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Handball

09.02.2015

Gefühlter Sieg über Gundelfingen

Die Aichacher Handballer (rote Trikots) legten sich zu Hause gegen den TV Gundelfingen mächtig ins Zeug. In der letzten Szene des Spiels setzte sich Gregor Triltsch akrobatisch in Szene. Die Hausherren waren mit dem 24:24-Unentschieden durchaus zufrieden.
Bild: Michael Eberle

Beim 24:24 gegen den Tabellenzweiten spielt der TSV Aichach erstmals in dieser Saison der Bezirksoberliga unentschieden. In der Schlussminute wird kräftig taktiert

Nach einem Unentschieden wird in der Regel darüber debattiert, ob man lachen oder weinen sollte. Die Handballer des TSV Aichach kamen am Samstag beim 24:24 im Heimspiel gegen den TV Gundelfingen in der 17. Partie zum ersten Unentschieden in dieser Saison der Bezirksoberliga. Wie man dieses Resultat einstufen sollte, war für Christopher Wolf, den Trainer, schnell klar: „Das war wie ein gefühlter Sieg.“

Die erste Halbzeit verlief aus Aichacher Sicht ausgesprochen stark. In Abwesenheit von Timo Stubner (privat) und Alexander Bahn (verletzt) herrschte auf Rechtsaußen zwar wieder ein Vakuum, doch Thomas Bauer ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit sieben Treffern wurde er als „Aushilfe“ zum besten Schützen im TSV-Team. Vor der Pause stand die Abwehr sehr hoch, eine Taktik, die den Gästen nicht sonderlich behagte. Sie beklagten ihrerseits das Fehlen des schwer verletzten Kreisläufers Bastian Hander.

Anders sah es nach dem Wechsel der Seiten aus. Nun holten die Gundelfinger einen Rückstand von drei Treffern auf und wurden ihrem Ruf einer Spitzenmannschaft gerecht. Die Aichacher Defensive wirkte nicht mehr so aggressiv wie zuvor. Hinzu kam, dass Stefan Walther nicht ganz an die Klasse von Thomas Wonnenberg heranreichte, der in den ersten 30 Minuten zwischen den Pfosten stand. Kurz nach der Pause stand es 14:10, nach 36 Spielminuten war daraus ein 14:14 geworden. Die Spannung wurde immer größer. Am Ende waren sich viele Beobachter einig: Keine Mannschaft hätte es verdient, als Verlierer vom Parkett zu gehen.

In der Schlussphase wollte Christoph Huber den beiden Unparteiischen aus der Oberpfalz, die im Rahmen eines Austausches über die Bezirksgrenzen hinweg erstmals in Aichach auftraten, die Meinung sagen. Das brachte ihm eine Zeitstrafe ein. Die Reaktion seiner Kameraden spricht für die Moral. In Unterzahl erzielten sie gleich zwei Treffer.

Trainer nimmt 18 Sekunden vor Schluss Auszeit

In der Schlussminute wollten die beiden Trainer noch ein wenig taktieren. 30 Sekunden vor der Schlusssirene nahm der Coach des TV Gundelfingen eine Auszeit, 18 Sekunden später tat es ihm der Aichacher Trainer gleich. Gebracht haben diese Unterbrechungen allerdings nichts mehr.

„Wir sind zufrieden mit dem Punkt“, betonte Wolf. „Wir haben eine super Leistung gezeigt. Den Punkt gegen Gundelfingen holt nicht jeder.“ Besonders beeindruckte ihn die Tatsache, dass man in der ersten Halbzeit nur zehn Treffer kassierte: „Das ist eigentlich gar nichts.“

TSV Aichach Wonnenberg, Walther, Triltsch (4/2), Kügle, Lenz (1), Fichtner, Braun (4), Bauer (7/1), Huber (3), Schilberth (2), Meier (2), Lehmann (1).

TV Gundelfingen Bartik, Brucker, Fries (2), Schaarschmidt (7/3), M. Däbler (2), Thomas (3), T. Hander (2), T. Bauer (5), M. Bauer (1), M. Hander, Beitinger, Rettinger (2), Gutbrod, Niewolik.

Schiedsrichter Skopan und Frohnhöfer (beide TSV Rottenburg an der Laber). – Zuschauer 120.

Siebenmeter 4:3.

Zeitstrafen 8:6.

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