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Handball-Landesliga

28.11.2017

Frauen jubeln im zehnten Anlauf

Die Freude war bei den Aichacherinnen nach dem ersten Sieg der Saison groß: Nach dem 30:22 gegen den TSV Schleißheim steht der Aufsteiger aus der Paarstadt nicht mehr mit leeren Händen da. Zwei Spielerinnen sorgen für den Erfolg.
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Die Freude war bei den Aichacherinnen nach dem ersten Sieg der Saison groß: Nach dem 30:22 gegen den TSV Schleißheim steht der Aufsteiger aus der Paarstadt nicht mehr mit leeren Händen da. Zwei Spielerinnen sorgen für den Erfolg.
Bild: Melanie Nießl

Beim ersten Sieg zeigen die Aichacherinnen gegen den TSV Schleißheim im zweiten Durchgang eine starke Leistung. Zwei Spielerinnen ragen heraus.

Dieses Gefühl war den Handballerinnen des TSV Aichach irgendwie schon abhanden gekommen. Am 1. April 2017 hatten sie zum letzten Mal eine Halle als Sieger verlassen können, es war beim 30:22 in Leipheim. Am Samstag durften sie erstmals in der Landesliga den Gewinn von zwei Punkten feiern, nachdem sie zuvor neunmal das Nachsehen hatten. Die Premiere fiel beim 27:21 gegen den TSV Schleißheim unerwartet deutlich aus.

Diesmal bekam das Pflänzchen Hoffnung im ersten Durchgang zunächst Nahrung. 8:6 führte der Aufsteiger in diesem letzten Heimspiel 2017. Dann kam es zu einem Rückfall, der zum 8:12 führte; daraus wurde bis zur Pause ein 10:14. Doch wie sich die Aichacherinnen im zweiten Abschnitt präsentierten, das verdiente Applaus. Sechs Minuten lang blieben die Gäste ohne Erfolgserlebnis, da führte Aichach bereits mit 15:14 und hatte den Spieß umgedreht. Und in diesem Stil ging’s munter weiter. Schleißheim lag nicht mehr vorne, am Ende warfen die Handballerinnen des Schlusslichts nicht weniger als fünf Treffer in Folge. Der Jubel war überschwänglich, Trainer Martin Fischer wurde von seinen Schützlingen in die Höhe geworfen.

Aichachs Torhüterin Silke Arnold pariert glänzend

Wäre Silke Arnold nicht zwischen den Pfosten gestanden, wäre es wohl nichts geworden aus dieser Landesligapremiere. Was sie an Bällen entschärfte, das konnte sich allemal sehen lassen. Und der zweite Sieggarant hieß Tini Wonnenberg - nicht allein wegen ihrer acht Treffer. Die Abteilungsleiterin ging mit gutem Beispiel voran und zeigte ihren Kameradinnen, dass auch Frauenhandball körperbetont gespielt werden sollte. Das klappte nach der Pause schon sehr gut. Wonnenberg ließ sich auch durch eine Verletzung am Hals nicht in ihrem Tatendrang bremsen. Lara Leis fiel aus gesundheitlichen Gründen aus.

Martin Fischer, der auch nach deftigen Niederlagen seine schützenden Hände über die Handballerinnen des TSV Aichach hält, stellte am Samstag als erstes die Verdienste von Thomas Wonnenberg heraus, der als langjähriger Torhüter seine reiche Erfahrung weitergibt. Dann blickte er zurück auf die Landesligapartie: „Am Schluss war das Momentum auf unserer Seite.“ Da half es dem Team aus dem Norden von München auch nichts mehr, die Kreise von Tini Wonnenberg einzuengen. „Über den Teamgeist sind wir zurückgekommen.“ In der Pause hatte er verlangt, seine Schützlinge sollten danach zehn Prozent zulegen. Die Forderung wurde erfüllt, gleichwohl betonte der Coach: „So ganz rund war es noch nicht. Aber wir nähern uns an.“ In den Augen von Fischer war es jedenfalls eine „tolle Mannschaftsleistung“.

TSV Aichach Silke Arnold, Selina Zimmermann, Iris Kronthaler (3/2), Annabel Weiß, Verena Merker (6), Tini Wonnenberg (8/3), Johanna Fackler (2), Lina Schrempel (1), Ramona Bscheider (2), Bettina Bölk, Sevde Seker, Marleen Bscheider (2), Iva Vlahinic (4), Katrin Storr.

Schiedsrichter Krämer und Mund (beide TSV Allach) Zuschauer 60 Siebenmeter 6:5 Zeitstrafen 7:6.

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