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Handball

11.02.2020

Deshalb geht der Trainer der Aichacher Handball-Männer

Manfred Szierbeck hört am Saisonende als Trainer bei den Handballern des TSV Aichach auf. Der 55-Jährige nennt mehrere Gründe.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Manfred Szierbeck hört am Saisonende als Coach der TSV-Männer auf. Der 55-Jährige nennt drei Gründe für seinen Rückzug, darunter auch seinen Beruf.

Es war nach dem letzten Punktspiel im Jahr 2019. Da formulierte Manfred Szierbeck in einem privaten Gespräch seinen Frust. Der rührte nicht allein vom unbefriedigenden 22:22 am 14. Dezember gegen die SG Gersthofen her. Zu diesem Zeitpunkt war die Entscheidung, die am Sonntagabend publik wurde, schon in gewisser Weise abzusehen. In zwei Monaten, wenn die Saison 2019/20 in der Bezirksoberliga abgeschlossen ist, wird sich Manfred Szierbeck als Trainer der Aichacher Handballer verabschieden. Nach dem 32:25-Erfolg beim TSV Niederraunau II informierte er offiziell über diesen Schritt, der intern schon knapp drei Wochen zuvor feststand.

Für diesen Schritt nannte der Coach gegenüber den AN drei Gründe. Die sportliche Perspektive entspricht nicht seinen Vorstellungen. Derzeit verfügt die Handball-Abteilung im TSV Aichach über keine männliche A-Jugend. Damit ist klar, dass die Herrenmannschaft aus dem eigenen Lager im nächsten Sommer auf keine Blutauffrischung hoffen kann. Dass neue Spieler von anderen Vereinen nach Aichach wechseln könnten, die eine Verstärkung darstellen, das ist bereits seit Jahren nur in Ausnahmefällen vorgekommen.

Manche Spieler haben andere Vorstellungen als der Trainer

Daneben macht Szierbeck auch kein Hehl mehr daraus, dass ein Teil des Kaders andere Vorstellungen als der Trainer darüber hat, mit welchem Engagement man diesem Sport in der BOL nachgeht. Er selbst steht für Power und Einsatz, selbst dann, wenn man geneigt ist, eine Partie aufgrund der Papierform schon vorab als verloren einzustufen. Dazu kommt, dass sich Szierbeck im Herbst einer Knieoperation unterziehen muss, die ohnehin eine längere sportliche Pause nach sich ziehen würde. Das vielleicht gravierendste Argument für einen Schlussstrich unter seinen Trainerjob bei den Aichacher Männer aber liefert die berufliche Situation. Szierbeck arbeitet in der Rotation der Presse Druck- und Verlags-GmbH in Augsburg und druckt damit auch die Exemplare der Aichacher Nachrichten. „Der Schichtplan wurde umgestellt“, teilt er nun mit.

Nachdem seine Arbeit um 20 Uhr beginnt, würde er allenfalls in Ausnahmefällen ein Training leiten können. Vor diesem Hintergrund suchte Szierbeck das Gespräch mit Tini Wonnenberg und Wolfgang Sumperl aus der Leitung der Abteilung. Nun darf darüber gerätselt werden, wer ab Juli für die Aichacher Handballer als Trainer zuständig sein wird. Wolfgang Szierbeck sind zum Ausstand folgende Anmerkungen wichtig: „Ich bleibe dem TSV erhalten, ich werde kein Traineramt annehmen.“

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