1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Lokalsport
  4. Ecknach erteilt Aindling eine Abfuhr

Fußball-Bezirksliga

03.11.2019

Ecknach erteilt Aindling eine Abfuhr

Der Ecknacher Christoph Jung (rechts) und der Aindlinger Felix Danner im Zweikampf. Jung bereitete den vierten Treffer der Gäste quasi vor, als er nach einem schnellen Angriff den Pfosten traf und Michael Eibel den Abpraller zum 4:1-Endstand nutzte.
Bild: Sarina Schäffer

Nach einem Platzverweis für Mark Radoki in der zweiten Halbzeit leistet der TSV zu wenig Widerstand. Der VfL nutzt die Überzahl zum 4:1-Auswärtssieg im Derby.

Man kann schon Wetten darauf abschließen: Wenn die Bezirksligafußballer des TSV Aindling in dieser Saison in Rückstand geraten, dann gehen sie später auch als Verlierer in die Kabine. Dieses Manko konnte man im Laufe der vergangenen Wochen oft genug beobachten, ein Aufwärtstrend war dabei nicht zu erkennen. Gestern freute sich der VfL Ecknach, der einige starke Vorstellung zeigte, über diese Misere. Mit einem 4:1-Sieg sorgte er für die bereits vierte Heimniederlage des ehemaligen Bayernligisten und verbesserte sich damit ins obere Mittelfeld. Schon in der Hinrunde hatte sich der VfL, der die letzten sechs Auftritten nicht mehr verloren hat, mit diesem Resultat durchgesetzt.

Aufseiten der Gäste rückte anstelle von Johannes Grimm diesmal Daniel Zakari in die Startelf und sorgte gleich für die erste gefährliche Szene; sein Schuss war zu hoch angesetzt. Dann prüfte Maximilian Obermeyer den TSV-Keeper, ehe der mit einem Schuss von Daniel Framberger Probleme hatte. Simon Knauer nahm von der Ecknacher Strafraumgrenze genau Maß, setzte die Kugel jedoch am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Die erste Viertelstunde war absolviert, als es 0:1 stand: ein echter Sonntagsschuss von Zakari aus halblinker Position. Felix Danner brachte Knauer ins Spiel, und der zielte am linken Pfosten vorbei.

Aindlinger Erfolgserlebnis nach der Pause

Der zweite Durchgang begann ganz im Sinne des TSV Aindling, der ohne den gesperrten Michael Hildmann auskommen musste. Eine Flanke von Lukas Ettner verlängerte Mark Radoki mit dem Kopf zum Ausgleich. Nun wurde unter Flutlicht gekickt. Diese Lichtverhältnisse sind die Aindlinger eher gewohnt, von einem Vorteil aber konnte man keineswegs sprechen. Denn nach einem Foul an Benedikt Huber musste Radoki, im ersten Durchgang bereits verwarnt, mit der Gelb-Roten Karte den Platz verlassen. Die Überzahl nutzte der VfL prompt und in beeindruckender Weise. Kurz vor dem linken Pfosten zog Michael Eibel aus spitzem Winkel ab und stellte das 1:2 her. Das war längst nicht der Schlusspunkt in diesem Derby. Zakari leitete einen Angriff über Christoph Jung ein, nach dessen Zuspiel hatte Maximilian Obermeyer freie Fahrt zum dritten Treffer der Gäste. Wenig später traf Jung nach einem schnellen Angriff den linken Pfosten, den Abpraller verwertete Eibel.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Die Reaktion auf den Rängen ließ nicht auf sich warten, die ersten TSV-Anhänger begaben sich vorzeitig auf den Heimweg. Selbst wenn die Hausherren ihre wenigen Chancen allesamt verwertet hätten, gereicht hätte es immer noch nicht, um wenigstens ein Unentschieden zu holen.

TSV Aindling Bernhardt, Harjung, Schöttl, Woltmann, Ettner, Modes, Schäffner (81. Shushe), Wiedholz (69. Tobias Hildmann), Danner (83. Kratzer), Knauer, Radoki.

VfL Ecknach Helfer, Ettinger, Huber, Mühlberger, Glas, Framberger, Wohlrab, Zakari (79. Lukas Wagner), Eibel, Obermeyer (85. Sponer), Jung (72. Jusczak).

Tore 0:1 Zakari (15.), 1:1 Radoki (48.), 1:2 Eibel (63.), 1:3 Obermeyer (68.), 1:4 Eibel (71.)

Schiedsrichter Konrad (Adelzhausen) Gelb-Rot Radoki (Aindling/Foul/63.) Zuschauer 170.

Das sagen die Trainer

Roland Bahl (TSV Aindling) Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht Fußball gespielt. Da hat uns ein paarmal der letzte Pass gefehlt, da war es ein relativ ausgeglichenes Spiel. Dann machen wir den wichtigen Ausgleich. Was nicht passieren durfte, das war die Gelb-Rote Karte gegen Radoki. Das war unnötig, wir haben in der Halbzeit gesagt: Er darf kein Offensivfoul mehr machen. Beim 1:2 sieht man die Klasse von Eibel. Danach fehlte uns die Substanz. Die (Ecknacher) haben es sehr gut gemacht. Das war ein trister Herbsttag wie das Wetter.

Daniel Framberger (VfL Ecknach) War heute sauwichtig, dass wir einen Dreier gemacht haben. Die ganzen Unentschieden bringen einen nicht weiter. Wir haben uns auf das Spiel gefreut. Das ist ein Highlight für uns. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen, wir waren präsenter. Wir sind dann gar nicht aus der Halbzeit gekommen. Auf den Platzverweis haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Toll, dass danach unser Spiel nach Fußball ausgeschaut hat. Es ist perfekt, wenn man aus der Überzahl was macht. Grimm war angeschlagen, er hat die Woche nicht trainiert.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren