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Fußball-Bayernliga

29.01.2020

FC Pipinsried: Salemovic hört im Sommer als Spielertrainer auf

Auf dem Platz fühlt sich Muriz Salemovic (links im Spiel gegen Ex-Klub TSV Landsberg) am wohlsten. Der 31-Jährige wird deshalb auch als Spielertrainer im Sommer beim FC Pipinsried aufhören. Das hat Auswirkungen auf die Planungen des Vereins.
Bild: Sebastian Richly

Nach Manager Roman Plesche wird auch Spielertrainer Muriz Salemovic seinen Vertag nicht verlängern. Zwei Faktoren spielen für den 31-Jährigen dabei eine Rolle.

Der FC Pipinsried sorgt auch in der spielfreien Zeit weiter für Schlagzeilen. Nach dem Abgang des Sportlichen Leiters Roman Plesche steht nun auch fest, dass Muriz Salemovic ab Sommer nicht mehr als Spielertrainer beim Dorfklub tätig sein wird.

Der 31-Jährige begründete seine Entscheidung mit dem hohen Aufwand: „Das steht für mich eigentlich schon seit Mitte Dezember fest. In der Regionalliga wäre der Aufwand nochmals deutlich höher. Dann musst du eigentlich drei oder sogar vier Mal pro Woche trainieren, um konkurrenzfähig zu sein.“ Salemovic, der in Landsberg wohnt und rund eine Stunde Fahrtweg nach Pipinsried hat, führt aber noch einen weiteren Grund an: „Ich habe auch schon in Landsberg gemerkt, dass mir als Spielertrainer die Unbekümmertheit auf dem Platz fehlt. Wir sind zwar sehr erfolgreich, aber so wirklich hat die Konstellation für mich persönlich nicht funktioniert. Ich will mich künftig wieder mehr auf mein Spiel konzentrieren.“

Nach Salemovic-Abgang: Hürzeler ist der Wunschkandidat

Ganz ausschließen möchte der Spielmacher einen Verbleib beim FC Pipinsried aber nicht: „Der Aufwand in der Regionalliga ist sehr hoch, auch als Spieler. Hinzu kommt, dass ich nebenher meine Trainerlizenzen machen möchte. Das muss dann mit dem Verein abgesprochen sein. Prinzipiell kann ich mir ab Sommer vieles vorstellen, noch ist alles offen.“ Ulrich Bergmann, Geschäftsführer der Fußball GmbH des FC Pipinsried und nach dem Abgang Roman Plesches für die Trainersuche zuständig, würde gerne mit Salemovic weitermachen: „Er hat mir gestern mitgeteilt, dass es als Trainer nicht weitergehen wird. Das kann ich nachvollziehen. Nichtsdestotrotz würde ich ihn gerne weiter bei uns als Spieler sehen. Er ist mit der beste Fußballer der Bayernliga und hat auch schon in Memmingen gezeigt, dass er in der Regionalliga ein Schlüsselspieler sein kann.“

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Ein möglicher Abgang Salemovic’ könnte Auswirkungen auch Trainerkollege Fabian Hürzeler haben. Salemovic: „Wir verstehen uns super. Die Arbeit mit Fabi macht wirklich viel Spaß.“ Die Arbeit mit Hürzeler fortsetzen würde gerne Ulrich Bergmann. Der 62-Jährige will die Trainerfrage möglichst schnell klären: „Wir hätten das gerne schon früher gelöst, aber man kann nichts erzwingen. Stand jetzt würde Fabi gerne weitermachen. Jetzt gilt es, einen entsprechenden Partner zu finden.“ Bergmann sucht einen zweiten Spielertrainer. Hürzeler könnte künftig in einer Doppelrolle als Trainer und Sportlicher Leiter agieren. Bergmann: „Daran arbeiten wir gerade, allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten.“ Eine davon wäre eine Verpflichtung von Sascha Mölders als Spielertrainer, mit dem sich Bergmann auch schon getroffen hat.„Das ist Plan B und einen Plan C haben wir auch noch.“

Voller Vorfreude blicken die Trainer Muriz Salemovic (links) und Fabian Hürzeler auf die kommende Spielzeit. Der FC Pipinsried geht als Favorit in die Saison. Wie der Dorfklub mit dem damit verbundenen Druck umgehen wird? Wir nehmen den FCP vor dem Saisonstart genau unter die Lupe.
Bild: Johann Eibl

Salemovic will den Titel mit Pipinsried

Fest steht derweil, dass der FC Pipinsried am 7. Februar wieder ins Training einsteigt. Für Noch-Trainer Muriz Salemovic eigentlich zu spät: „Die Pause war jetzt doch sehr lang.“ Ganz unschuldig, dass es erst so spät wieder auf den Rasen geht, ist der 31-Jährige übrigens nicht: „Ich habe im Oktober den Jungs vorgeschlagen, dass wir eine Woche später anfangen, wenn wir die 60-Punkte-Marke knacken. Ganz ehrlich, dass hätte ich niemals gedacht. Aber ich habe es versprochen und die Jungs haben sich das auch verdient.“ Versprochen hat der Landsberger auch, dass er bis zum Schluss alles für den FC Pipinsried geben wird: „Wir wollen jetzt die Meisterschaft holen und unsere Serie ausbauen, das steht für mich an erster Stelle. Was ich in der kommenden Saison mache, ist derzeit nicht das Thema.“

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