause. Er weiß also bestens Bescheid über den Gegner. „Irgendwie hat sich das schon abgezeichnet“, meinte er nach der 0:1-Niederlage in Aindling; zuvor war der FCA in nicht weniger als sieben Punktspielen nicht mehr als Verlierer vom Feld gegangen. Ein letztes Mal wird man auf den gesperrten Maximilian Merwald verzichten müssen. Auch Maximilian Schacherl darf nach seinem Platzverweis in Aindling nicht mitwirken. „Da werden wir uns schon was einfallen lassen“, so Jorsch. Das Einfachste wäre wohl, wenn Anel Jusufovic gleich von der ersten Minute an eingesetzt würde. Markus Berchtenbreiter wusste am Donnerstag noch nicht, wie das gegen ihn laufende Sportgerichtsverfahren ausgehen wird. Der Abteilungsleiter hatte am 22. September beim 3:3 in Mertingen eine Flasche geworfen. Diesen Vorwurf bestreitet er nicht. Der 51-jährige Funktionär legt aber großen Wert auf die Feststellung, dass die Flasche keineswegs in Richtung Zuschauer flog. Berchtenbreiter sah für den Vorfall die Rote Karte. (jeb)

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