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Radsport

17.05.2015

Fahrer trotzen dem schlechten Wetter

Sie ließen sich vom Regen nicht abhalten: Zahlreiche Fahrer traten bei der Radtourenfahrt des RSC Aichach durch den Landkreis in die Pedale.
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Sie ließen sich vom Regen nicht abhalten: Zahlreiche Fahrer traten bei der Radtourenfahrt des RSC Aichach durch den Landkreis in die Pedale.
Bild: Peter Appel

Rund 300 Teilnehmer treten bei der Radtourenfahrt des RSC Aichach in die Pedale. Sie lassen sich nicht vom Regen abhalten. Im kommenden Jahr wird es wohl eine Änderung geben.

Um 4.30 Uhr klingelte bei einigen der Organisatoren der Wecker. Ein Blick aus dem Fenster genügte, um zu erahnen, dass bei der geplanten Radtourenfahrt (RTF) durch das Wittelsbacher Land nicht mit Höchstbeteiligung zu rechnen ist. Denn es regnete in Strömen.

Doch für viele Sportler war das kein Grund, um das Fahrrad im Keller stehen zu lassen und sich einen gemütlichen Sonntag zu Hause zu machen. Trotz der bescheidenen Wetterverhältnisse gingen über die verschiedenen Strecken rund 300 Zweiradfans an den Start.

Los ging es im Industriegebiet im Aichacher Ortsteil Ecknach. Hauptorganisator Reinhold Eigner vom RSC Aichach sagte: „Auf die lange Strecke sind etwa 150 Teilnehmer gegangen. Der Regen hat uns aber sicher 15 Prozent an Startern gekostet.“ Zur Leistungstour mit 154 Kilometern wurde um 7 Uhr an den Start gerufen, einige Fahrer warteten jedoch, um eine Regenpause zu erwischen. Andere Sportler, die sich zuvor angemeldet hatten, erschienen nicht. Da es bei einer Radtour wie dieser nicht auf die Zeit ankommt, spielt es auch keine Rolle, wann genau gestartet wird. Andreas Herger aus Kühbach ist Mitglied beim RSC Aichach und erklärte vor Ort, aus welchen Gründen die Radsportler bei der Tour an den Start gehen: „Radrennfahrer sehen das als Training, Tourenfahrer sammeln Punkte für die Strecke.“ Die zweite Gruppe nimmt über das Jahr verteilt an Touren in ganz Deutschland teil, um am Ende bei der Jahresbilanz mit möglichst vielen Punkten abschneiden zu können.

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Herger war als Guide für die Kids-Tour über zehn Kilometer eingeteilt. Aufgrund der niedrigen Beteiligung brauchte der Radsportler jedoch nicht mitzufahren. Herger sagte: „Auch meine eigenen Kinder sind heute zu Hause geblieben.“

Einer der jüngsten Teilnehmer war Simon Immler aus Aichach. Der Zehnjährige startete über 32 Kilometer, gemeinsam mit Nachbarsfamilie Götz. Simon sagte: „Ich habe noch nie mitgemacht und habe auch nicht geübt vorher.“ Mit einem Marmeladebrot am Morgen hatte er sich aber gestärkt und fühlte sich der Strecke gewachsen. Ulli Götz begleitete Simon und seine beiden Söhne. Auch er war noch nie bei der RTF dabei gewesen. Die Entscheidung, am gestrigen Sonntag mitzufahren, begründete er so: „Meine Eltern sind im Radverein, und ich fahre immer mit dem Fahrrad in die Arbeit.“ Insgesamt starteten jedoch nicht viele Kinder und Familien. Eigner bedauerte das: „Bei diesem Wetter kommen einfach viele nicht. Aber für diese Verhältnisse passt es schon.“ Mit etwa 70 Helfern plante Eigner im Vorfeld über einen Zeitraum von fünf Monaten die Veranstaltung – bereits zum dritten Mal. Wobei er den „Wittelsbacher Radmarathon“ im Jahr 2009 mitrechnet. Das Rennen wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. Erst im vergangenen Jahr ließ der Verein die Veranstaltung in Form einer Radtourenfahrt wieder aufleben.

Durch seine Erfahrung lief die Organisation routinemäßig ab, Komplikationen gab es keine. Bis etwa 17 Uhr waren die Strecken genehmigt, dann mussten die Helfer die verteilten Schilder und Wegweiser wieder einsammeln.

Die ersten Rückkehrer waren Thomas Deißer und Susanne Bayerl. Die beiden waren um 9 Uhr zur Fun-Tour über 90 Kilometer aufgebrochen. Mit Dreckspritzern sogar im Gesicht kamen sie im Ziel an. Thomas Deißer sagte: „Die ersten beiden Stunden hat es nur geregnet, das war ärgerlich.“ Treibende Kraft war Susanne Bayerl, die den sonst eher Mountainbike-Begeisterten überzeugt hatte, die Tour zu fahren – trotz Regen. Von der Organisation war sie begeistert: „Streckenführung und Verpflegung waren super.“ Eigentlich hatten die beiden vorgehabt, die 125 Kilometer zu fahren, sich aber dann aufgrund der Wetterverhältnisse für die etwas kürzere Strecke entschiedenen.

Im kommenden Jahr wird es bei der RTF womöglich eine Änderung geben. Eigner verrät: „Vielleicht bieten wir eine 202-Kilometer-Strecke an.“ Das würde als Radmarathon gelten und somit eine zusätzliche Zielgruppe ansprechen. Familien wolle er aber nach wie vor einbeziehen, versichert der radbegeisterte Organisator.

Eine Bildergalerie von der Radtourenfahrt gibt hier.

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