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Leichtathletik

15.07.2019

Dillitz dominiert

Schnellste Männer: Benjamin Dillitz (Mitte) gewinnt den Aichacher Stadtlauf zum dritten Mal in Folge und stellt dabei einen neuen Streckenrekord auf. Auf Platz zwei und drei: Michael Harlander (rechts) und Alexander Wehle.
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Schnellste Männer: Benjamin Dillitz (Mitte) gewinnt den Aichacher Stadtlauf zum dritten Mal in Folge und stellt dabei einen neuen Streckenrekord auf. Auf Platz zwei und drei: Michael Harlander (rechts) und Alexander Wehle.

Favorit gewinnt Aichacher Stadtlauf zum dritten Mal in Folge und krönt starke Vorstellung mit neuem Streckenrekord. Hannah Sassnink läuft bei Heimspiel ebenfalls vorneweg

So souverän haben noch nicht viele Athleten dem Aichacher Stadtlauf ihren Stempel aufgedrückt. Benjamin Dillitz machte am Freitagabend bereits auf den ersten Metern klar, dass er sich den dritten Sieg in Serie von keinem Konkurrenten würde nehmen lassen. Nach der ersten von fünf Runden hatte er einen Vorsprung von acht Sekunden. Und der wuchs beständig an. So stand am Ende gar ein neuer Streckenrekord für die rund sechs Kilometer mit 18:08 Minuten. Bisher war hier der Name Thomas Straßmeir verzeichnet, dem ihm Jahr 2005 18:21 Minuten gereicht hatten.

„Ich bin aus dem Stand raus los, ich hatte gute Beine“, berichtete Dillitz: „Ich hab’s laufen lassen.“ Der Sieger durfte von einem „tollen Erlebnis“ schwärmen: „Das war ein guter Tag.“ Nicht zuletzt auch deshalb, weil noch keiner bei dieser Veranstaltung, die zum 36. Mal über die Bühne ging, so schnell unterwegs war wie Dillitz. Der Adelzhauser startet für die LG Stadtwerke München.

Diese Dominanz erkannte auch Michael Harlacher neidlos an. Der Topmann des veranstaltenden LC Aichach kam als Zweiter ins Ziel mit einem beträchtlichen Rückstand von 80 Sekunden. „Ich war ein bisschen grippeschwächt“, ließ er wissen, fügte aber gleich hinzu: „Der Benni ist momentan so stark, da hätte ich auch im fitten Zustand keine Chance.“ Rang drei ging an Alexander Wehle, der 20:49 Minuten unterwegs war. „Ein super Ergebnis, gigantisch“, zeigte er sich überglücklich. In letzter Zeit hatte er vorwiegend lange Strecken trainiert, daher war mit dieser Zeit nicht unbedingt zu rechnen. Quasi zum Aufwärmen hatte Wehle vor dem Lauf noch ein Einzelzeitfahren auf dem Fahrrad über zehn Kilometer bestritten. Dazu muss man wissen: Der Mann bereitet sich vor auf den Ironman-Triathlon in zwei Wochen in Hamburg. Dort wird er sich auf den klassischen Distanzen mit der Konkurrenz messen.

Dillitz dominiert

Dass sich Hannah Sassnink bei den Frauen durchsetzen würde, das war irgendwie abzusehen. „Es ist gut gelaufen“, durfte die Siegerin feststellen. Auch in diesem Fall bestand bereits nach einer Runde kaum ein Zweifel mehr an ihrem Erfolg: „Ich versuche, gleich vom Start weg voll zu laufen.“ Nachdem sie kaum einen Kilometer davon zu Hause ist, durfte sie von einem Heimspiel reden. Mehr als zufrieden zeigte sich auch Josef Lechner, der Vorsitzende des LC Aichach. Ihm ist es stets ein besonderes Anliegen, dass viele junge Leute mit von der Partie sind. Hier macht sich die Zusammenarbeit mit der Wittelsbacher Realschule, der Grundschule Aichach-Nord und der Ludwig-Steub-Schule bezahlt. Lechners Fazit: „Eine schöne Veranstaltung mit vielen Zuschauern.“

Den Auftakt bildeten wie üblich die Teilnehmer der Ulrichswerkstätten, die nur eine Runde durch das Zentrum von Aichach zu bewältigen hatten. So wie nachher die Kinder und Jugendlichen. Für sie lagen nicht nur Medaillen bereit, sondern auch was zu essen – Pizzaschnitten. So lange es sein Terminkalender erlaubte, war auch Bürgermeister Klaus Habermann vor Ort und griff bei mehreren Läufen zu seiner Startpistole. Er bedankte sich beim LC Aichach „und denen, die mit hier tätig sind“. Um 19 Uhr hatte er die Sportfreunde begrüßt „in Aichachs guter Stube“ und gestaunt über das große Interesse: „So viel sind sonst nur beim Stadtfest hier.“ Nicht nur gerannt wurde eifrig, nicht minder fleißig waren die vielen Fotografen, die gerade bei den Nachwuchsläufen ihre Sprösslinge fürs Familienalbum ablichteten.

Die Temperaturen lagen bei 20 Grad, also geradezu ideal für die Läuferinnen und Läufer. Und die Wetterprognose, die Regen und Unwetter für den Freitagabend in Aichach angekündigt hatte, bewahrheitete sich erst nach 22 Uhr. Da hatten die Straßensperren, die bei dieser Veranstaltung erforderlich waren, schon lange keinen Bestand mehr.

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