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Fußball

31.05.2020

FC Pipinsried: Neuauflage des Löwenspiels begeistert deutschlandweit

Begleiten das „Spiel des Lebens“ als Kommentatoren: Daniel Leugner (hinten) und Fabian Hürzeler.

Mehr als 1000 Zuschauer verfolgen das Spiel gegen den TSV 1860 München zwei Jahre nach der eigentlichen Partie. Wie es Fabian Hürzeler als Kommentator ergeht.

Sogar in Kiel ist der FC Pipinsried nicht gänzlich unbekannt. Das machte die Wiederauflage des sogenannten „Spiel des Lebens“ gegen den TSV 1860 München deutlich, das der Dorfklub am Donnerstag auf seinen digitalen Kanälen, rund zwei Jahre nach dem Aufeinandertreffen der beiden Vereine, zeigte. Eines der zahlreichen virtuellen Tickets ging sogar in den Norden Deutschlands. Das Interesse war groß, allein auf der Videoplattform Youtube wurde die Partie mehr als 1000 Mal angeklickt.

Insgesamt freute sich Noch-FCP-Geschäftsführer Ulrich Bergmann, der den Verein zum 30. Juni verlassen wird (siehe Artikel oben), über fast 500 verkaufte Artikel. Neben Eintrittskarten gab es virtuelle Wurst- und Fischsemmeln sowie Bier, aber auch ein Sondertrikot in limitierter Auflage. „Viele Menschen haben uns unterstützt und das freut uns sehr. Es ist jetzt kein riesiger Betrag, aber gerade in dieser schwierigen Zeit ein wichtiges Zeichen.“ Von den 50 Sondertrikots gibt es aktuell nur noch ganz wenige. „Die gehen sicher auch noch weg“, so Bergmann. Von den Einnahmen spendet der FCP einen Teil an das Franziskuswerk in Schönbrunn sowie die Ulrichs Werkstätten in Aichach.

7000 Zuschauer sind beim Schlagerspiel gegen die Löwen dabei. Durch einen souveränen 3:0-Erfolg sichert sich Sechzig die Meisterschaft.
75 Bilder
Die Löwen in Pipinsried
Bild: Sebastian Richly

Pipinsrieds Trainer fühlt sich als Kommentator wohl

Das komplette Spiel gab es nicht zu sehen, sondern einen 45-minütigen Zusammenschnitt. Schmankerl seitens des FCP war das Kommentatoren-Duo aus Trainer Fabian Hürzeler und Mittelfeldspieler Daniel Leugner. Mit nicht immer ernst gemeinten Sprüchen, aber auch fachmännischen Analysen begleiteten die beiden Pipinsrieder Akteure das Geschehen. Wichtigste Erkenntnis. „Die ersten 23 Sekunden war Pipi am Drücker“, wie Leugner, die früher für die Löwen am Ball war, feststellte. Unerwähnt blieb auch die Naturtribüne nicht, auf der rund 5000 Löwen-Anhänger Platz fanden. „Da wurde vorher Mais angebaut, glaube ich“, so Fabian Hürzeler, früher ebenfalls bei den Münchnern aktiv war. Am Ende gewannen die Löwen mit 3:0 und feierten die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern. Kurz nach dem Abpfiff stieg bei den Kommentatoren auch zwei Jahre später nochmals die Aufregung, denn die Löwenfans, stürmten damals den Platz, um mit ihrer Mannschaft zu feiern. „Unfassbar, Pyro im Spiel, Platzsturm der Löwenfans – was ist denn in Pipinsried los?“, kommentierte Fabian Hürzeler, der sich selbst auf dem Bildschirm verfolgen konnte, wie er sich vor den heranstürmenden Löwenfans in Richtung seiner Spieler aufmachte. Das blieb auch Kollege Daniel Leugner nicht verborgen: „Der Hürzeler hat Angst.“ Am Ende blieb wie hinlänglich bekannt alles friedlich. Mit der Leistung seiner Mannschaft war Hürzeler aber nicht ganz zufrieden, und mit seiner als Kommentator? „Ich finde, wir haben das ganz gut gemacht. Es ist schwieriger, als man es vom Fernsehen her kennt.“

Vorbereitet hat sich der Münchner nicht großartig: „Klar bin ich die Aufstellung mal durchgegangen, aber der Rest muss spontan kommen, sonst gehen die Emotionen verloren.“ Emotionen hat die Partie auch bei ihm persönlich geweckt: „Es war wirklich ein besonderes Spiel für den Verein. Hut ab, was alle Helfer damals auf die Beine gestellt haben. Da kann man wirklich stolz drauf sein, besonders wenn man die Bilder jetzt nochmals sieht.“

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