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Radrennen

13.04.2015

Ein Freund zerstört den Traum vom Hattrick

Trotz Anstrengung hatten viele Fahrer beim Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ ein Lächeln auf den Lippen. Für das Radteam Aichach 2000 stellte die Veranstaltung wieder einen Kraftakt dar. 
Bild: Peter Appel

Florenz Knauer, der Sieger von 2013 und 2014, wird beim 18. Aichacher Frühjahrsstraßenpreis Zweiter. Ausgerechnet ein Ex-Teamkollege macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Florenz Knauer stand gestern knapp vor einem Hattrick. Nach Siegen in 2013 und 2014 beim Aichacher Frühjahrsstraßenpreis peilte er am Sonntag den dritten Erfolg in Serie an. Doch Daniel Bichlmann, ausgerechnet ein früherer Teamkollege, machte ihm beim Radrennen rund um Oberwittelsbach einen Strich durch die Rechnung. Der 26-jährige Kaminkehrer aus Ruhpolding setzte sich auf der letzten von 15 Runden ab und gewann mit einem Vorsprung von rund 100 Metern. Knauer wurde schließlich Zweiter.

„Heute ist er mir nicht vehement hinterher gefahren“, sagte Bichlmann als Erklärung dafür, warum es diesmal für seinen Freund nicht reichte. Der Sieger vom Sonntag arbeitet 20 Stunden die Woche: „Ich trainiere eher zuviel als zu wenig.“ Im Winter war er zweieinhalb Wochen mit dem Rad in Neuseeland unterwegs. Der Sport führt ihn in Länder wie Gabun, die viele erst auf der Karte suchen müssten. Sein Team Bike Aid ist derzeit bei der Marokko-Rundfahrt im Einsatz, während Bichlmann bei regionalen Rennen versucht, die richtige Form zu finden. Auf gut 25000 Radkilometer kommt er im Lauf eines Jahres.

„Man muss nicht immer ganz vorne stehen“, versuchte sich Florenz Knauer vom Team Baier Landshut zu trösten. Diesmal habe sich die Konkurrenz sehr auf ihn fokussiert.

Das Radteam Aichach 2000 hätte als Organisator natürlich zu gerne einen Aichacher auf dem Podest gesehen. Fabian Schormair hätte dafür durchaus in Frage kommen können. Doch der Mann, der für das Team Heizomat in die Pedale tritt, musste sich gestern mit Platz 17 zufrieden geben, nachdem er im Hauptfeld das Ziel erreicht hatte. „War schade, dass ich die falsche Gruppe erwischt hatte“, meinte Schormair.

Sein Sturz vom Rad, den er sich kürzlich zuzog, war gestern nicht das entscheidende Handikap, sondern andere gesundheitliche Probleme, die ihm über Wochen hinweg zu schaffen machten. Dazu musste er Antibiotika schlucken, in den vergangenen Tagen kam noch eine Erkältung dazu. Damit hatte er angesichts der Klasse in diesem Feld von vorneherein einen schweren Stand. Die Siegerzeit brachte einmal mehr zum Ausdruck, dass im Osten der Stadt Aichach stets ein hohes Tempo vorgelegt wird und das trotz eines Höhenunterschieds von 72 Metern, der in jeder Runde zu bewältigen ist. 2:23:20 Stunden lang war das Feld diesmal auf der insgesamt 105 Kilometer langen Strecke unterwegs. Der Rekord von 2:22:01 blieb also unangetastet.

Teilnehmer aus Prag kommen über Nebenrollen nicht hinaus

Im Vorfeld waren die Teilnehmer aus Prag hoch gehandelt worden. Sieben fanden sich beim Start ein, sie mussten weitgehend mit Nebenrollen vorliebnehmen, nachdem es sich vorwiegend um junge Leute handelt, denen es noch an der nötigen Power mangelt.

Für das Radteam Aichach 2000 stellt diese Veranstaltung, die zum 18. Mal stattfand und an den tödlich verunglückten Radsportler Manuel Waldvogel erinnert, stets einen besonderen Kraftakt dar. Insgesamt wurden 80 Mitarbeiter benötigt. Aber wenn Vereinschef Hubert Stöffel die große Schar junger Sportlerinnen und Sportler in Aktion sieht, dann vergisst er die viele Arbeit, sondern fühlt sich zurückversetzt in frühere Zeiten, als er selber 35 Jahre lang Rennen fuhr.

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